Israelische Polizeigewalt verhindert Kulturfestival in Jerusalem
Israelische Polizeikräfte in Jerusalem hinderten Palästinenser daran, in der Stadt ein Kulturfestival unter der Überschrift “Jerusalem - arabische Kulturhauptstadt 2009″ abzuhalten.
Hunderte Polizisten wurden am Dienstag um das Hakawati Theater in Ostjerusalem eingesetzt, wo das Festival hätte stattfinden sollen, und hinderten Einwohner sowie Veranstaltungsteilnehmer daran, die Gegend um das Theater herum zu erreichen. Polizisten griffen auch den palästinensischen Kulturminister und den Präsidentenamtschef des Westjordanlandes an.
Sie verhafteten weiter rechtswidrig den für das Festival verantwortlichen Direktor und brachten ihn in das Verhörzentrum “Al Maskobiyya” in Jerusalem.
Avi Dichter, der israelischer Minister für innere Sicherheit erließ die entsprechende Anweisung mit dem Argument, das von den palästinensischen Behörden geplante Festival sei von der Jerusalemer Distriktpolizei nicht genehmigt worden. Er fügte hinzu, gemäß Artikel 3 B des israelischen Gesetzes verbiete er diese “Versammlung am Hakawati Zentrum in Jerusalem sowie an jedem anderen Orti in Israel”.
Trotz des Verbots und trotz massiver Polizeipräsenz setzte das Nationalkomitee die Durchführung der Veranstaltung auf einer gegenüber liegenden Straße durch. Von Veranstaltungsteilnehmern wurde die palästinensische Nationalhymne gesungen.
Rafeeq Al Husseiny, Generalsekretär des Präsidentenbüros erklärte, nationale palästinensische Aktivitäten würden auch künftig in Jerusalem abgehalten werden, selbst wenn die israelische Polizei sich entschließe, alle Hallen und Theater abzuriegeln. Trotz der Drangsalierung würden die Palästinenser beweisen, dass Jerusalem auch eine arabische Stadt und die Hauptstadt aller arabischen Länder sei.
In einem Interview mit dem “Palestine News Network” gab Al Hussainy an, die israelische Entscheidung das Kulturfestival zu verbieten sei ein Angriff gegen die Kultur, Menschlichkeit und Entwicklung. Er fügte hinzu, diese Konferenz sei nicht politisch motiviert, sondern eine rein kulturelle Veranstaltung, doch Israel wolle die palästinensische Kultur in Jerusalem gänzlich verdrängen.
Der palästinensische Minister für Kultur und Jugend, Tahani Abu Doqqa sagte, diese israelischen Übergriffe seien nur ein Teil der brutalen Angriffe gegen Palästinenser, die kontinuierlich begangen werden während Israel über Frieden und Verhandlungen spricht.
“Dies beweisst den felenden Willen Israels, Seite an Seite mit den Palästinensern zusammen zu leben, insbesondere in der heiligen Stadt Jerusalem. Das Festival ist eine friedvolle Angelegenheit, welche sich weder direkt gegen die Besatzung noch gegen jegliche Person richtet,” ergänzte Abu Doqqa.
Kulturminister arabischer Staaten hatten Damaskus zur Kulturhauptstadt 2008 gewählt, Jerusalem soll im Jahr 2009 diesen Status einnehmen. Nach dieser Entscheidung hatten die Palästinenser ein Nationalkomitee zur Vorbereitung dieses Ereignisses einberufen; dem Komitee steht der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas vor.
Quelle: IMEMC






























März 27th, 2008 at 17:15
Der Dalai Lama klagt ueber den kulturellen Genozid in Tibet und alle Welt hoert und stimmt ihm zu. Die Tatsache, dass Israel und seine Regierungen gleich welcher
politischer Zusammensetzung nun schon ueber 60 Jahre lang mit grosser Gewalt das
die palästinensische Kultur und Idenditaet auszuloeschen versuchen, findet bei weitem
nicht die gleiche notwendige Aufmerksamkeit der westlichen demokratischen Rechtsstaaten. Das ist empoerend. Es ist genauso empoerend wie die Eroberung, Besetzung und voelkerrechtswidrige Besiedlung palästinensischen LanLand zu besetzen?des. Israel, warum toetest Du? Weil Dein Gott Dir vor Zeiten es befahl, palästinensisches Land wegzunehmen? Weil Dein fundamentalistisch-religioeser
Zionismus dafuer verantwortlich ist? Weil Deine Politiker machtgeil sind?
Helmut Franz
März 27th, 2008 at 19:25
“60 Jahre palästinensische Idenditaet”
da spricht der Experte