Wie Bush und Rice Gaza in den Bürgerkrieg stürzten
Das amerikanische Magazin Vanity Fair berichtet in seiner Online-Ausgabe, wie die amerikanische Regierung in den vergangenen zwei Jahren gezielt einen Bürgerkrieg in Gaza provozierte, umso die 2006 demokratische gewählte Hamas-Regierung zu stürzen. Bei den Monatelang anhaltenden Kämpfen kamen 2007 über 200 Palästinenser ums Leben.
In Berufung auf vertrauliche Regierungsdokumente zeigt der Autor David Rose, wie Präsident Georg W. Bush, Außenministerin Condoleeza Rice und der Nationale Sicherheitsberater Elliot Abrams gezielt Kräfte um Fatah-Poliker und den ehemaligen nationalen Sicherheitsberater des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und Anführer der Fatah in Gaza, Mohammad Dahlan mit Waffen und Training unterstützten.
Die Vanity Fair berichtet, dass trotz mehrerer Warnungen, die Bush-Regierung Präsident Abbas 2005 zu Parlamentswahlen gedrängt haben soll. Als diese dann, wie von vielen Beobachtern erwartet, zu Gunsten der Hamas entschieden wurden, soll der Sturz der Hamas vorbereitet worden sein.
Nachdem die Hamas die Wahlen am 25. Januar mit 56% gewann soll sich US-Außenministerin Rice zu erst an Abbas gewendet haben und auf schnelle Neuwahlen gedrängt haben: „Allein die Hamas zu isolieren funktioniere nicht, sagte sie zu Abbas und, dass Amerika von ihm erwarte die Haniya-Regierung so schnell wie möglich aufzulösen und neue Wahlen abzuhalten.“
Später, so der Bericht, habe der amerikanische Generalkonsul in Jerusalem, Jake Walles, bei einem Treffen mit Präsident Abbas die Forderungen nach dem Sturz der Hamas-Regierung erneuert und Fatah-Sicherheitskräften dafür materielle Unterstützung in Aussicht gestellt.
Die Vanity Fair zitiert Walles bei seinem Treffen mit Abbas mit: „Hamas soll vor eine klare Wahl gestellt werden, mit einer klaren Deadline: … entweder akzeptieren sie eine neue Regierung, die mit den Prinzipien des [Nahost-]Quartetts übereinstimmt, oder sie lehnen sie ab. … Sollte die Hamas nicht in der vorgegeben Zeit zustimmen, sollten Sie [an Abbas gerichtet] klar ihre Absicht zum Ausdruck bringen, den Ausnahmezustand auszurufen und eine neue Regierung zu formen…. Wenn Sie entlang dieser Linien handeln, werden wir Sie sowohl materiell als auch politisch unterstützen.“
Als Abbas scheinbar immer noch nicht in der gewünschten Weise reagierte, soll sich Außenministerin Rice direkt an den Nationalen Sicherheitsberater von Präsident Abbas, Mohammad Dahlan gewandt haben. Zu diesem, so der Bericht, seien bereits in den Jahren zuvor Kontakte geknüpft wurden: „Bush hat Dahlan in mindestens drei Fällen getroffen. Nach Gesprächen im Weißen Haus im Juli 2003, pries Bush Dahlan öffentlich als ‘einen guten, soliden Führer.’ Privat, sagen verschiedene israelische und amerikanische Offizielle, beschrieb ihn Präsident Bush als ‚unseren Mann.’ […] Dahlan arbeitete eng mit FBI und CIA zusammen und er entwickelte ein warmes Verhältnis zu CIA-Direktor George Tenet.”
Bei einem Treffen mit dem amerikanischen Sicherheitskoordinator für die Region Keith Dayton im November 2006, indem es um den Umbau der palästinensische Sicherheitskräfte ging, habe Dahlan dann gezielt Wünsche bzgl. amerikanischer Unterstützung äußern können. Ein Vertreter des amerikanischen Außenminsteriums bestätigte die amerikanische Unterstützung: „Diejenigen, die mit der Umsetzung der Politik beauftragt wurden, sagten: ‚Tu was immer es kostet.’ Wir müssen auf Seiten Fatahs stehen um die Hamas militärisch zu besiegen und nur Mohammad Dahlan hat die Arglist und die Muskeln das zu tun.“
Ende Dezember 2006 sollen dann mit der Zustimmung der israelischen Regierung 2.000 ägyptische Maschinengewehre, 20.000 Magazine und 2 Millionen Patronen zu Fatah-Sicherheitskräften in den Gazastreifen gebracht worden sein.
