Archive for November, 2007
Aufruf zu großer Demonstration gegen Checkpoint Huwwara

Am morgigen Montag, dem 19. November wird um 15.30 Uhr eine große Demonstration gegen den israelischen Checkpoint “Huwwara”, südlich von Nablus stattfinden. Die Botschaft die Palästinenser mit der Unterstützung durch Friedensaktivisten aus aller Welt, der israelischen Armee überbringen werden ist klar: „Wir haben genug von sieben Jahren Ausgangsperre in Nablus!“Zusammen mit sieben anderen Checkpoints riegelt Checkpoint Huwwara die palästinensischen Stadt von allen Seiten ab. Unverheirateten Männern zwischen 16 und 35 Jahren ist es nicht erlaubt die Stadt ohne Sondererlaubnis zu verlassen. Lediglich 10% der Busse, 7% der Taxis und 50 Privatfahrzeuge dürfen die Stadt verlassen (UN-OCHA).
Israelische Armee entführt mehr als 350 Palästinenser im Oktober
Während die israelische Regierung davon spricht, möglicherweise bis zu 400 palästinensische Gefangene freizulassen, hat die israelische Armee allein im Oktober mehr als 350 Palästinenser entführt.Unter den Festgenommenen sind sowohl Palästinenser, die offiziell auf israelischen Suchlisten stehe, Anführer und Kämpfer der verschiedenen palästinensischen Gruppen, Bürgermeister und Gemeindevertreter als auch Menschen ohne jeglichen politischen Hintergrund. Auch mehrer Frauen und Kinder wurden entführt, viele auf Grund fehlender Einreisegenehmigungen für Israel. (more…)
Französische Abgeordnete demonstrieren gegen Apartheid
An der heutigen Demonstration in Bil’in gegen den Bau der völkerrechtswidrigen Apartheidsmauer und für eine Ende der israelischen Besatzung, nahmen neben 200 palästinensischen, israelischen und ausländischen Friedensaktivisten, auch 36 französische Parlamentsabgeordnete und Bürgermeister teil.Der Demonstrationszug bewegte sich vom Dorf in Richtung Apartheidsmauer, wo die israelische Armee die Demonstranten bereits erwartete. Wie gewöhnlich wurde massive Gewalt angewendet, um die Demonstranten zurück ins Dorf zu treiben.
Protest gegen israelische Apartheidstraßen geht weiter

Zum vierten Mal fanden sich gestern Palästinenser und internationale Friedensaktivisten zusammen, um gegen das israelische Apartheidsystem zu demonstrieren. Der Protest richtete sich gegen den israelischen Highway 443, der zwar durch die Westbank verläuft und zum Teil auf enteigneten palästinensischen Land gebaut wurde, für Palästinenser allerdings gesperrt bleibt.
Hunderte Menschen aufgehalten am Checkpoint Huwwara

Der Huwwara Checkpoint, bekannt für die Unmengen an wartenden Menschen, ist einer der größten israelischen Kontrollpunkte in der Westbank. Besonders an Feiertagen und am frühen Morgen warten hier oft hunderte Menschen, oft stundenlang. Dieser überdachte und mit Drehschleusen ausgestattete Checkpoint, wurde zu Beginn der aktuellen Intifada errichtet. Er kontrolliert den Verkehr in Richtung Ramallah, als auch in Richtung kleiner Ortschaften, nahe Nablus. Studenten, Arbeiter, Menschen die medizinische Hilfe benötigen oder einfach nur einkaufen gegen wollen, müssen Huwwara oft täglich durchqueren. (more…)
Palästinensisches Dorf steht vor seiner sechsten Zerstörung

Das Dorf Ka’abna, in der Region Jiflik im Jordantal, hat kürzlich die Anordnung seiner sechsten Zerstörung, innerhalb von fünf Jahren erhalten. Ka’abna ist zu Hause für 80 Menschen. Das Land auf dem diese Männer, Frauen und Kinder leben, ist das Gebiet, welches von der israelischen Regierung als Ort für einen Neuaufbau ihrer Häuser vorgeschlagen wurde. Trotz dessen wird nun vom israelischen Militär behauptet, die Menschen befänden sich in einem militärischen Sperrgebiet und müssten ihr Land erneut verlassen. Fast 30 Unterkünfte und Tierstallungen werden zerstört werden. Das Leben und die Ausbildung von 50 Kindern wird ein weiteres Mal einen tiefen Einschnitt erfahren.
Demonstration gegen israelisches Apartheidssystem

