Israelische Soldaten verprügeln und verschleppen geistig Behinderten
Am Donnerstagnachmittag drangen Truppen der israelischen Armee und Grenzpolizei in die palästinensischen Dörfer Azzoun und Izbat At-Tabib ein. Ein 18-jähriger palästinensischer Jung wurde angeschossen, sowie ein geistig Behinderter schwer verprügelt und anschließend verschleppt. Gegen 15 Uhr drangen drei Fahrzeuge der israelischen Armee in das Dorf Azzoun ein, während ein weiteres Fahrzeug die Zufahrtstraße zum Ort blockierte. Die Soldaten fuhren durch das ganze Dorf und riefen eine Ausgangsperre aus. Zu diesem Zeitpunkt, sowie einige Stunden später wurden einige junge Männer von israelischen Soldaten gefangen genommen.
Als Menschenrechtsbeobachter den Ort erreichten und versuchten die Vorfälle mit Videokameras zu dokumentieren, wurden sie von den Soldaten beschimpft und mit vorgehaltenen Waffen bedroht ihnen nicht zu folgen.
Sechs israelische Soldaten begannen dann mit scharfer Munition wahllos herum zu schießen. Dabei wurde der 18-jährige Mahmoud Mohammad Zakiradwan ins Bein geschossen. Er wurde vom Palästinensischen Roten Halbmond in ein Krankenhaus in Qalqilya gebracht.
Anschließend liefen die Soldaten weiter die Straßen im Zentrum des Ortes auf und ab und schienen eine Gelegenheit zu suchen auf Steine werfende Jugendliche zu schießen. Gegen 17:30 Uhr verließ das Militär schließlich den Ort wieder.
Am selben Tag gegen 14:30 Uhr drangen israelische Grenzpolizisten in die nahe gelegene Stadt Izbat At-Tabib ein. Der geistig Behinderte Hamad Assad Tabib wurde von Polizisten zusammengeschlagen, während er auf einem Stück Land nahe der Apartheidmauer arbeitete. Anschließend wurde er mit unbekanntem Aufenthaltsort verschleppt.





