Der Bericht fährt fort, dass gleichzeitig das amerikanische Außenministerium den sog. „Plan B“ in Kraft setzte, der einerseits die Hamas vom Zugang zu den Sicherheitskräften der palästinensischen Autonomiebehörde abhalten sollte, andererseits die Sicherheitskräfte mit dem nötigen Training ausstattete, um Abbas „die Fähigkeiten zu geben die erforderlichen strategischen politischen Entscheidungen zu ergreifen.“ Dazu gehöre „die Auflösung des Kabinetts und die Etablierung eines Notstandskabinetts.“
Die Ziele von „Plan B“ wurden in einem Dokument namens „Ein Aktionsplan für die palästinensische Präsidentschaft“ von der Bush-Regierung zusammengefasst. Der Plan umfasste das Training von 15.000 Fatah-Sicherherheitskräften in Ägypten und Jordanien und die „notwendige Sicherheitsausrüstung“ im Wert von 1,5 Milliarden Dollar.
Am 30. April 2007 gelangten Teile des Planes über eine jordanische Tageszeitung an die Öffentlichkeit. Im Mai und Juni darauf brachen schließlich im Gazastreifen Kämpfe zwischen Fatah- und Hamas-Sicherheitskräften aus, die über 200 Menschen das Leben kosteten.
Während die Hamas die Regierung im Gazastreifen übernehmen konnten verschwand Mohammad Dahlan erst nach Ägypten und später nach Jordanien. Präsident Abbas löste die gewählte palästinensische Einheitsregierung auf und berief ein Notstandskabinett ein, welches bis heute ohne demokratische Legitimation aber mit amerikanischer Unterstützung im Amt ist.
David Wurmser, ehemaliger NahOst-Berater des amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney glaubt, so der Bericht, „dass die Hamas keine Absicht hatte Gaza zu übernehmen, bis Fatah sie dazu zwang … Es scheint mir, als ob das was passiert ist, weniger ein Hamas-Coup war, als mehr ein versuchter Coup der Fatah.“ In Hinblick auf die amerikanische Politik schließt er mit den Worten: „Es gibt ein verblüffendes Missverhältnis zwischen dem Ruf des Präsidenten nach Demokratie im Nahen Osten und seiner Politik. Sie läuft ihm direkt zu wider.”






























März 5th, 2008 at 13:16
Amerikas Plan der Zersplitterung zwischen Hamas u. Fatah
März 5th, 2008 at 21:44
Zersplitterung vom terroristischen Abschaum?
Sie haben doch beide das gleiche Ziel, die Vernichtung der Juden!
März 6th, 2008 at 15:22
Die Hamas sind ja keine Menschen, daher man darf sie ruhig töten, sie haben auch kein Recht sich zu verteidigen, also ganz ruhig sterben.
März 8th, 2008 at 22:10
genau wer wagt sich zu wehren will “die Vernichtung der Juden”
Komisch das Juden offenbar nur gut sind wenn weit weg in Palestina Semiten umbringen.
Und anstatt Juden im Iran umzubringen wollen sie nur Israelis umbringen wie seltsam.
Mai 31st, 2008 at 12:37
Aha willkürliche Kassamraketen auf Zivilisten nennt man jetzt Verteidigung.
Juli 16th, 2008 at 17:36
Warum wird Bush nicht vorm kriegsgericht gestellt er hat doch den bürgerkrieg angezündet mit seine afroniggerin. Ach ja stimmt ja bush darf das ja. Eine frage ist der bush nicht in einer gefährlichen SEKTE, dieser bastard
Juli 16th, 2008 at 19:20
weiter so !!!
wir kommen dem 3. weltkrieg immer näher