22 Tote, 71 Verwundete durch israelische Angriffe vergangene Woche
In der Woche vom 17.-23. Januar tötete das israelische Militär 22 Palästinenser und verletzte weitere 71. Der heute veröffentlichte Wochenbericht des palästinensischen Zentrums für Menschenrechte berichtet weiter, dass sieben der Opfer durch sog. „extra-legale Tötungen“ umkamen, darunter zwei Frauen. Unter den Verletzten befanden sich 24 Kinder und drei Frauen. In einem Fall verwandelte die israelische Armee eine Hochzeitsfeier in eine Tragödie, als
sie die Tante des Bräutigams tötete.
Israelische Angriffe in der Westbank
Israelische Truppen rückten im Berichtszeitraum 33-mal in palästinensischen Städte und Dörfer in der Westbank ein. Dabei verschleppten sie 58 Zivilisten, darunter sieben Kinder.
Am 18. Januar 2008 tötete die israelische Armee einen Palästinenser und verwundete zwei weitere, darunter ein Kind. Der Vorfall ereignete sich im Flüchtlingslager Balata, östlich von Nablus, als die Armee das Haus von Ali Mohammad al-Qar’ani belagerte. Die Soldaten eröffneten das Feuer auf das Haus und forderten die Bewohner per Megaphone auf, das Haus zu verlassen. Der 3-jährige Mohammad Ali al-Qar’ani wurde dabei von einem Schrapnell verwundet.
Der 21-jährige Ahmad Mohammad Snaqa, Mitglied des palästinensischen Widerstandes, lieferte sich Schusswechsel mit israelischen Soldaten. Er starb durch sieben Schüsse in Kopf, Brust und Beine. Ein weiterer Mann wurde verwundet und vier Zivilisten von israelischen Truppen verschleppt.
Am 20. Januar 2008 starb ein Palästinenser durch israelisches Feuer östlich von Tulkarem.
Am 23. Januar 2008 starb ein palästinensischer Zivilist aus Nablus an Schussverletzungen, die er einige Wochen zuvor erlitt. Drei palästinensische Zivilisten wurden verwundet, als die israelische Armee gewaltsam eine friedliche Demonstration im Dorf Bil’in auflöste.
Israelische Angriffe im Gazastreifen
Die israelische Armee rückte vergangene Woche insgesamt fünfmal in den Gazastreifen ein. Dabei wurden 32 palästinenische Zivilisten verschleppt, darunter drei Kinder.
Am 22. Januar rückten israelische Truppen in das Dorf al-Shouka, östlich von Rafah, ein und lieferten sich Schusswechsel mit Kämpfern des palästinensischen Widerstandes. Der 25-jährige Yahia Suleiman al-Bayouk starb durch einen Kopfschuss.
Im Berichtszeitraum führte Israel vier “extra-legale Tötungen” durch. Sieben Palästinenser verloren dabei ihr Leben, darunter drei Unbeteiligte. Drei Weitere wurden verwundet.
Am 17. Januar 2008 feuerte ein israelische Flugzeug zwei Rakteten auf ein Auto im nördliche Gazastreifen. Die beiden Insassen wurden getötet. Später konnten sie als der 30-jährige Ra’ad Shihda Abu Fuol, Mitglied der al-Quds Brigaden und seine 35-jährige Nachbarin Fatheya Yusef al-Hassoumi identifiziert werden.





























