Ein Toter und 250 verwundete Palästinenser bei Gefängnis-Razzia
Bethlehem – Ma’an – Aufseher des Israelischen Gefängnisses in der Negev Wüste unternahmen am Montag morgen eine exzessive Durchsuchungsaktion von Zelten palästinensischer Häftlinge. Laut Bericht des “Palestinian Center for Studies” wurden die Palästinener dabei massiv geschlagen. Mehr als 250 Gefangene wurden als verletzt gemeldet. Das Zentrum hat die Entwicklung der Situation seit den frühen Morgenstunden verfolgt.
Zelte in zwei Sektionen des Gefangenenlagers wurden ausgebrannt, wobei alle persönlichen Habe der Häftlinge vernichtet wurden. Gefangene riefen beim Center an um darüber zu informieren, dass eine israelische Nehshon-Einheit die palästinensische Sektion des Gefängnisses um 2 Uhr nachts, bewaffnet mit Schlagstöcken, Schutzschildern, Akustik-Granaten und Tränengaskanistern, gestürmt hatte.
Durch die Gaskanister und Akustikgranaten wurden die Zelte in Brand gesetzt.
Später sagte Parlamentsangehöriger Issa Ahmad ‘Abd al-Hamid Qaraqi, Berichterstatter des Ausschusses für politische Gefangene gegenüber Ma’an, dass mehr als 250 Gefangene z.T. schwer verletzt wurden. Er berichtete, dass die brutale Unterdrückung acht Sektionen des Gefängnisses erreicht hätte, und israelische Spezialkräfte Gefangene aneinandergekettet und angegriffen hätten.
Qaraqi sagte, dass einige der Verwundeten bislang noch nicht in Krankenhäuser abtransportiert wurden. Die Häftlinge erlitten hauptsächlich Bein- und Rippenbrüche sowie Augen- und Kopfverletzungen. Die Aggressionen sollen von Mitternacht bis fünf Uhr am Morgen angedauert haben.
15:44 Lokalzeit, Ma’an News, hier der Originalartikel in Englisch
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Bereits offiziell bestätigt ist, dass ein 25-jähriger palästinensischer Gefangener, Mohammad El-Ashqar, vor kurzem an einer Verletzung durch Kopfschuss gestorben sei. Dies impliziert entweder dass, entgegen den Behauptungen offizieller israelischer Stellen bei der heutigen brutalen Razzia mit scharfer Munition gegen die Gefängnisinsassen vorgegangen wurde. Falls sein Tod durch ein Gummigeschoss verursacht wurde, so würde dies zum wiederholten Male beweisen dass diese als tödliche Waffen einzustufen sind. Nach wie vor werden gummiummantelte Stahlpatronen zu den nicht-tödlichen Waffen gezählt, obwohl vielfach gegenteilige Erfahrungen gemacht wurden.
Link zum arabischsprachigen Artikel hier.










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