Die jüdische Organisation Yemin Yehuda hat mit dem Bau von 200 Wohnungen in der Siedlung Shimon Hatzaddik im Ostjerusalemer Viertel Sheikh Jarra begonnen. Im Zuge der Bauarbeiten sollen dutzende palästinensische Wohnhäuser abgerissen werden.Nach Beendigung der Bauarbeiten werden die nördlichen palästinensischen Stadtteile Jerusalem völlig von der Altstadt abgeschnitten sein. Der Knessetabgeordnete Benny Elon begrüßte den Plan und sagte, dies werde eine zusammenhänge jüdische Präsenz um die Altstadt herum schaffen, wo jetzt noch mehrheitlich Palästinenser leben. (more…)
Dienstagnacht und Mittwochmorgen starben im Gazastreifen drei weitere schwerkranke Patienten, nachdem ihnen Israel die Ausreise für medizinische Behandlung verwehrte. Damit steigt die Gesamtzahl der medizinischen Opfer der israelischen Belagerung auf 86.Am Dienstag starb das eineinhalb-jährige Kleinkind Abdul Karim Abu Hamda, nachdem israelische Behörden ihm die Ausreise, um medinzinische Benhandlung im Ausland zu bekommen, verwehrten. Einige Tage zuvor starb bereits sein Zwillingsbruder aus den selben Gründen. (more…)
Heute Morgen gegen 10:30 Uhr griffen Bewohner der illegalen israelischen Siedler Bei Hadassa (Hebron) ihre palästinensischen Nachbarn mit Steinen, Flaschen, Schmutzwasser und Urinbeuteln an. Der Angriff dauerte ca. eineinhalb Stunden.
Ladenbesitzer im Viertel Bab Iz-Zawiyye berichteten, dass zahlreiche Jugendliche begannen sie mit Gegenständen zu bewerfen. Als die Ladenbesitzer auf israelische Soldaten zugingen, um ihnen von dem Vorfall zu berichten, erwiderten diese, dass die Siedler das Recht hätten sich hier aufzuhalten und tun könnten was sie wollen. (more…)
Geschichten unter Belagerung 2: Beit Hanoun, nördlicher Gazastreifen
Wann auch immer er an seiner Haustür steht oder aus einem der Fenster im Obergeschoss schaut, Jamal Swailem kann deutlich den Grenzübergang Erez sehen. Sein Haus liegt nur 400 Meter von Erez entfernt, nah genug um Fußgänger zu erkennen, die durch den Übergang nach Gaza laufen. Es ist auch nah genug, dass die Israelische Besatzungsarmee (IOF) jede Bewegung der Familie Swailem erkennen kann.
Angestellte des Hilfswerks der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) traten am Montag in verschiedenen arabischen Ländern in einen symbolischen einstündigen Streik.Der Sprecher der Gewerkschaft der arabischen UNRWA-Angestellten in der Westbank, Basim Abu Jnaid, sagte, dass die humanitären Bedingungen im Gazastreifen einen nicht akzeptierbaren Tiefpunkt erreicht hätten, da die Bewohner nicht einmal Zugang zu Medikamenten, Nahrungsmittel und Strom haben. (more…)
Yona Metzger, Oberrabbiner der Aschkenazim in Israel, rief in einem Interview mit dem British Weekly am Montag dazu auf Millionen Palästinenser in die Wüste Sinai zu vertreiben. „Bring all die armen Menschen aus Gaza in ein wundervolles modernes Land mit Zügen, Bussen und Autos, wie in Arizona in Amerika. Das wird eine Lösung für die armen Menschen sein.“
Man könne die Wüste in den „schnönsten und brilliantesten“ Ort der Erde verwandeln, so Metzger. Metzger sprach davon, die Frage nun dem israelischen Premierminister Ehud Olmert diskutieren zu wollen, nachdem er sich den Plan in den letzten zwei Wochen ausgedacht habe. Er sei sich sicher, dass die Idee große Zustimmung in der israelischen Bevölkerung finden werde.
1.500 Palästinenser kündigten für Mittwoch den Beginn eines Hungerstreiks in der ägyptischen Grenzstadt Al-Arish an, falls ihnen die ägyptischen Behörden nicht erlauben sollten das Land zu verlassen.Bei vielen der Palästinensern handelt es sich um chronisch Kranke, Studenten, welche im Ausland studieren und Arbeiter, die in anderen Ländern arbeiten. Zurzeit halten sie sich in zwei Moscheen der Stadt auf.
Der Durchbruch der Grenze zu Ägypten, der den Menschen in Gaza gelungen ist wird auf vielerlei Weise eingeordnet: sei es die wahrhaft dumme und polarisierte Variante „islamistische Extremisten“ der Hamas seien es zu tausenden gewesen, oder sei es die auch die nicht weniger verkürzende “Gutmensch-Variante“, dies sei nur ein Akt der Verzweifelten auf Nahrungssuche. Doch je mehr man den Hintergrund dieses massenhaften zivilen Ungehorsams betrachtet, desto klarer wird, dass dies viel mehr ist als das eine oder das andere. (more…)
Am Freitag, dem 25. Januar erschoss die israelische Armee den 18-jährigen Schüler Mahmoud Awwad im Dorf Beit Ummar nahe Hebron.Die Armee drang gegen 11.30 Uhr in das Dorf ein, einen Tag nachdem zwei palästinensische Männer drei Siedler in der Siedlung Kfar Etzion mit einem Messer angegriffen hatten. Beide Männer wurden im Anschluss von israelische Soldaten erschossen.
