Demonstration für palästinensische Gefange in Nablus

Anlässlich des Internationalen Tages der Solidarität mit politischen Gefangenen marschierten am Donnerstag ca. 800 Demonstranten durch die Straßen von Nablus. Demonstriert wurde für die Freilassung der mehr als 11.500 palästinensischen Gefangenen, die sich zurzeit in israelischen Gefängnissen befinden.
Seit 1967 wurden mehr als 650.000 Palästinenser völkerrechtswidrig durch Israel verschleppt und inhaftiert. Ca. 40% der männlichen Bevölkerung waren in ihrem Leben mindestens einmal in einem israelischen Gefängnis. Zurzeit befinden sich auch 36 Kinder und 99 Frauen in israelischer Gewalt. 1200 Gefangene werden unter sog. Administrativhaft gehalten, welche es ermöglicht Menschen aus „Sicherheitsgründen“ ohne jeglichen Zugang zu Rechtsmitteln für eine unbestimmte Zeit festzuhalten.
Seit 1967 starben 197 Palästinenser in israelischen Gefängnissen, 48 von ihnen starben auf Grund medizinischer Unterversorgung. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen beschuldigten Israel regelmäßig Folter, wie schwere körperliche Gewalt, Schlafentzug, Schein-Ersticken, Erniedrigungen und die Verweigerung von Nahrung, Wasser, und Zugang zu sanitären Anlagen. Alle Formen von Folter verstoßen gegen internationales, als auch gegen israelisches Recht.

Unter den Demonstranten befanden sich zahlreiche Angehörige von Gefangenen, die Fotos ihrer inhaftierten Familienmitglieder trugen. Auf Schildern forderten sie „Freiheit für alle Gefangene.“






























