Israels Vorbereitung auf Annapolis: 6 Tote, 22 Verletzte in einer Woche
Laut dem wöchentlichen Bericht des Palästinensischen Zentrums für Menschenrechte (PCHR) wurden, in der der Woche vom 15. zum 21. November, sechs Palästinenser durch israelische Soldaten getötet, 22 verletzt und 51 Menschen verschleppt.Unter den Verwundeten befinden sich auch ein 7-jähriges Kind, sowie ein japanischer Menschenrechtsaktivist.Darüber hinaus versuchte die israelische Armee zwei Palästinenser im Gazastreifen gezielt zu ermorden, doch schlug der Versuch fehl. Die Belagerung palästinensischer Städte und die Besatzung der palästinensischen Gebiete fuhr unvermindert fort.
israelische Angriffe in der Westbank
Das israelische Militär unternahm im Berichtszeitraum 35 Militäraktionen innerhalb palästinensischer Städte. 51 Palästinenser wurden verschleppt, darunter ein Mädchen.
An Checkpoints wurden fünf Palästinenser festgenommen, darunter ein Kind. Der Bau der Enteignungsmauer wurde fortgesetzt. Weiterhin zerstörten israelische Truppen eine Straße im Dorf al-Walaja im Norden Bethlehems und untersagten sechs Palästinensern im Dorf al-Khader die Bauarbeiten an ihren Häusern fortzusetzen.
Die israelische Armee führte weitere Maßnahmen zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit von Palästinensern durch. So wurden zusätzliche Barrieren an den Checkpoints Huwwara und Za’tara im Süden Nablus’ errichtet.
Am. 16. November wurden vier palästinensische Zivilisten und ein japanischer Menschenrechtsaktivist verletzt, als israelische Soldaten gewaltsam ein friedliche Demonstration in der Stadt Bil’in auflösten.
Am. 18.November 2007 wurde eine 800 Meter lange Hauptverkehrsstraße im Dorf al-Walaja, nordwestlich von Bethlehem, zerstört.
Am. 20. November wurden neun Zivilisten, darunter sieben Kinder, durch israelische Soldaten, während eines Einmarsches in das Flüchtlingslager al-Fara’a, verwundet. Südlich von Tubas eröffneten Soldaten das Feuer auf Steine werfende Kinder.
Bau der Enteignungsmauer
Der völkerrechtswidrige Bau der israelischen Mauer wurde auch diese Woche fortgesetzt. Im Rahmen von friedlichen Protesten gegen die Mauer, wurden mehrere Demonstranten durch Gummigeschosse und Tränengas verletzt. Auf der wöchentlichen Demo in Bil’in wurden vier palästinensische Zivilisten und ein Japaner verletzt.
israelische Angriffe im Gazastreifen
Sechs Palästinenser wurden in dieser Woche durch das israelische Militär getötet. Zwei Palästinenser überlebten ihre versuchte Ermordung.
Für nun schon 17 Monate hält Israel alle Grenzübergänge in den Gazastreifen geschlossen. Die völlige Abschottung des Gazastreifens hat verheerende Auswirkungen auf die humanitäre Situation und verletzt die sozialen und wirtschaftlichen Rechte der Bevölkerung. Die Abschottung betrifft auch die Küstengebiete und macht somit Fischfang unmöglich.
Im Berichtszeitraum starben zwei palästinensische Patieten, darunter ein Kind, auf Grund der Verweigerung der israelischen Behörden, Patienten zur medizinischen Behandlung nach Israel oder in die Westbank ausreisen zu lassen. Seit August sind schon zehn Menschen auf Grund fehlender medizinischer Versorgung gestorben. Unter den Opfer befinden sich zwei Frauen und ein Kleinkind.
Quelle: IMEMC




























