Friedlicher Protest gegen Apartheidsmauer in Um Salamona [+Video]
Am Freitag, dem 19. Oktober, versammelten sich ca. 100 Menschenrechtsaktivisten unterschiedlicher Herkunft in Um Salamona, um gegen die Errichtung der Apartheidsmauer zu protestieren. Internationale, Palästinenser und Israelis fanden sich an diesem Morgen zusammen, um ihre Ablehnung der Mauer auszudrücken, welche zur Zeit in der Gegend errichtet wird. Mehr als 60 Prozent von Land, welches Palästinensischen Bauern gehört, wird durch den Bau der Mauer enteignet und unzugänglich gemacht.
Viele NGOs und Menschenrechtsgruppen aller Hintergründe, jeden Glaubens und Alters kamen zusammen in Solidarität mit den örtlichen Palästinensern um friedlich gegen die Mauer zu protestieren. Die Demonstration wurde überwacht durch ein großes Kontingent von Soldaten der IOF (Israelische Besatzungsarmee), sowie durch die israelische Polizei. Die Stimmung heizte sich etwas auf, als Soldaten versuchten ihrer Autorität, durch Schubsen und Anrempeln von Demonstranten und Medienvertretern, Ausdruck zu verleihen. Niemand wurde verletzt und der Protest konnte friedlich fortgesetzt werden, ohne dass es zu weiteren Vorfällen kam.
“Heute sind wir hier, um gegen die Mauer zu protestieren, um jedem auf der Welt zu sagen, dass dies eine Besatzung ist und, dass wir unter dieser Mauerleider, die Trennungsmauer, welche unser Land stiehlt. Ich hoffe, dass wir eines Tages erfolgreich sein werden und durch diese gewaltlose Aktivitäten unser Land zurückholen werden und ihr werdet es heute sehen, wie gewalttätig die Soldaten sind und ich habe keine Idee, was der Nutzen davon sein soll. Wir sind hier auf einer friedlichen Demonstration. Wie ihr seht haben wir Freunde aus Israel, wir haben internationale Freunde, wir sind hier Palästinenser um zu sagen, nieder mit der Mauer. Die Mauer zeigt deutlich die Israelis, die gegen den Frieden sind, denn Frieden und Vertrauen schafft man nicht indem man Barrieren baut und Land stiehlt,“ sagte ein lokaler Palästinenser.
Die Mauer, die sich zur Zeit noch im Bau befindet, wird das Land vieler örtlicher Palästinenser durchschneiden und sie dadurch nicht nur von ihrem Land sondern auch vom Rest der Welt isolieren. Israel behauptet die Mauer aus Sicherheitsgründen gebaut zu haben um die eigene Bevölkerung zu schützen. Am Ende der geplanten Mauer befindet sich die jüdische Siedlung Efrat. Die Mauer wurde durch den internationalen Gerichtshof für illegal erklärt und von vielen als „Apartheidsmauer“ bezeichnet. Eine israelische Gruppe von Anwälten fand heraus, dass 39% des Landes, welches von jüdischen Siedlungen genutzt wird, sich in palästinensischem Privatbesitz befand, was die Organisation als Verletzung des Völkerrechts bezeichnet.





























