B’Tselem verurteilt israelische Tötung eines geistig Behinderten
Die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem rief zu einer Untersuchung der Tötung eines geistig behinderten Palästinensers auf, welcher am Donnerstag von israelischen Soldaten angeschossen wurde und später im Krankenhaus verstarb. Die Nachbarn des Opfers berichteten, dass israelische Truppen am 7. Februar vor Sonnenaufgang in die Stadt Qabatya eindrangen, um ein Mitglied des Islamischen Jihad festzunehmen.Während Soldaten einen Hinterhalt vorbereiteten, verließ der 56-jährige geistig behinderte Mann Taysir Zahal sein Haus. Soldaten schossen drei Kugeln in Nazals Bein, berichtete der Verwandte und Nachbar Omar al-Sohu.
„Sie haben ihn nicht aufgefordert anzuhalten and als er getroffen war, ließen sie ihn eine halbe Stunde lang liegen. Dann kamen zwei Soldaten und begannen mit ihm auf arabisch zu sprechen“, sagte al-Sohu.
Zwar unterzog sich Nazal mehreren Operationen, wobei einen Teil seines Beines amputiert wurde, doch erlag er am Donnerstag seine Verletzungen.
B’Tselem forderte eine militärische Untersuchung: „Nach unseren Nachforschungen ergibt sich ein Muster, ein gewisser Standard […]. Das bedeutet Soldaten schießen sobald sich eine Tür öffnet oder wenn sie annehmen jemand würde versuchen zu fliehen. Tatsächlich handeln sie ohne jegliche Notwehr“, sage B’Tselem-Sprecherin Sarit Michaeli.
In den vergangen Jahren haben israelische Soldaten mehrere geistig Behinderte getötet.





























