Zahlreiche Verletzte und Verhaftete bei gewaltlosen Demonstrationen in der Westbank
Vier Demonstranten verwundet und zwei verhaftet auf Bil’in-Demonstration
Im Anschluss an das Freitagsgebet setzte sich im palästinensischen Bil’in die Demonstration aus palästinensischen, israelischen und ausländischen Friedensaktivisten in Gang. Die Demonstranten trugen Fahnen und Transparente, die den 20. Geburtstag der ersten Intifada zum Thema hatten. Die Forderungen der Demonstration waren, der Abriss der Aprtheidmauer und israelischer Siedlungen, der Abbau von Armee-Checkpoints und die Freilassung palästinensischer Gefangene aus israelischen Gefängnissen.
Die israelische Armee errichtete Straßensperren aus Stacheldraht, um die Demonstranten davon abzuhalten das Baugelände der Mauer zu erreichen. Trotzdem schafften es die Demonstranten den Ort zu erreichen und ca. eine Stunde lang zu demonstrieren. Als der Demonstrationszug auf dem Weg zurück war, überzog das israelische Militär die friedlichen Demonstranten mit Tränengas- und Schallgranaten, sowie gummiummantelten Stahlgeschossen.
Einige der Demonstranten wurden von israelischen Soldaten bis zu ihren Wohnhäusern verfolgt. Soldaten feuerten außerdem Granaten auf das Haus von Na’eem und Auni Burnat.
Viele Demonstranten, darunter auch kleine Kinder, erlitten Verletzungen durch die Einatmung von Tränengas. Vier Demonstranten wurden von Soldaten verprügelt, darunter eine weibliche Friedensaktivistin, ein Journalist und ein älterer Mann. Zwei Israelis, der Journalist David Reep und der israelische Friedensaktivist Shmuel wurden verhaftet, wenig später aber wieder freigelassen.
Drei Verletzte bei friedlichem Protest nahe Ramallah
Zum zweiten Mal in Folge fanden sich die Bewohner Beit U’r al-Tahta, Beit U’r al-Fouqa, Beit Seera, Beit Liqia, al-Teerah und Safas zusammen, um mit der Unterstützung israelischer und ausländischer Friedensaktivisten friedlich zu demonstrieren. Ihr Protest richtete sich gegen die Absperrung der Straße Latrun-Ramallah (443). Die Straße verläuft durch privates palästinensischer Land und verbindet die Dörfer mit Ramallah.
Der Protest begann nach dem wöchentlichen Freitagsgebet. Demonstranten trugen Fahnen und Transparente, auf denen sie ein Ende der Diskriminierung und die Aufgabe von Checkpoints und Straßensperren forderten. Themen der Demonstration waren außerdem die israelische Apartheidmauer und die völkerrechtswidrigen israelischen Siedlungen.
Als der Demonstrationszug die Straße erreichte, attackierten israelische Soldaten die gewaltlosen Demonstranten mit Tränengas und Schallgranaten und schossen mit gummiummantelten Stahlgeschossen. Während dutzende Demonstranten unter dem Tränengas litten, wurden drei Kinder durch Gummigeschosse verletzt.
Kollektivstrafen während der Demonstration in Um Salamona
Dutzende Palästinenser, Israelis und ausländische Friedensaktivisten versammelten sich am Freitag an der Kreuzung nahe Um Salamonas. Die Demonstranten zogen zur Straße in Richtung der illegalen jüdischen Siedlung Efrat und protestierten gegen den Bau der israelischen Apartheidmauer auf palästinensischem Land.
Während Slogans gegen die Besatzung gerufen wurden und die Demonstranten entlang der Straße marschierten, erschienen dutzende israelische Soldaten und Polizisten. Kurz vor dem Eingang der Siedlung Efrat wurde der Demonstrationszug aufgehalten. Das israelische Militär erklärte die Gegend zum militärischen Sperrgebiet und drängte die Demonstranten gewaltsam von der Straße.
Die israelische Armee erklärte anschließend, dass zur Strafe nun jeglicher palästinensische Verkehr auf der Straße verboten sei. Armeefahrzeuge blockierten den Weg für alle palästinensischen Fahrzeuge, während israelische Autos ungestört weiterfahren konnten.
Später kam es wiederholt zu körperlicher Gewalt gegen die friedlichen Demonstranten. Einige palästinensische Photografen wurden festgenommen, später aber wieder freigelassen.
Quellen: The Bilin Friends of Freedom and Justice societ, Indymedia






























Dezember 9th, 2007 at 17:34
Jedes Volk unterteilt sich sich in Viertel-, Halb- und Vollidioten. Offenbar gehören die Damen und Herren Friedensaktivisten zur letzten Gruppe.