Gestern fand die dritte Demonstration, in einer Reihe von Protesten gegen das israelische Apartheidssystem, statt. Ein Zug aus 100 Palästinensern, Israelis und Ausländern bewegte sich entlang des Highways 443, um den Vorbeifahrenden deutlich zu machen, wie Israel, Palästinensern ihr Recht auf Bewegungsfreiheit innerhalb des eigenen Landes, verwehrt. Grüne palästinensische Nummernschilder, auf dem sich eine israelische und eine amerikanische Flagge kreuzten, wurde hochgehalten, um deutlich zu machen, dass das israelische System der Apartheid die volle wirtschaftliche und politische Unterstützung der USA genießt.
Israelische Soldaten verhaften und misshandeln Menschrechtsbeobachter
Am Mittwoch, dem 7. November verhafteten israelische Soldaten einen ISM-Menschenrechtsbeobachter in Hebron. Soldaten legten ihm Handschellen und verbanden ihm die Augen, nachdem er sich weigerte einem Soldaten an einem israelischen Checkpoint, seinen Reisepass auszuhändigen. Nach israelischem Recht haben Soldaten zwar das Recht Reisepässe zu kontrollieren, um z.B. die Gültigkeit des Visums zu überprüfen, dürfen sie aber nicht, ohne Erlaubnis des Besitzers, an sich nehmen. Der Menschenrechtsbeobachter handelte demnach rechtsmäßig, als er zwar die Seite mit seinem Visum vorzeigte, sich aber weigerte seinen Reisepass zu übergeben. Daraufhin wurden ihm Handschellen angelegt. (more…)
Demonstration gegen Apartheidsmauer in Um Salamona
Am Freitag, dem 9.November versammelten sich Palästinenser und Friedensaktivisten aus aller Welt in Um Salamona, um gegen den Bau der Apartheidsmauer zu protestieren. Die Mauer, welche der Internationale Gerichtshof für illegal erklärte, wird in der Region von Um Salamona, drei Millionen Quadratmeter palästinensischen Landes enteignen. Damit verlieren palästinensische Bauern nicht nur tausende Weinstöcke und Olivenbäume, sondern auch ihre Existenzgrundlage. (more…)
PCHR Bericht: Die Folgen der Besatzung - 5 Tote, 18 Verletzte in einer Woche
Das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte (PCHR) veröffentlichte am Freitag seinen wöchentlichen Bericht über israelische Menschenrechtsverletzungen in der Westbank und dem Gazastreifen. In den Tagen vom 1. bis zum 7. November tötete die israelische Armee 5 Palästinenser, darunter ein Vater und seinen Sohn.Darüber hinaus wurden 18 Palästinenser verwundet, darunter 3 Kinder. Die israelische Armee führte 24 Invasionen palästinensischer Städte und Dörfer, innerhalb der Westbank und weitere 2 im Gazastreifen durch. Während dieser Einmärsche entführten israelische Soldaten 68 Palästinenser, 10 davon Kinder. 80 Dunum palästinensischen Landes wurden verwüstet, sowie 9 Häuser im Gazastreifen und 4 Häuser in der Westbank zerstört. Auch der völkerrechtswidrige Transfer israelischer Zivilbevölkerung aus Israel in die Westbank, dauerte an, sowie die wirtschaftlich Blockade und die Schließung palästinensischer Grenzen, welche unter der Kontrolle des israelischen Militärs stehen.
1.400 Palästinenser sitzen an ägyptischer Grenze fest
Die Zahl der Palästinenser, die an der ägyptischen Grenze zum Gazastreifen festsitzen, hat sich auf 1.400 erhöht. Unter den Wartenden befinden sich 33 Herzpatienten, 12 Patienten die am offenen Herzen operiert werden mussten, acht Patienten mit Nierenleiden, acht Krebspatienten, sowie fünf Frauen, die an der Grenze Babys entbanden. Dazu kommen 70 Studenten und 13 Familien mit Kindern, 13 Lehrer und sechs Ingenieurteams, die sich auf der Rückreise von einer Ausbildungsfahrt nach Japan befinden. Ein neugeborenes Baby starb auf Grund mangelnder medizinischer Versorgung. (more…)
