Demonstration gegen israelisches Apartheidssystem

Gestern fand die dritte Demonstration, in einer Reihe von Protesten gegen das israelische Apartheidssystem, statt. Ein Zug aus 100 Palästinensern, Israelis und Ausländern bewegte sich entlang des Highways 443, um den Vorbeifahrenden deutlich zu machen, wie Israel, Palästinensern ihr Recht auf Bewegungsfreiheit innerhalb des eigenen Landes, verwehrt. Grüne palästinensische Nummernschilder, auf dem sich eine israelische und eine amerikanische Flagge kreuzten, wurde hochgehalten, um deutlich zu machen, dass das israelische System der Apartheid die volle wirtschaftliche und politische Unterstützung der USA genießt.
Die israelische Armee versuchte die Demonstration mit Gewalt aufzuhalten, doch schafften es die Demonstranten die Straße zu erreichen und dort eine Stunde lang zu demonstrieren. Israelische Soldaten setzten einen Palästinenser und einen Ausländer fest, ließen sie aber nach der Demonstration wieder frei.

Das Straßensystem innerhalb der Westbank, welches für Palästinenser gesperrt ist und somit voneinander isolierte palästinensische Enklaven bildet, behindert nicht nur die palästinensische Wirtschaft, sondern beeinflusst fast jeden Teil des täglichen Lebens innerhalb der besetzten Gebiete.
Die meisten Apartheidsstraßen sind reserviert für die Benutzung durch Siedler und die israelische Armee. Selbst Israelis, die innerhalb Israels leben, werden so, davon abgehalten die Auswirkung der Besatzung mit eigenen Augen zu sehen. Obwohl 9,5 Kilometer von Highway 443 durch die Westbank verlaufen, wird er alsHauptverbindungsstraße zwischen Tel Aviv und Jerusalem benutzt.

Nun schon seit sieben Jahren ist die Straße für Palästinenser gesperrt, obwohl es die einzige größere Straße im südlichen Teil Ramallahs ist. Die Straße, für deren Erweiterung palästinensisches Land enteignet wurde, bildet zusammen mit der völkerrechtswidrigen Apartheidsmauer, die Enklaven Bir Naballa und Biddu. Die Dörfer sind vollständig von israelischen Bebauungen eingeschlossen und ihre Bewohner können sie nur mittels unterirdischer Tunnel, Richtung Ramallah verlassen.





























