Israelische Gewalt gegen Demonstrationen am “Tag des Bodens”

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Nahe Tulkarem demonstrierten ca. 100 Menschen im Dorf Deir al-Ghusum gegen den Bau der völkerrechtswidrigen israelischen Apartheidsmauer, welche die Bauern des Ortes davon abhält ihr Land zu betreten. Bei der Demonstration, die durch die örtliche Stadtverwaltung und lokale politische Gruppen organisiert wurde, verwundeten israelische Soldaten mindestens zwei Demonstranten.
Die Demonstration führte vom Dorf in Richtung der israelischen Mauer. Als sie ein Tor in der Mauer erreichte, begannen israelische Soldaten Schallgranaten in die Menge zu werfen. Anschließend wurde Tränengasgranaten und gummiummantelte Stahlkugeln auf die Demonstranten geschossen. Zwei 50 und 41-jährige Männer wurden an Bein und Kopf verletzt und ins Krankenhaus gebracht werden.
In Bethlehem schlugen israelische Soldaten mehrere Palästinenser mit Gewehrkolben nieder und verletzten mindestens vier Menschen.
Ca. 250 Palästinenser und ausländische Friedensaktivisten demonstrierten am israelischen Checkpoint Huwarra, der die Stadt Nablus abriegelt. Die israelische Armee griff die Demonstration mit Tränengas und Schallgranaten an, verletzte einen und verschleppte zwei Demonstranten.
Die Demonstration wurde von zahlreiche lokalen Organisationen unterstützt, darunter politische Parteien und verschiedene kulturelle und soziale Vereinigungen. Trotz der Unterstützung waren viele Organisationen unzufrieden mit der Anzahl an Teilnehmern. „Es sind kaum Leute hier, weil sie Angst haben. Heutzutage … töten die Soldaten jeden,“ sagte Myasser, Mitglied des Frauen-Komittees Nablus. Dala Salama, Vorsitzende des Komitees sagte, dass die heutigen Demonstration die klare Botschaft übermittle, den gewaltlosen Widerstand mit dem Ziel des Abrisses der hunderten Checkpoints, fortzusetzen.
Als die Demonstranten den israelischen Checkpoint erreichten, stellten sich mehrere Armeejeeps in ihren Weg und forderten die Demonstranten auf umzukehren. Nachdem weitere Soldaten und Polizisten eintrafen und Scharfschützen sich um den Demonstrationszug positionierten, begannen Soldaten mit Tränengas- und Schallgranaten auf die Demonstranten zu schießen.
Die Demonstrationen werden morgen und übermorgen im gesamten Westjordanland fortgesetzt.
Am Jaum Al-Ard, dem Tag des Bodens, gedenken Palästinenser im Westjordanland, dem Gazastreifen, Israel und in der Diaspora den Protesten gegen die Enteignung tausender Acker palästinensischen Landes im Jahre 1976 durch die israelischen Besatzungsbehörden. Bei umfangreichen Protesten tötete die israelische Armee damals sechs Palästinenser. Der Tag steht seitdem für die Verbundenheit der Palästinenser mit ihrem Land, von dem sie seit 1948 vertrieben werden.
Bilder aus Tulkarem:




Bilder aus Nablus:





































