Siedler verbrennen Olivenbäume in Jamma’in

Ca. 10.000 Menschen bewohnen das palästinensische Dorf Jamma’in, in der Nähe der größten israelischen Siedlung in der Westbank, Ariel und der kleineren Siedlung Tapua. Häufig werden die Bewohner Jamma’ins, die zum größten Teil Bauern sind, von Siedlern angegriffen. Vor zwei Wochen brannten Siedler 50-60 Olivenbäume nieder und versperrten anschließend den Fahrzeugen der Feuerwehr den Weg. Nicht nur die Siedler, sondern ebenso israelische Soldaten belästigen palästinensische Bauern, z.B. indem sie sie am Pflanzen neuer Bäume hindern.
Voriges Jahr bauten die Bewohner Jamma’ins mit Unterstützung ausländischer Aktivisten, einen einfachen Steinpfad, um somit besseren Zugang zu den Olivenfeldern zu haben. Es dauerte nicht lange bis die israelische Armee diesen Weg mit einer Straßensperre versah und es somit unmöglich machte die Felder mit Maschinen zu bewirtschaften.
Unter dem Vorwand, Bewohner des Dorfes beherbergen Terroristen und attackieren Siedler, fällt das israelische Militär regelmäßig in das Dorf ein. Vor einigen Tagen wurde ein Siedler aus Ariel erschossen, doch obwohl die Herkunft des Angreifers bisher unklar ist, schloss die Armee die Straße, welche Jamma’in mit der Hauptstraße der Region verbindet und zwang so die Bewohner riesige Umwege in Kauf zu nehmen. Dies ist nur ein Beispiel israelischer Kollektivstrafe, die zwar nach den Genfer Konventionen illegal, leider aber viel zu Häufig im Gazastreifen und der Westbank ist. Ein Zaun trennt das Dorf nun von der Hauptstraße ab. In keiner weise bietet er zusätzliche Sicherheit für eine der Siedlungen, hält stattdessen aber die Dorfbewohner davon ab ihre Felder zu erreichen.
Die Bevölkerung Jamma’ins wächst stetig. Doch Möglichkeiten neue Häuser zu bauen sind fast nicht vorhanden, da dies Israel nur in Zone A erlaubt, das Dorf aber von Zone B umschlossen wird. Hauszerstörungen finden häufig entlang dieser Grenze zwischen Zone A und B statt und machen so die Wohnraumsituation noch schwieriger, oft mit verheerenden Folgen für die Familien. Schulklassengrößen bewegen sich in dem Dorf um die 50 Schüler, für die nur ein kleiner Raum zur Verfügung steht.
Im Gegensatz dazu wächst die israelische Siedlung Ariel unaufhörlich. Momentan existiert nur ein Zaun entlang des geplanten Verlaufs der Apartheidsmauer und es steht zu befürchten, dass durch den Bau der Mauer auch noch die Wasserressourcen des Dorfes enteignet werden. Die Enteignung palästinensischen Wasserressourcen durch den Bau der Mauer ist ein wenig beachteter aber integraler Aspekt der Besatzung. Besonders um Salfit und Jerusalem macht der Verlauf der Mauer einen zusammenhängenden und somit erst lebensfähigen palästinensischen Staat unmöglich.
Vor zehn Jahren gründeten Bewohner des Dorfes ein Frauenzentrum. Die Angebote umfassen Nachhilfeunterricht während Schulklausuren und Hilfe bei Problemen in der Schule, Computer-workshops und eine Bibliothek. Das Zentrum organisiert außerdem Demonstrationen gegen Gewalt gegen Frauen und versucht durch verschiedene Kampagnen das öffentlich Bewusstsein für diese Thematik zu erhöhen. Das Zentrum ist auf der Suche nach anderen Frauenorganisationen in aller Welt und ist offen für Kooperationen.
Email-Adresse: neevein@yahoo.com






























November 4th, 2007 at 23:53
Furchtbar……….und solche Leute unterstützt unsere BrdvD -Mörkel -Regierung……….
ab 2008 zahle ich keine Steuern mehr………..mrdG CP