Tragödie in Gaza: 22 Tote, darunter Reuters-Journalist
Nachdem bei Einmärschen der israelischen Armee bereits am Mittwochmorgen neun Palästinenser und drei israelische Soldaten ums Leben kamen, tötete die israelische Armee am Mittwochnachmittag mindestens weitere zehn Palästinenser. Mindestens ein israelischer Soldat und 20 Palästinenser wurden zum Teil schwer verwundet. Bei einem Panzerangriff auf ein Pressefahrzeug starb ein Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters.
Augenzeuge und Journalist Yasser Qadih berichtete, dass der „Reuters-Jorunalist Fadil Shana’a getötet wurde, während er sich in einem Jeep mit dem klaren Aufdruck ’Press’ befand.“ „Dort war niemand, au
ßer einer Gruppe Kinder, welche wir filmen wollten. Es gab keine Widerstandsgruppen in der Gegend“, sagte Qadih. Bei dem Angriff wurden fünf weitere Menschen verwundet, darunter zwei Journalisten.
Fernsehaufnahmen zeigen den Jeep mit den großen Aufdrucken “Press” und “TV” und einem großen Einschussloch an der Fahrerseite. Reuters bestätigte mittlerweile den Tod ihres Mitarbeiters.
Zuvor starben neun Palästinenser bei israelischen Angriffen auf eine Moschee und zwei Häuser in der Stadt Juhor Ad-Dik im Gazastreifen. Alle drei Gebäude wurden bei den Angriffen zerstört. Mindestens 18 Menschen wurden bei dem Angriff schwer verwundet. Während, die palästinensische Nachrichtenagentur Ma’an berichtet, es habe sich bei den Angriffen, um israelisches Artilleriefeuer gehandelt, sprechen Hamas-Quellen von Hubschrauberangriffen.
Der Direktor des Notfalldienstes des palästinensischen Gesundheitsministeriums berichtete, dass die Leichen von acht Zivilisten, darunter zwei Kinder, in das Al-Aqsa Märtyrer Krankenhaus gebracht wurden.
Bereits am Mittwochmittag starben fünf Palästinenser bei israelischen Luftschlägen im Gazastreifen. Vier Hamas-Kämpfer und drei israelische Soldaten starben am Mittwochmorgen bei Kämpfen im Gazastreifen.
Quelle: Ma’an News, Haaretz, Yedioth Ahronoth/ Bilder: Al-Jazeera





























