9 Tote bei israelischen Angriffen auf den Gazastreifen
Bei einer Serie israelischer Luftangriffe auf Flüchtlingslager im Gazastreifen starben Samstagnacht und Sonntagmorgen sieben Palästinenser. Mindestens acht Menschen wurden bei den Angriffen verletzt. Unterdessen starben im Gazastreifen zwei Menschen an Verletzungen früherer israelischer Angriffe. Palästinensische Medien bezeichneten die Angriffe als Vergeltung für den gestrigen Überfall palästinensischer Kämpfer auf einen israelischen Grenzübergang.
Gegen 23 Uhr griff die israelische Luftwaffe am Samstagabend das Fluchtlingslager Jabaliya im nördlichen Gazastreifen an. Vier Palästinenser starben bei den Angriffen. Eine Sprecherin der israelische Armee sagte, dass eine Rakete auf eine Gruppe „Militanter“ abgeschossen wurde, welche sich dem Grenzzaun genähert hätten, um Raketen auf Israel zu schießen.
Bei Luftangriffen auf die Stadt Rafah im südlichen Gazastreifen und das Flüchtlingslager Al-Shuja’eyya starben zwei weitere Palästinenser.
Fernsehaufnahmen zeigen das zerstörte Fahrzeug eines 22-jährigen Mannes, welcher starb, als ein israelisches Flugzeug eine Rakete auf ihn abschoss. Die israelische Armee führt fast täglich außergerichtliche Hinrichtungen von gesuchten Palästinensern durch, welche nicht nur völkerrechtswidrig sind, sondern auch immer wieder unbeteiligte Zivilisten zu Schaden kommen lassen. In diesem Fall wurden vier Passanten verwundet, unter ihnen ein 12-jähriges Kind.
Bei einem Luftangriff auf das Flüchtlingslager Shuja’eyya tötete die israelische Armee einen Palästinenser und verwundete zwei. Medizinische Quellen berichteten, dass der Körper des 21-jährigen Getöteten durch die Rakete in Stücke gerissen wurde.
Israelische Quellen berichten von einer weiteren Tötung einen Hamas-Anhänger in einem Stadteil Gaza-Stadts.
Unterdessen starben im Gazastreifen zwei Kinder an Verletzungen, die sie erlitten, als ein israelischer Panzer vergangenen Mittwoch einen Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters tötete.
Quellen: Haaretz, IMEMC, Ma’an News/ Bild: Haaretz





