„Ich sah Menschen durch die Luft fliegen und Körper die in Stücke zerteilt wurde. Aber dies ist mein Schicksal. Ich sorge mich nur um meine Familie, denn ich war der einzige, der arbeitete, um uns zu unterstützen.“
Moin Ali Mahmud al-Wadiya arbeitete in der Gegend von al-Zayton östlich von Gaza-Stadt, als die israelische Besatzungsarmee am 15. Januar in die Stadt einrückte. Der 48-jährige Mechaniker versuchte dem schweren Beschuss der Armee zu entkommen, doch als er stoppte, um einen schwer Verwundeten in Sicherheit zu bringen, explodierte der Boden unter ihm. Als er im al-Shifa Krankenhaus in Gaza-Stadt wieder zu sich kam, hatte er seinen linken Fuß verloren, sein rechtes Bein war zertrümmert und sein Bauch mit schweren Schnittwunden übersäht. (more…)
Ahmad Yousef, politischer Ratgeber des abgesetzten palästinensischen Premierministers Isma’il Haniyeh, beschrieb die Flut von Palästinensern vom Gazastreifen nach Ägypten als die dritte palästinensische Intifada und eine Warnung, dass die israelische Belagerung, den Menschen von Gaza nicht ein weiteres Mal aufgezwungen werden könnte.
Diese Bewegung könnte zu einem „Aufstand für Würde und ein Ende der Belagerung“ werden. Die nächste Stufe, so Yousef, könnte bedeutete, dass tausende alästinenser in Richtung des israelisch kontrollierten Grenzübergang Erez marschieren, um die internationale Gemeinschaft zu zwingen, ihre Verpflichtungen für ein Ende des Embargos zu erfüllen.
Folter, keine ärztliche Behandlung, unzureichende Nahrung – ein Anwalt der Gesellschaft für palästinensische Gefangene besuchte am 23. Januar das israelische Gefängnis Hasahron und traf sich dort mit einer Reihe von minderjährigen palästinensischen Gefangenen. Nun berichtet er über die unmenschliche Haftbedingungen, denen die Kinder und Jugendliche dort ausgesetzt sind.Leila Al-Bukhari, eine weibliche Gefangene wurde am 29.Juni 2002 vom israelischen Militär verschleppt und zu acht Jahren Haft verurteilt. Sie informierte den Anwalt, dass weibliche und minderjährige Inhaftierte im Gefängnis Hasharon unter anhaltender israelischer Gewalt und immer schlechter werdenden Haftbedingungen zu leiden haben. (more…)
Am Freitag, dem 25. Januar demonstrierten ca. einhundert Palästinenser, Israelis und ausländische Aktivisten gegen die israelische Belagerung des Gazastreifens und den Bau der Mauer. Acht Israelis und Palästinenser wurden durch Schläge und Gummigeschosse verletzt. Drei Palästinenser und ein Amerikaner wurden von israelischen Soldaten verschleppt. (more…)
In mehreren europäischen Städten, Israel und Kanada trafen sich am Samstag Tausende, um gegen die anhaltende israelische Belagerung des Gazastreifens zu protestieren.Ca. 5000 Menschen demonstrierten vor dem Wohnhaus des britischen Premiers Gordon Brown in London und forderten ein sofortiges Ende der brutalen israelischen Blockade. Unter den Demonstranten befanden sich viele Ärzte und Sanitäter, die auf die über 70 verstorbenen Patienten aufmerksam machten, die auf Grund der Blockade nicht die nötige medizinische Behandlung bekommen konnten. (more…)
Bethlehem - Ma’an - Schätzungsweise 2.000 Menschen demonstrierten am Samstag im Zuge einer von israelischen Friedensgruppen iniziierten Kampagne am Erez-Übergang nach Gaza für ein Ende der israelischen, den Gazastreifen lähmenden Belagerung.In einer Geste der Solidarität mit den belagerten Einwohnern Gazas lieferten die Gruppen zwei Lastwagenfuhren voll Lebensmittel und anderer Grundversorgungsgüter an. Die Israelische Armee kündigte an, die Lieferung am Sonntag nach Gaza durchzulassen, verweigerte jedoch vehement den Durchgang für jegliche mit dem Konvoi in Verbindung stehende Personen. (more…)
Vergangene Nacht starben zwei weitere palästinensische Patienten, nachdem ihnen israelische Behörden die Ausreise, um medizinische Behandlung in Anspruch zu nehmen, verwehrten. Insgesamt starben somit 83 palästinensische Patienten, darunter 16 Kinder, auf Grund der anhaltenden israelischen Belagerung und Blockade der Küstenregion.Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtete, bei den Ofpern handele es sich um Mislih Mohammed Qalja und den 10-jährigen Fatin Majdi Al-Hafnawi. (more…)
Heute um 14 Uhr endete das ägyptische Ultimatum zur Schließung der Grenze in den Gazastreifen. Hunderte ägyptische Sicherheitskräfte versuchten die Palästinenser zurück in den belagerten Gazastreifen zu drängen, doch tausende Palästinenser wehrten sich und die Grenze blieb offen.Im Laufe des Tages war die Schließung der Grenze bereits mehrfach über Lautsprecher angekündigt wurden. Ägyptische Sicherheitskräfte wurden überall entlang der Grenze positioniert und versuchten tausende Palästinenser mit Wasserwerfern und dem Androhen von Gewalt zurückzudrängen. (more…)