20 Tote, 22 Verwundete, 52 Verschleppte in einer Woche
Das palästinensische Zentrum für Menschenrechte (PCHR) veröffentlichte am Freitag seinen wöchentlichen Bericht über die Folgen der israelischen Besatzung in der Woche vom 29. November bis zum 5. Dezember 2007. In diesem Zeitraum tötete die israelische Armee 20 Palästinenser, verwundete 22 und verschleppte 56.18 der 20 Opfer wurden im Gazastreifen durch israelische Raketen und Panzergeschosse getötet. Darüber hinaus hielt die israelische Armee die totale Belagerung der israelischen Bevölkerung in der Westbank und im Gazastreifen aufrecht und schnitt Gaza von Benzin- und Stromzufuhr ab. Die Zahl der Patienten, die auf Grund verwehrter medizinischer Behandlung starben, stieg auf 13.
Israelische Angriffe in der Westbank
Das israelische Militär führte 19 Invasionen in palästinensische Städte durch. An israelischen Checkpoints wurden zwei palästinensische Kinder verhaftet. Vier Palästinensische Zivilisten wurden verwundet als das israelische Militär gewaltsam eine friedliche Demonstration gegen den Bau der Mauer auflöste.
Am 2. Dezember töteten israelische Soldaten einen palästinensischen Zivilisten in der Nähe von Ramallah, als sie gezielt das Feuer auf ihn eröffneten, während er mit zwei Verwandten beim Picknick saß.
Am 5. Dezember erschossen israelische Undercover-Einheiten ein Mitglied der palästinensischen Sicherheitskräfte in Bethlehem. Ein Sprecher der israelischen Armee, behauptete, die Aktion hatte zum Ziel „einen gesuchten Palästinenser zu verhaften, doch wurden israelische Truppen von Militanten unter Feuer genommen und erwiderten deshalb das Feuer.“ Er sprach weiterhin davon, dass eine Untersuchung des Vorfalls in Gang gesetzt wurde. Nachforschungen des PCHR ergaben, dass gegen 16:15 Uhr ein Auto der palästinensischen Zollbehörde auf der Straße Hebron – Bethlehem patrouillierte. Ein weißer Van mit palästinensischen Nummernschildern verfolgte das Fahrzeug, und forderte den Fahrer auf anzuhalten, doch dieser fuhr weiter bis zum Gebäudekomplex der palästinensischen Sicherheitskräfte. Mitglieder der nationalen palästinensischen Sicherheitskräfte positionierten sich und versuchten den verdächtigen Van zu stoppen. Sofort eröffneten israelische Soldaten, aus dem Van heraus, das Feuer auf die Sicherheitskräfte und verwundeten Mohammad Khalil Suleiman Salah (36) mit vier Schüssen in den Kopf, Unterleib und Hüfte. Er verstarb eine Stunde später im Beit Jala Krankenhaus. Wenig später rückten israelische Armeejeeps in die Stadt vor und israelische Soldaten eröffneten das Feuer auf Einrichtungen der Sicherheitskräfte, Wohnhäuser und palästinensische Geschäfte. Gegen ca. 17:30 Uhr verließen sie den Ort wieder.
In Berichtszeitraum führte das israelische Militär insgesamt 19 Invasionen palästinensischer Städte durch. Dabei wurden 56 palästinensische Zivilisten verschleppt, darunter ein Kind. Die Gesamtzahl der verschleppten Palästinenser erhöht sich dadurch auf 2.525 seit Jahresbeginn. Drei palästinensische Häuser wurden zu Militärstützpunkten unfunktioniert.
Tausende Palästinenser aus der Westbank und dem Gazastreifen wurde der Zugang zu Jerusalem verwehrt. Zahlreiche Checkpoints wurden um die Stadt herum errichtet.
Israelische Angriffe im Gazastreifen
Die israelische Armee tötete innerhalb der letzten Woche 18 Palästinenser im Gazastreifen. Alle waren Mitglieder der `Izziddin al-Qassam Brigaden (dem militärischen Flügel der Hamas). 17 weitere wurden während sieben Angriffen verwundet.
Israelische Soldaten führten zwei Invasionen Beit Lahias im Norden des Gazastreifens und Wafi al-Salqa durch. Ein palästinensischer Zivilist wurde dabei verwundet und seine beiden Söhne verschleppt.
Am Samstag, dem 1. Dezember, gegen 00:50 Uhr feuerten israelische Flugzeuge drei Raketen auf Kämpfer der al-Qassam Brigaden, die sich auf einem Feld in der Nähe des Dorfes Abassam befanden. Das Dorf befindet sich östlich von Khan Yunis und liegt hunderte Meter entfernt von der israelischen Grenze. Zehn Minuten später wurden zwei weitere Raketen auf eine weitere Gruppe von Kämpfern in der gleichen Gegend abgefeuert. Insgesamt wurden dabei fünf Männer getötet.
Am Montag, dem 3. Dezember rückten israelische Infanteristen in die Nähe des Dorfes Wadi al-Salqa, im Zentral-Gazastreifen vor. Gegen 22:30 Uhr belagerten israelische Truppen das Wohnhaus von Mousa Abdul Karim Abu Meghassib (42) und eröffneten das Feuer. Abu Meghassib wurde durch Gewehrschüsse an seiner rechten Hüfte verletzt. Anschließend stürmten israelische Soldaten das Haus und verhafteten Abu Meghassib und seine beiden Söhne Bassam (18) und Jamal (17). Abu Meghassibs Frau sprach davon, dass Soldaten Schmuck aus dem Haus gestohlen hätten. Ein Nachbarhaus wurde ebenso beschädigt.
Zusätzlich zu den zahlreichen Luftangriffen wurde weiterhin die Benzinzufuhr in den Gazastreifen eingeschränkt. Das PCHR und andere Menschenrechtsorganisationen klagten gegen die Verknappung von Benzin und Elektrizität, doch am 30. November lehnte der oberste israelische Gerichtshof die Klage ab.
Seit der Entscheidung des israelische Militärs vom 25. Oktober 2007, Strom- und Benzinzufuhr zu beschränken, sang die Zufuhr um mehr als 50%.






























Dezember 18th, 2007 at 17:23
Nice blog!