Sieben Verletzte auf wöchentlicher Anti-Apartheid-Demo
Am Freitag, dem 4. Januar demonstrierten dutzende Palästinenser, Israelis und ausländische Friedensaktivisten gegen das System israelischer Apartheidstraßen in der Westbank.
Ca. 150 Israelis machten sich in Tel Aviv, Jerusalem und anderen Teilen des Landes auf den Weg in Richtung Apartheidstraße 443, nahe Ramallah. Die israelische Polizei errichtete im Vorfeld zahlreiche Kontrollpunkte, um die israelischen Aktivisten aufzuhalten. Ca. die hälfte von ihnen konnte den Demonstrationsort trotzdem erreichen.

Fahrzeuge der Polizei und des israelischen Geheimdienstes erwarteten die Demonstranten bereits in Tel Aviv und folgten ihren Bus. Innerhalb der Westbank errichteten sie dann zusammen mit der israelischen Armee Straßensperren und konnten so den Bus aufhalten.
Die israelischen Demonstranten stiegen aus dem Bus aus und demonstrierten an der errichteten Straßensperre. Die israelische Polizei reagierte mit körperlicher Gewalt gegen die Demonstranten, einige wurden für bis zu vier Stunden festgesetzt und verhört.

Der gemeinsamen Demonstration gegen Apartheidstraße 443, die auf enteignetem palästinensischem Land verläuft und für Palästinenser gesperrt ist, wurde ebenfalls mit massiver Gewalt begegnet. Soldaten schossen Schallgranaten, Tränengas und gummiummantelte Stahlgeschosse auf die friedlichen Demonstranten. Sieben Menschen wurden dabei verletzt, zwei mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

siehe auch: 10 Verletzte bei Demonstrationen nahe Ramallah





























