Israelische Armee verschleppt 14 Palästinenser
Am Abend des 26. Novembers drangen israelische Spezialeinheiten, mit Unterstützung der israelischen Armee in die palästinensische Stadt Zawata ein und verschleppten 14 Männer.Gegen 18 Uhr stürmten Maskierte einer israelischen Spezialeinheit in ein Café und richteten ihre Gewehre auf die Gäste. Wenige Minuten später erreichten mehrere Jeeps der israelischen Armee den Ort, umzingelten das Café und hielten Palästinenser davon ab das Gebiet zu betreten. 14 männliche Gäste des Café wurden scheinbar willkürlich ausgewählt und verschleppt.
Fünf der Männer im Café konnten der Verschleppung entgehen, da der israelische Kommandierende sie für zu alt befand. Die anderen 14 wurden in einen Militärtransporter verladen und in das Gefängnis Huwwara gebracht. Einer der Männer berichtete später, dass ihm für sechs Stunden wiederholt Schläge mit Gewehrkolben versetzt wurden. Augenzeugen berichteten, dass niemand der Verschleppten zuvor nach seinem Ausweis gefragt wurde. 12 der 14 Männer wurden mittlerweile wieder frei gelassen. Die zwei anderen, darunter ein palästinensischer Journalist, werden weiterhin festgehalten. Ihr Aufenthaltsort ist zurzeit unklar.
Während der Invasion, verwüsteten Soldaten die Einrichtung des Cafés und fesselten alle anwesenden Männer. Der Ladenbesitzer wurde mit einem Gewehrkolben in die Weichteile und gegen die Schulter geschlagen. Mindestens ein Notarzt der Palestine Medical Relief Society wurde davon abgehalten den Ort zu betreten und sich um eventuell Verwundete zu kümmern. Israelische Soldaten schossen mit gummiummantelten Stahlkugel auf ihn, als er versuchte das Café zu erreichen.
Zawata, eine Kleinstadt mit ca. 2000 Einwohnern, wurde schon öfters Opfer israelischer Invasionen. Soldaten dringen fast jede Nacht in den Ort ein. Die Bewohner leiden auch unter der Absperrung von hunderttausenden Quadratmeter ihrer Felder durch israelische Militärstraßen.





























