11 Menschenrechtsaktivisten nahe Jerusalem verhaftet

Am Morgen des 8. Dezembers wurden drei palästinensische, fünf israelische und drei schwedische Menschenrechtsaktivisten gewaltsam zum Verlassen eines palästinensischen Hauses gezwungen und anschließend verhaftet. Dies geschah in der sog. E1-Zone, zwischen der illegalen israelischen Siedlung Ma’ale Adumin und Jerusalem. Alle Verhafteten wurden zur Polizeiwache Ma’ale Adumims gebracht.
Am frühen Morgen waren Palästinenser dort beschäftigt ein Haus zu bauen. Palästinensern ist es generell nicht erlaubt in dieser Gegend auf ihrem eigenen Land zu bauen und bereits gebaute Häuser werden regelmäßig wieder abgerissen. Die Menschenrechtsaktivisten hielten sich für einige Stunden in dem Haus auf, bis ein Großaufgebot an israelischen Polizisten und Soldaten gewaltsam zum verlassen des Hauses zwangen.

E1 ist der Name eines Bebauungsplanes der israelischen Regierung, der die illegale israelische Siedlunge Ma’ale Adumim mit Ostjerusalem verbinden soll. Die israelische Regierung plant dazu 3.500 Wohnungen und Industrieanlagen auf enteignetem palästinensischem Land zu bauen. Die bauliche Verbindung von Ma’ale Adumin und Ostjerusalem wird die Westbank für Palästinenser in zwei Teile teilen und Jerusalem von den palästinensischen Gebieten isolieren. Zusätzlich wurde bereits Land für eine Straße konfisziert, die die nördliche und die südliche Westbank-Enklaven miteinander verbinden soll.
Am 24. September konfiszierte die israelische Armee 1.100 Dunam palästinensischen Landes, um einen „Zusammenhang der Beförderung“, d.h. die Errichtung einer Straße durch die E1-Zone, welche nur für Palästinenser freigegeben sein wird, herzustellen. Die israelischen Siedlungsblöcke werden von Israel annektiert werden und territorial miteinander verbunden sein, während für Palästinenser eine Reihe von Tunneln und Brücken errichtet werden, die die verstreuten Enklaven in der Westbank miteinander verbinden. Diese Apartheidstraßen werden aus „Sicherheitsgründen“ von Israel kontrolliert werden.

Auch die 2.700 Beduinengemeinschaft der Jahalin sind Opfer des E1-Bebauungsplanes. Bereits 1948 mussten sie die Negev-Wüste verlassen und lebten seitdem als Flüchtlinglinge in der Region Jerusalem. Israel plant die Beduinen ein weiteres Mal zu vertreiben und sie auf anliegendem palästinensischem Land anzusiedeln.





