44 Palästinenser im Oktober ermordet
Eine am Montag veröffentlichte Statistik der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), berichtet von 44, durch die israelische Armee, getöteten Palästinensern im Oktober.Alle Opfer wurden gezielt angegriffen, davon 27 durch Luftschläge der israelischen Armee, während 120 weitere Palästinenser bei diesen Angriffen verwundet wurden.Der Bericht spricht auch von der Entführung 350 Palästinenser, der Zerstörung von mindestens drei Häusern, der Zerstörung von 445 Dunum palästinensischen Landes und der Enteignung von 1130 Dunum Land für illegale israelische Siedlungen.
Die Zerstörung Nahr al-Bareds [+Video]
Im Mai 2007 wurde das Flüchtlingslager Nahr al-Bared, Zuhause für über 30.000 palästinensische Flüchtlinge, Schauplatz einer 4-monatigen Schlacht zwischen der libanesischen Armee und der Miliz Fatah al-Islam.In dieses Zeit wurden über 40 Zivilisten, 200 Fatah al-Islam Mitglieder und 167 Soldaten getötet. 30.000 Flüchtlinge wurden erneut vertrieben. Seit dem offiziellen Ende der Kämpfe, Anfang September, bis zum 10. Oktober war das Lager unter alleiniger Kontrolle der libanesischen Armee.
Olivenernte 2007 in Qusin
In der Woche vom 20. Oktober arbeiteten Freiwillige von ISM, zusammen mit örtlichen Bauern, um die Olivenernte Qusins, einem kleinen Ort nahe Nablus, einzubringen. Nablus erlebte kürzlich einige Einmärsche der israelischen Armee. Dabei kam es zu zahlreichen Opfern unter der palästinensischen Bevölkerung. So wurden z.B. ein 7-jähriges Mädchen und ein palästinensischer Reporter durch israelische Soldaten in den Rücken geschossen. Während beide verwundet überlebten, kam ein 70-jähriger Mann zu Tode. (more…)
Demonstration gegen israelische Apartheidsstraßen
Am Sonntag, dem 4. November, sendeten Palästinenser auf dem israelischen Apartheid-Highway 443, eine deutliche Botschaft an Condoleeza Rice: Die Rassentrennung unter der Condoleezas Eltern einst litten und gegen die sie kämpften, endete nicht in Alabama, sondern lebt heute in Palästina weiter. Die Demonstration fand an der Seite des Highway 443, auf der Brücke, nahe Beit Ur, statt. Obwohl die Straße durch die Westbank verläuft ist sie seit sieben Jahren für Palästinenser gesperrt. Stattdessen müssen Palästinenser einen Tunnel, der unter dem Highway verläuft, benutzen.
Olivenernte in Jalud endet in Gewalt
Zusammen mit internationalen Menschenrechtsbeobachtern (HWR), wurde Familie Ibrahim aus der palästinensischen Stadt Jalud, am 3. November gewaltsam, durch bewaffnete Siedler und die israelische Armee davon abgehalten, ihre Felder abzuernten. Die 500 Bewohner Jaluds, nahe Nablus, haben regelmäßig mit Angriffen und Belästigungen durch israelische Siedler, zu zun. Von den 16.000 Dunum Dorfland, wurden bisher 10.000 enteignet und illegal nahe gelegenen Siedlungen zugeschlagen, während 2.000 weitere Dunum zum militärischen Sperrgebiet erklärt wurden.
Erfolgreiche Demonstration in Um Salamona [+Video]
Am 2.November riefen die Bewohner Um Salamonas zu einer Demonstration auf, um dem Bauern Mahmoud Takadka das Ernten seiner Oliven ermöglichen sollte. Das Farmland Um Salamonas liegt unterhalb der illegalen israelischen Siedlung Efrat. Palästinensische Bauern haben regelmäßig Probleme ihr Land zu erreichen, da die israelische Armee ihnen verbieten Road 60 zu überqueren, an deren Stelle zur Zeit die israelische Arpartheidsmauer gebaut wird.


















