“Hat dein unschuldiges Lachen die Welt verletzt?”
Der fünf Monate alte Mohamamd Nasser Al-Bur’i schlief im Bett seiner Eltern, als die israelische Rakete, gerichtet auf das Gebäude des Innenministeriums in Gaza-Stadt, am Mittwochabend einschlug. Seine Mutter hatte gerade den Raum verlassen, als die dünne Decke zusammenbrach und Mohammad im Staub, der das Haus erfüllte, erstickte.
Wenige Stunden bevor Mohammad getötet wurde, fotografrierte sein Vater ihn. Dieses Bild, ein Gitterbett und ein Laufgestell sind die einzigen Erinnerungen seiner Eltern an das kurze Leben ihres Sohnes.
Mohammad war das einzige Kind von Eman und Nasser Al-Bur’i. Sieben Jahre waren sie verheiratet bis ihr lang ersehntes Kind geboren wurde.
Seine Großmutter Um Nasser, die es nicht glauben kann, sagte: “Können sie wirklich ein Baby in seinem Bett getötet haben? Möge Gott uns ausreichend Geduld geben, mit der zionistischen Unterdrückung und dem Schweigen der Welt zurechtzukommen.”
Von ihrem Kummer überwältigt klagte sie: “Mohammad mein Baby, warum haben sie dich getötet? Hast du Raketen auf sie geschossen? Hat dein unschuldiges Lachen die Welt verletzt?”
von Khadra Hamda für Ma’an News/ Video: Al-Jazeera






























März 3rd, 2008 at 00:13
Interessant ist, dass
1) Durch die genaue Beschreibung der “Todesursache” eines Opfers die unmenschliche “Zahl” der Toten individualisiert wird, sprich es wird die grausame Politik Israels besser veranschaulicht an Hand eines einzelnen Beispiels.
2) Dadurch, dass die “Todesursache” des Babys genau benannt wird, es für politische Zwecke instrumentalisiert und dadurch gleichzeitig endindividualisiert wird.
Ich wollte nur kurz auf diesen interessanten Gegensatz in der Berichterstattung aufmerksam machen, um zu verdeutlichen, in wie Weit eben diese der Würde des Menschen konträr gegenübersteht. Ich empfinde den Tod eines Menschen derart zu instrumentalisieren als Falsch. Vielleicht sollte die Redaktion, deren Nachrichten ich doch sonst “gern” (vielleicht das falsche Wort, es erzürnt einen immer aufs Neue) lese, dies reflektieren.
lg
März 3rd, 2008 at 07:17
dafür finde ich keine worte.
März 4th, 2008 at 09:59
“Was Blut kostet, ist gewiss kein Blut wert” (Lessing)