In Erinnerung an Deir Yassin [+Video]
Am frühen Morgen des 9. April 1948 griffen Einheiten der Irgun (geführt von Menachem Begin) und der Stern Gang, das palästinensische 750-Einwohner-Dorf Deir Yassin an. Das Dorf liegt außerhalb des Gebietes, welches die Vereinten Nationen dem jüdischen Staat zuteilten. Es war bekannt für seine Friedfertigkeit, aber es lag im Korridor zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Im Rahmen des sog. Plan Dalet autorisierte die Haganah (die spätere israelische Armee) die Besetzung Deir Yassins, auszuführen durch die Terrororganisationen Irgun und Stern Gang.
Mehr als 100 Männer, Frauen und Kinder wurden systematisch ermordet. 53 verwaiste Kinder wurden buchtstäblich wie Müll entlang der Mauern der Altstadt abgeladen, wo sie später von Frau Hind Husseine gefunden wurden. Sie brachte sie in ihr zu Hause hinter dem American Colony Hotel, welches zum Waisenhaus Dar El-Tifl El-Arabi werden sollte.
Ein Teil des Kampfes der Palästinenser um Selbstbestimmung war es die Wahrheit von Palästinensern, als Opfer des Zionismus zu berichten. Zu lange wurde ihre Vergangenheit geleugnet und diese Leugnung hat zu weiterer Unterdrückung und bewusster Entmenschlichung von Palästinensern in Israel, den besetzten Gebieten und in der Diaspora geführt.
Etwas Fortschritt wurde gemacht. Menschen im Westen realisieren nun, dass die Palästinenser, als ein Volk, existieren. Und sie erkennen an, dass im Rahmen der israelischen Staatsgründung tausende Palästinenser getötet und mehr als 700.000 aus ihren Häusern und von ihrem Land, auf dem sie Jahrhunderte lebten, vertrieben wurden.
Der englische Originaltext ist erschienen auf Deir Yassin Remembered.





























März 30th, 2008 at 19:27
tja …
dazu fällt mir ein:
„Jüdische Dörfer nahmen den Platz der ehemals arabischen ein. Ihnen werden noch nicht einmal die Namen der arabischen Dörfer bekannt sein. Das ist auch richtig so, denn diese Landkartenvariante existiert nicht mehr. Aber nicht nur die Landkarte, sondern auch die arabischen Dörfer sind verschwunden. Aus Mahalul entstand Nahalal, Gibta musste Gevat Platz machen, Haneifs wich Sarid .. es gibt keinen einzigen Ort in diesem Land, dessen Bewohner nicht arabisch waren.“
Moshe Dayan, address to the Technion, Haifa, reported in Haaretz, April 4, 1969.
März 31st, 2008 at 09:15
Wie man im Video erfährt, gab es um das Dorf Gefechte zwischen Arabern und Israelis. Diese Tatsache entlarvt die heuchlerische Behauptung, das Dorf sei “für seine Friedfertigkeit” bekannt gewesen.
Es war Krieg, und auf beiden Seiten gab es viele unschuldige Opfer. Wenn die Araber den Teilungsplan der UNO akzeptiert und keinen Mehrfrontenkrieg gegen Israel entfacht hätten, wäre es wahrscheinlich nicht dazu gekommen.
Im Übrigen spricht es doch eigentlich für die so genannten Terrororganisationen Irgun und Stern Gang, dass sie 53 Kindern nicht das Leben genommen haben. Bei arabischen Terrororganisationen ist ja genau das Gegenteil der Fall. Je mehr Kinder getötet werden umso grösser das Märtyrertum!