Stehende Ovationen für Rachel Corrie-Theaterstück in Haifa
Zum 5. Jahrestag der Ermordung der ISM-Aktivistin Rachel Corrie wurde am Sonntag eine arabische Produktion des Theaterstückes “My Name is Rachel Corrie”, welches auf den Briefen der Amerikanerin basiert, in Haifa aufgeführt.
“Wir sahen gerade eine ausländische Frau, die in dieser Weise, mit diesen Emotionen über unser Land gesprochen hat. Es war fantastisch – und es hat mein Herz gebrochen“, sagte einer der Zuschauer im Anschluss an die Vorstellung.
Auch Rachels Eltern nahmen an der Vorstellung Teil. „Ich kann mir keinen Ort vorstellen wo ich besser sein sollte … als mit euch allen. Selbst wenn wir zurück in den Vereinigten Staaten sind, werden unsere Herzen immer hier bleiben“, rief Rachel Corries Mutter Cindy dem Publikum zu.
Ihre 23-jährige Tochter aus Olympia, Washington, wurde am 16. März zweimal von einer israelischen Armeebulldozer überrollt, als sie versuchte ein palästinensisches Haus vor der Zerstörung zu schützen.
Die arabischsprachige Adaption des britischen Originals ist ein Solostück, basierend auf den Briefen und Tagebucheinträgen, die Rachel während ihrer Zeit im Gazastreifen schrieb. ana Zreik, die palästinensische Darstellerin Rachel Corries, erhielt im Anschluss an die Vorstellung stehende Ovationen: „Es ist ein Segen, die Möglichkeit zu haben einen Mensch mit solch wundervollem Verstand, Geist, Seele und Herz zu spielen“
Der Regisseur des Stückes Riad Masarwi sagte: „Mein Ziel war es herauszufinden, was im Kopf Rachels, im Herzen Rachels war. … Was bringt ein 23-jähriges Mädchen dazu Olympia, Amerika zu verlassen und nach Palästina zu kommen. Warum?“
„Hätte ein Palästinenser die gleiche Geschichte erzählt, wäre es Routine, aber Rachels Gedanken und Worte vermittelten etwas anderes, etwas sehr bewegendes.“ – Dies, so Rachels Mutter, sei exakt der Sinn des Stückes gewesen. „Es ist für die Leute so einfach sich von Gaza abzuwenden, vom Horror, komplett. … Ich fühle, dass es das ist, was Rachel mir hinterlassen hat, Menschen dazu zurückzubringen was dort passiert.“
Die Familie Nasrallah aus Rafah, deren Haus Rachel versuchte zu beschützen, als sie getötet wurde, versuchte auch an der Aufführung in Haifa teilzunehmen, doch verweigerten ihnen israelische Behörden die Reisegenehmigung.
Quelle: Al-Jazeera





























