Videos zum Tod des Kameramanns Fadel Shana’a
Fadel Shana’a, Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters, starb am 16. April 2008, als ein israelischer Panzer ein Geschoss auf sein Fahrzeug abfeuerte. Fernsehbilder zeigen deutlich, dass, das Fahrzeug mit „Press“ und „TV“ gekennzeichnet war. Bei dem Angriff starben auch zwei palästinensische Kinder, die sich in der Nähe befanden. Im Folgenden zeigen wir einige Nachrichtenbeiträge und private Aufnahmen zum Tod von Fadel Shan’a.
Die letzten Sekunden im Leben von Fadel Shana’a:
Reuters-Beitrag zum Tod des Kameramanns:
Al-Jazeera-Beitrag:
Aufnahmen von der Beerdigung in Gaza:
Interview mit Shana’a von Februar 2008 über die Gefahren von Journalisten und einen israelischen Angriff, den er im Jahr 2006 überlebte.
Bild: Reuters






























April 20th, 2008 at 22:42
Auch dieser Tot ist bedauerlich und überflüssig!
Aber warum wird hier aber suggeriert, dass die IDF grundsätzlich die Presse angreift?
War die deutliche Kennzeichnung auch von der Perspektive des Panzers sichtbar?
Warten wir die Untersuchung ab.
Ist auch überall Presse drin, wo Presse drauf steht? Leider nein! In diesem Fall ja.
April 21st, 2008 at 15:05
Also der Wagen war deutlich als Pressefahrzeug gekennzeichnet. Was soll man denn noch machen? Ein großes, blinkendes Schild auf dem Fahrzeugdach? Richtig, dieser Tod war wieder mal überflüßig. Warum schiest der Merkava Panzer auch auf dieses Fahrzeug? Der Panzer war noch über einen Kilometer entfernt und das Auto stellte doch keine Gefahr für ihn dar.
April 21st, 2008 at 16:37
Es bestreitet ja keiner, dass das Auto gekennzeichnet war.
Eine Untersuchung wird klären, ob das Auto auch aus der Perspektive des Panzers als Pressefahrzeug sichtbar war, auch wenn es teilweise verborgen war, und warum das Auto beschossen wurde.
In einem asymmetrischen Konflikt wie diesem kann jedes Fahrzeug eine potentielle Gefahr darstellen. Dieses war - wie wir jetzt wissen - keine. Leider sind die Terroristen nicht so nett und haben große, blinkende Schilder auf dem Dach, damit man sie unterscheiden kann. Manchmal fahren sie auch mit TV-gekennzeichneten Fahrzeugen rum. Eine deutlicher Kennzeichnung - wie in dem unteren Video zu sehen, gerade für ein in einer Senke geparktem Fahrzeug - wäre sicher eine gute Idee gewesen.
Welche Reichweite haben eigentlich deiner Meinung nach panzerbrechende Waffen?
April 22nd, 2008 at 00:04
Also der Merkava Panzer verfügt über eine 120mm Glattrohrkanone und feuert Granaten mit einer Geschwindigkeit von über 1700m in der Sekunde. Auf dem Video kann man erkennen, dass die Granate ungefähr 2 Sekunden braucht bis sie einschlägt. Damit wäre der israelische Panzer ungefähr 3,4km von seinem Ziel entfernt. Die Palästinenser verfügen meines Wissens nach über keine Waffe die eine Kampfreichweite von über 3km besitzt. Die Panzerabwehrwaffe RPG-7, die von militanten Palästinensern verwendet wird, hat gerade einmal eine effektive Reichweite von 350m. Selbst wenn in dem als Pressefahrzeug gekennzeichneten Auto böse Palis gewesen wären, sie hätten keine Gefahr für den israelischen Panzer dargestellt.
April 22nd, 2008 at 01:12
Okay, warten wir den offiziellen Bericht ab, warum die Panzerbesatzung geschossen hat. Die 2 Sekunden kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen, überlasse das aber gerne den Offiziellen. Irgendwo hatte ich auch was von einem Kilometer gehört. Ob nun die RPG-7 oder inzwischen vielleicht die 29 ist auch egal. Lassen wir uns überraschen, wie es wirklich war.
April 23rd, 2008 at 00:39
“In einem asymmetrischen Konflikt wie diesem kann jedes Fahrzeug eine potentielle Gefahr darstellen.” -in einem asymmetrischem Konflikt wie diesem kann es vor allem keine unabhängigen Untersuchungen geben. Und über “böse Palis” reden, während ihr ausser Acht lasst, dass die Armee in das Gebiet der Palästinenser eindringt und dort auf sie schiesst, ohne VORHER ZU ÜBERPRÜFEN AUF WAS ist absurd. Die Leute müssen nicht beweisen, dass Sie Presse, oder Zivilisten, oder Ärzte, oder Schulkinder sind, eine Besatzungsarmee und auch eine Kriegsarmee muss sicherstellen, dass sie es nicht sind, bevor sie schiessen. (Abgesehen davon, dass sie sowieso kein Recht haben da zu sein und auf irgendwen zu schiessen!) “Böse Palis”, das ich nicht lache. Und ihr gehört zu den “guten Deutschen” oder zu den “humanen Militärspezialisten”?
