Vergnügunspark für Kinder steht vor Zerstörung durch israelische Armee

In nur wenigen Monaten wird der Kinder-Vergnügungspark am Rande des palästinensischen Ortes Azzuns in Trümmern liegen, zerstört durch die israelische Besatzungsarmee (IOF). Die offizielle Begründung ist die fehlende Baugenehmigung durch israelische Behörden, obwohl sich der Park auf palästinensischem Land befindet.
Bereits Anfang 2006, zerstörte die IOF Teile des Vergnügungsparks. Die Aktion dauerte damals nicht länger als eine Stunde.
Der Park liegt gleich neben der Straße von Azzun nach Jayus und war Spielplatz für viele Kinder aus zahlreichen umliegenden Dörfern. Die Kosten in Höhe von 200.000 US$ für den Park, der einmalig ist in der Region, wurden hauptsächlich von USAID über YMCA finanziert, sowie zu einem kleineren Teil durch das Dorf Azzun.
Die israelische Armee rechtfertigt den Abriss, indem sie auf die fehlende Baugenehmigung verweist. Das Gelände liegt in der sog. Zone C, welche unter israelischer Zivil- und Militärkontrolle steht. Baugenehmigungen in diesem Gebiet sind so gut wie unmöglich zu erhalten, selbst wenn es sich um palästinensisches Privatland handelt. Die IOF hat mehrmals den Weiterbau des Vergnügungsparks untersagt. Doch bestärkt durch die Überzeugung, dass es sich bei dem Grundstück um palästinensisches Privatland handelt, bauten die Bewohner Azzuns weiter.
Am Morgen des 22. Februars 2006 rückten israelische Bulldozer und Soldaen an und zerstörten die Hälfte des Parks, darunter das Schwimmbad und die Umkleideräume. Zu diesem Zeitpunkt stand der Park, nach 18-monatiger Bauzeit, kurz vor seiner Fertigstellung.

Fast ein Jahr später liegt dieser Teil des Parks immer noch in Trümmern. Die andere Hälfte, darunter ein großer Spielplatz und ein Amphitheater, blieb bisher unberührt. Vor ca. einem Jahr erhielt der Gemeinderat Azzun einen Brief, welcher sie über den bevorstehenden Abriss des Parks informierte. Während die Begründung die gleiche blieb, teilten die israelischen Behörden mit, dass der Parkr auf der anderen Seite des Hügels gebaut werden könne. Doch die Erschließung dieses Geländes wäre weitaus kostspieliger und für Gäste wesentlich schwieriger zu erreichen.
Die Frage ist nun, ob der geplante Abriss noch abgewendet werden kann. Eine israelische Anwältin, die mit der Gemeinde Azzuns zusammen arbeitet, konnte einen Teilerfolg verbuchen, indem er den Abriss auf den 15. März 2008 verschieben ließ. Mit der Hoffnung doch noch eine Baugenehmigung zu bekommen, soll der Fall nun vor das oberste israelische Gericht gebracht werden. Der Vergnügungspark bietet nicht nur Zeitvertreib und Spaß für die Kinder der Region. Besonders in einer Gegend anhaltender Militärinvasionen, Straßensperren, Ausgangsperren und Enteignung palästinensischen Landes durch die Apartheidmauer, wurde der Vergnügungspark zu einem Symbol der Hoffnung in düsteren Zeiten.






























Dezember 11th, 2007 at 14:59
Es ist fast unmöglich, all die Verbrechen der Zionisten, die tagtäglich begangen werden,
überhaupt wahrzunehmen. Wir, die wir sie tagtäglich in den alternativen Medien verfolgen, die wir teilweise seit Jahrzehnten mit Demonstrationen, Flugblättern, Reden, Broschüren, Plakaten, Aufrufen und Briefen dagegen protestiert haben, werden von Wut und - leider zu oft - von Ohnmacht ergriffen, zumal alle “unsere” Regierungen, die Verbrechen der Zionisten decken, fördern und verschweigen. Ist es ein Wunder, dass sie sich immer sicherer fühlen, dass sie von Tag zu Tag gewalttätiger werden, das KZ “GAZA” zu einem Platz machen, der Dantes Inferno gleicht? Nun ja, der Zionistenstaat ist ja auch das einzige Land, in dem regelmässig Kriegsverbrecher mit grosser Mehrheit in die höchsten Ämter gewählt werden.
Und jener “Staat” hat schliesslich auch eine Armee, deren Soldaten mit grosser Mehrheit - wie deren Vorbild, die US-Armee - mit grosser Begeisterung und Lust jede Art Übergriffe gegen die Palästinenser - von Bombardierungen, Hauszerstörungen, Mord, Totschlag bis hin zu Vegwaltigungen - durchführen, natürlch auf höheren Befehl.
Wie Liebermann angesichts der Nazi-Übergriffe einmal sagte: Man kann gar nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.
Trotz allem - uns bleibt nur, mit der bisherigen Arbeit fortzufahren. Mit Mut und Zuversicht in - beinahe hätte ich ‘höhere Gerechtigkeit’ geschrieben - das Gerechtigkeitsgefühl der
Menschheit.
Einar Schlereth