Gewaltoser Widerstand und internationale Solidarität mit Palästina 2007
Das Volkskomitee gegen die Mauer zeigt in einem neuen Bericht die Folgen der Besatzung im vergangenen Jahr auf. Neben dem Bau der Apartheidsmauer und dem anhaltenden Siedlungbau beschäftigt sich der Bericht mit dem gewaltlosen Widerstand in Palästina und Formen der Solidarität mit dem palästinensischen Volk weltweit.
Der gewatlose Widerstand in palästinensischen Dörfern und Städten hat demnach im vergangenen Jahr zugenommen. In dutzenden Dörfern um Ramallah, Bethlehem und anderen palästinensischen Städten fanden wöchentlich Demonstrationen gegen den Bau von Mauer und Siedlungen statt.
Zwei der bedeutendsten Beispiele gewaltlosen Widerstandes sind die Proteste in den Dörfern Bil’in und Budrus, nahe Ramallah. Zusammen mit ausländischen und israelischen Friedensaktivisten wurde dort wöchentlich gegen die Mauer und den Siedlungsbau protestiert. Fast jede einzelne Demonstration stieß auf brutale Angriffe der israelischen Armee.
In Gedenken an den sog. Tag des Landes (eine friedliche Demonstration bei der die israelische Armee 1976 sechs Palästinenser erschoss und Hunderte verwundete und verschleppte) fanden am 30. März ebenso Demonstrationen statt, wie zum 59. Geburtstag der Nakba (der Vertreibung von 800.000 Palästinenser während der Gründungszeit Israels). Unterstützt wurden die Demonstrationen durch zahlreichen nationale und islamische Institutionen, Nichtregierungsorganisationen und der Koalition zur Verteidigung der Rechte von Flüchtlingen.
2007 wurde die erste nationale Konferenz zum Boykott Israels, als eine weitere Strategie des zivilen und öffentlichen Protestes gegen die israelische Besatzung, abgehalten. Das Volkskomitee gegen die Mauer organisierte zusammen mit einem Netzwerk palästinensischer Nichtregierungsorganisationen einen akademischen Boykott gegen Israel und rief zu einer Initiative zur Verteidigung der Palästinenser in den besetzten Gebieten und auf den Golan-Höhen auf.
Die nationale palästinensische Gewerkschaft erklärte ebenso eine Boykottkampagne gegen Israel und rief ausländische Gewerkschaften in arabischen und anderen Ländern dazu auf, sich ihr anzuschließen.
Französische Solidaritätsorganisationen brachten in Frankreich eine Klage gegen die französischen Firmen Velia und Alstom ein. Beide sind in den Bau der Mauer und in den Bau einer Bahnverbindung durch palästinensische Dörfer, die illegale israelischen Siedlungen mit Jerusalem verbinden soll, involviert.
Die Vereinigung britischer Universitätsdozenten entschied sich dazu einen akademischen Boykott gegen Israel durchzuführen. Der Boykott wandte sich gegen die anhaltende Besatzung und israelischen Rassismus gegenüber der palästinensischen Bevölkerung.
Die größte britische Gewerkschaft UNISON, die sowohl Beschäftigte im privaten als auch im öffentlichen Sektor vertritt, entschied sich ebenso zu einem wirtschaftlichen Boykott gegen Israel. Die Gewerkschaft britischer Transportarbeiter setzte einen Boykott israelischer Waren durch und organisierte die Solidaritätskampagne „Palestine-Britain“. Freunde der Kampagne riefen zum Ausschluss israelischer Sportmannschaften von Weltmeisterschaften in Europa auf.
Die Freunde der Al-Aqsa Stiftung in Groß Britannien verlangten einen vollständigen Boykott aller israelischer Produkte, zusätzlich zum Boykott Israels bei europäischen Sportveranstaltungen.
Die Koalition für Gerechtigkeit im Nahen Osten – New York organisierte eine Kampagne für den Boykott des israelischen Geschäftsmannes und Diamantenhändlers Lev Leviev (auch bekannt als der reichste Mann Israels). Lev Leviev unterstützt den völkerrechtswidrigen israelischen Siedlungsbau und finanziert ihn selbst massiv mit.
Auch die kanadische Arbeiterpartei riefzum Boykott Israels auf.
Quelle: IMEMC





























