Demonstration gegen Siedlergewalt und den Abriss von Tuba [+Video]
Am Samstag, dem 1. Dezember demonstrierten mehr als 200 Menschen im palästinensischen Tuba gegen Siedlergewalt und gegen die Abschottung ihres Dorfes. Palästinenser, israelische und ausländische Friedensaktivisten marschierten vom Dorf At-Tuwani in Richtung Tuba, entlang eines Pfades, der normalerweise, auf Grund regelmäßiger Attacken durch Siedler, nicht benutzt werden kann. „Sicherheitsgründe“ bzgl. der illegalen Siedlung Maon machen Tuba zur völlig isolierten Enklave. Die einzige Straße nach Tuba ist abgesperrt, so dass alle Transporte zu Fuß oder per Esel erledigt werden müssen.
Die Bewohner des Dorfes leiden fast täglich unter Attacken von israelischen Siedlern. Die Kinder des Dorfes müssen jeden Tag entlang der illegalen Siedlung zur Schule in At-Tuwani laufen. Nach zahlreichen Angriffen auf Schulkinder und Menschenrechtsaktivisten, die sie begleiteten, eskortiert nun die israelische Armee die Kinder auf ihrem Weg. Doch auch dies garantiert keinen sicheren Schulweg. In einem Fall versuchten Soldaten die Kindern vor einem Angriff der Siedler zu schützen, und wurden dafür anschließend von ihren Vorgesetzten bestraft.
Die israelische Besatzungsarmee (IOF) plant die gesamte Gegend, inklusive der Dörfer Tuba, At-Tuwani und Susiya zu einem militärischen Sperrgebiet zu deklarieren. Dies würde bedeuteten, dass alle Bewohner dieser Dörfer ihre Heimat, die sie seit Generationen bewohnen, verlassen müssen. Schon jetzt liegen für fast alle Häuser der Region Abrissbefehle vor. Üblicherweise geht die Etablierung eines militärischen Sperrgebiets, der Kolonisierung des Gebiets, d.h. dem Bau von israelischen Siedlungen voraus.
Die Bewohner der Dörfer werden weiter kämpfen für ihr Recht in ihrer Heimat zu leben und die Demonstration zeigte, dass viele Israelis sie in diesem Kampf unterstützen.





























