60 Jahre Israel - 60 Jahre Nakba: Vortrag von Tsafrir Cohen in München
Am Freitag, dem 29. März wird Tsafrir Cohen, Repräsentant von Medico International in Israel und Palästina vom (Über-)Leben der Palästinenser unter israelischer Herrschaft und den Möglichkeiten solidarischer Hilfe berichten. Am Tag darauf gibt es für alle, die die Gelegenheit nützen wollen, die Möglichkeit mit dem Kenner der politischen und
gesellschaftlichen Verhältnisse in Palästina und Israel ins Gespräch zu kommen und genaue und unzensierte Informationen zu erhalten.- Vortrag und Diskussion -
Freitag, 29.03.08., 19.30 Uhr
Cafe Indigo der IG – InitiativGruppe –
Karlstraße 50 Rückgebäude
Eintritt: 3,00 Euro
- Gesprächsrunde -
Samstag, 29.03.08, 19.30 Uhr
Türkenstraße 54
Psychotherapeutische Praxis
Dr. Emma Auch-Dorsch
Tsafrir Cohen
1966 in Israel geboren, wuchs in Israel und Kanada auf, verließ Israel 1986 in Richtung Westberlin und glaubte so „dem israelisch-palästinensischen Konflikt, dessen verhärteten Fronten und den verheerenden Auswirkungen auf die beiden Gesellschaften entfliehen zu können“. Er hat Politikwissenschaft, vergleichende Literaturwissenschaft und Islamwissenschaft studiert und als Journalist gearbeitet. Seit Mitte des letzten Jahres leitet er in Jerusalem das Büro von medico international und betreut die medico – Projekte vor Ort. medico arbeitet u.a. mit der israelischen Ärzteorganisation Physicians for Human Rights und mit der palästinensischen Gesundheitsorganisation Palestinian Medical Relief Society zusammen, die sich seit Jahren unter widrigsten Bedingungen bemühen, in den besetzten Gebieten wenigstens ein Minimum an medizinischer Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Zugleich ist dieser gemeinsame Einsatz von Israelis und Palästinensern für die Würde der Menschen und ihr Recht auf Unversehrtheit des Lebens Zeichen und Ausdruck „paradoxer Hoffnung“ in finsteren Zeiten.
Tsafrir Cohen berichtet seit Dezember 2007 regelmäßig von dieser Arbeit und der Situation vor Ort (www.medico.de, der „Jerusalem – Blog“). Über Ziel und Zweck dieser Berichte schreibt er: „Abseits aller vorgeblichen Kulturkämpfe soll ein direkter Blick auf diese komplexen und zugleich fragmentierten Gesellschaften ermöglicht werden, der Ihnen auch die Möglichkeiten solidarischen Handelns aufzeigen kann. Darüber hinaus soll der Blog dazu beitragen, auch in Deutschland eine Diskussion anzuregen, die sich – um die historischen Verantwortlichkeiten wissend – erneut und wiederholt mit den gesellschaftspolitischen Tatsachen vor Ort beschäftigt.“ „In Israel und Palästina“, sagt er an anderer Stelle über die Arbeit von medico, „ist politisches, emanzipatorisches Engagement … notwendig, gerade jetzt, wo die Spielräume der medico – Projekte immer kleiner werden und sich in Gaza mit europäischer Billigung eine Politik verbrannter Erde vollzieht …“
Veranstalter: Münchner Koordinationskreis Palästina, Palästina-Komitee, Friedensaktion Palästina, IG – Initiativgruppe - Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.





























