Zahlreiche Verletzte nach Demonstration gegen Gewalt im Gefängnis Ketziot
Palästinensische Bewohner Hebrons protestierten gestern gegen die Übergriffe auf palästinensische Häftlinge im Gefängnis Ketziot. Den ganzen Tag über wurden sie daraufhin von israelischen Soldaten mit Gummigeschossen, Tränengas- und Schallgranaten angegriffen.Der Protest, in Form eines Streikes, organisiert durch die Islamischen National-Kräfte, kam in Reaktion auf die Tötung eines und der Verwundung von bis zu 250 weiteren palästinensischen Häftlingen durch israelische Gefängniswächter im Gefängnis Ketziot vor drei Tagen.
Israelische Soldaten begannen in die Menschenmenge zu schießen nachdem ein Kind Steine gegen den kugelsicheren Checkpoint, am Zugang zu Tel Rumeida, warf. Dieser Checkpoint kontrolliert die Bewegung von Palästinensern zwischen dem, durch die palästinensische Autonomiebehörde kontrollierten Teils Hebron und dem israelisch kontrollierten Teil, in welchem sich mehrere illegale israelische Siedlungen befinden.
Der Checkpoint ist für viele Palästinenser ein Symbol der israelischen Unterdrückung und der illegalen Enteignung palästinensischen Landes durch israelische Siedlungen, welches eine Verletzung der 4. Genfer Konvention darstellt. Täglich wird hier Palästinensern der Durchgang verwehrt, bzw. sie müssen bis zu Stunden warten.
Soldaten feuerten Gummigeschosse, Tränengas und Schallgranaten von Häuserdächern auf den überfüllten Marktplatz und verletzten einen 15-jährigen Jungen am Nacken. Andere Kinder wurden ebenso mit Gummigeschosse getroffen. Ein Mann musste, nachdem er an der Brust getroffen wurde, ins Krankenhaus gebracht werden. Weitere 15 Menschen mussten ärztlich behandelt werden, während viele weiter unter den Wirkungen des Tränengases litten.
Der Checkpoint blieb den ganzen Tag über geschlossen, sodass für Anwohner und Schulkinder kein Durchkommen war.





























