Demonstration gegen Abriegelungspolitik im Westjordanland

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Organisiert von der Stadtverwaltung Beit Furiks demonstrierten die Menschen für die Beseitigung des Checkpoints, der täglich ausschließlich von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends geöffnet ist, und außerhalb dieser Zeiten nur Krankenwagen passieren lässt. Es wird auch nur der Durchgang für Einwohner Beit Furiks und Beit Dajans gestattet, Besucher, ob Freunde oder Familienangehörige werden nicht ins Dorf gelassen. Wie der Bürgermeister Beit Furiks, Abu Hakeem erklärt, wird der Checkpoint häufig komplett geschlossen, sodass weder Einwohner der Dörfer noch medizinische Notfälle hindurch können.
Soldaten waren schnell zur Stelle und konfrontierten die Protestierenden.
Die Soldaten verlangten von den Demonstranten, sich von dem Checkpoint zu entfernen und das Filmen einzustellen. Der Checkpoint wurde daraufhin geschlossen und niemand durfte mehr passieren. Die Demonstranten hielten für über eine Stunde die Stellung, während Soldaten mit ihren Gewehren und dem Einsatz von Tränengasgranaten drohten, obwohl sie lediglich wenige Meter von den Demonstranten entfernt waren.
Nach langen Verhandlungen zwischen dem Bürgermeister Beit Furiks und Repräsentanten Beit Dajans mit dem zuständigen israelischen Kommandanten kündigten israelische Soldaten an, es würde den Teilnehmern der Demonstration nun gestattet, den Checkpoint zu überqueren. Der Checkpoint wurde anschließend auch für die unbeteiligten wartenden Passanten und PKWs wieder geöffnet.
Der Checkpoint Beit Furik stellt eine beträchtliche Behinderung des Alltags der Bürger von Beit Furik und Beit Dajan dar. Häufig werden sie daran gehindert, ihre Arbeitsstellen und Universität zu erreichen, was sich besonders negativ auf Studenten während der Prüfungsphasen auswirkt. Die Dörfer erleiden aufgrund der Einschränkungen hohe wirtschaftliche Schäden, da Güter nur mit Schwierigkeiten und überhöhtem finanziellen Aufwand nach Nablus transportiert werden können. Insbesondere für den Fall Beit Dajans gilt dies. Die Verbindungsstraße zwischen dem Dorf und Nablus wurde vom israelischen Militär im Jahr 2000 geschlossen, was in der Verdoppelung der zurückzulegenden Strecke nach Nablus resultierte.
Die Forderungen der Demonstranten bezogen sich nicht allein auf diesen einen Checkpoint, sondern allgemein auch auf die Beendigung der Besatzung, in deren Zuge das gesamte Westjordanland von Checkpoints übersäht wurde. Demonstranten trugen ausserdem Schilder mit dem Aufruf zur Beendigung der Abriegelung des Gazastreifens mit sich, das jüngste israelische Massaker im Gazastreifen anprangernd, dem über 100 Menschen, davon 30 Kinder zum Opfer fielen.
Die Demonstration markiert den Beginn einer Reihe von Demonstrationen gegen den Checkpoint, die in vierzehntätigem Rhythmus stattfinden werden.




























