Armee missbraucht palästinensisches Dorf als Trainingsgelände

Am Montag, dem 4. Februar drangen israelische Soldaten in das Dorf Deir Istiya ein und besetzten ein palästinensisches Wohnhaus. Bereits am 24. und 25. Januar 2008 rückten israelische Truppen ohne ersichtlichen Grund in das Dorf ein.Gegen 7 Uhr betraten israelische Soldaten das Dorf und besetzten ein mehrstöckiges bewohntes Haus. Internationalen Menschenrechtsbeobachtern gelang es in das Haus und zu der verängstigten Familie vorzudringen und für die Dauer der Besetzung bei ihr zu bleiben.
Für die nächsten 24 Stunden waren stets mindestens neun israelische Soldaten im Haus, ohne einen erkennbaren Grund oder irgendwelche Aktivitäten zu verrichten. Als Grund für ihre Präsenz gaben israelische Soldaten „Sicherheitsgründe“ an.
Gegen Dienstag 16 Uhr wurden Soldaten gesehen, die mehrere Pappfiguren mit sich trugen, welche vermutlich für Trainingszwecke bestimmt waren.
Die sich wiederholenden sinnlosen Invasionen und Hausbesetzungen des israelischen Militärs lassen Dorfbewohner und Menschenrechtsbeobachter vermuten, dass die israelische Armee das Dorf Deit Istiya als Trainingsgelände missbraucht.
Trainingsmanöver in palästinensischen Dörfern, inklusive vorgetäuschter Hubschraubenangriffe und Schießen mit scharfer Munition, waren lange Zeit gängige Praxis der israelischen Armee. Nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Yesh Din wurden diese zumindest offiziell im März 2007 eingestellt.






























