Soldaten benutzen Schlafzimmer als Scharfschützenposition

Am Donnerstagnachmittag drangen Fahrzeuge und 6-8 Soldaten der israelischen Armee in das Dorf Azzoun ein. Rauch- und Schallgranaten wurden in verschiedene Häuser geworfen und schließlich die Wohnung einer palästinensischen Familie besetzt.
Die Bewohner, bestehend aus Mann und Frau und einer älteren Mutter, betraten ihre Wohnung zusammen mit zwei Menschenrechtsbeobachtern (HRWs). Dabei fanden sie drei schwer bewaffnete Soldaten vor, welche ihr Schlafzimmer als Scharfschützenposition benutzten. Aus diesem Zimmer konnte man das ganze Dorfzentrum überblicken.
Die Soldaten sperrten die Familie und HRWs für ca. eine Stunde in das einen anderen Raum der Wohnung. Als die HRWs den Kommandeur nach dem Grund des Angriffes und der Besetzung des Hauses fragten, begründete er dies mit vorangegangenem Werfen von Steinen und eines Molotowcocktails auf ein israelisches Fahrzeug. Der Soldat konnte weder genauer Details zu diesem angeblichen Vorfall oder Beweise dafür liefern.
Den HRWs wurde mehrere Male mit Verhaftung gedroht. Als die Soldaten letztendlich das Haus verließen, drohte der israelische Kommandeur den HRWs ein weiteres Mal: „Ich schwöre zu Gott, verarsch mich nicht. Sag diesen ‚armen’ Menschen, dass beim nächsten Mal, wenn ein Kind einen Stein auf die Straße wirft, das nächste Mal wenn wir das Dorf betreteten, wird es mit Toten enden. Glaube mir!“
Er fügte hinzu: „Ich bin ein guter Scharfschütze, ich wurde dafür ausgebildet. Ich hatte neulich einen guten Schuss.” (Bezug nehmend auf die Verwundung zweier Jungs eine Woche zuvor)
Gegen 18:00 Uhr konnten die HRWs Schüsse nahe des Stadtzentrums hören. Als die HRWs näher kamen, entdeckten sie eine Gruppe aus vier bis sechs Soldaten, die auf Dächer von Häusern und vor Autos schossen und ihre Waffen auf die HRWs richteten.




