April 23rd, 2008 at 08:42
@Klaus Ich komm auf die 2 Sekunden in dem ich mir das Video anschaue. Man erkennt doch deutlich wann der Panzer schiest (Staubwolke) und wann die Granate einschlägt (alles wird schwarz). Die Zeit dazwischen beträgt ungefähr 2 Sekunden. Der Panzer muss also relativ weit weg gewesen sein. Obs jetzt 2 oder 3 km waren ist im Endeffekt egal. Die Palis sind nicht die Hisbollah und verfügen meines Wissens nach über keine modernen Panzerabwehrwaffen die eine reaktive Panzerung eines hochmodernen Kampfpanzer durchschlagen könnten. Schon gar nicht auf die Entfernung.
@Julia Das “böse Palis” war ironisch gemeint und ein Militärspezialist bin ich auch nicht.
mfg
April 23rd, 2008 at 21:29
Julia, gut erkannt. Die Taktik von Terroristen ist die Provokation des Staates durch eben Terror. Der Staat setzt sich ins Unrecht und die Terroristen haben mit geringen Mitteln ihr Ziel erreicht und eine Legitimation, gegen diesen Staat vorzugehen. Das gehört zur Asymmetrischen Kriegsführung. Zivile Opfer im eigenen Lager sind dabei ein wichtiger Bestandteil. Märtyrertum heizt die ganze Sache an.
Leider hast du “mobaction”s Ironie falsch verstanden. ER ist der Gute - ICH bin der böse!
…ein Gebiet, von dem aus es angegriffen wird.
Der Untersuchungsbericht wird zeigen, was der Reporter dort wollte. Ob dort “Freiheitskämpfer” in der Nähe waren, ob er dort einen Hinterhalt dokumentieren wollte, … es wird sich zeigen. Dieser Bericht wird erstmal die Grundlage sein. Danach können ja Militärexperten aller Couleur und mutige Investigativ-Journalisten ihre Meinung anbringen, falls sich dann noch jemand für die Wahrheit interessiert.
…”vorher überprüfen”… - natürlich wissen wir alle, dass dort ohne Überprüfung wahllos auf alles geschossen wir, was sich bewegt, mit dem Resultat von Tausenden von Toten täglich. Die massenweise, willkürlich Verschleppten haben da ja noch richtig Glück. (Ironie)
Was wolltest du jetzt mit der harmlosen Aufzählung von möglichen Opfern erreichen?
- Presse - wie Talal Abu Rahma, der die Todes-Inszenierung von Muhammad al-Durrah “dokumentierte”? (siehe seconddraft.com)
- Zivilisten - die meisten Terroristen gelten als Zivilisten, weil sie ja keine Uniform anhaben, sonst wären sie ja Soldaten oder Kombatanten.
- Ärzte - wie George Habasch, nach Feierabend Terroristenführer, oder eher wie die “vertrauenswürdigen Quellen”, die nach einem “Massaker” (welches dann doch nie stattgefunden hat) berichten.
- Kinder - die kleinen Nachwuchsmärtyrer, die zum Hass und Terror erzogen werden und kaum abwarten können, endlich Juden töten zu dürfen?
Es gibt leider keine per se Unschuldigen …trotzdem werden diese nicht einfach von der IDF beschossen.
Mit deinem Statement hast du fast (auf eine zurückhaltende Weise) den 3D-Test zum Thema Antisemitismus bestanden - ich weiß nicht, ob das wirklich deine Absicht war: Dämonisierung, Delegitimierung und Doppelte Standards.
Hier noch ein Beleg für den latenten Völkermord im Gazastreifen:
Geburtenrate pro 1000 Einwohner: 36,10
Sterberate pro 1000 Einwohner: 4,01
Lebenserwartung Männer (Jahre): 70,87
Lebenserwartung Frauen(Jahre): 73,18
Stimmt doch nachdenklich, oder?
Friedliche Grüße von Klaus
April 24th, 2008 at 01:25
@ Klaus
mit ihren billigen Propaganda abzulenken vermeiden sie es die Frage beantworten wieso ein Panzer auf ein weit entferntes Auto schießen muss.
Der einzige Antisemitismus dass wenn Weiße Kolonisten semiten in ihren eigenen Land umbringen.
Israelische Kinder werden zur Liebe erzogen. lol
http://www.youtube.com/watch?v=DYuWOi56Wq0
http://www.youtube.com/watch?v=y8yKFKao0sI
http://www.youtube.com/watch?v=FqvLtoWBpTU
http://www.youtube.com/watch?v=OO28p-yaTVY
http://www.youtube.com/watch?v=qps-q0-R850
http://www.youtube.com/watch?v=SfE8chtd-Ag
http://www.youtube.com/watch?v=yQk8KPMqh5w
http://www.youtube.com/watch?v=bJbGBdDNgn0
April 24th, 2008 at 10:29
uiuiui Klaus, was ist denn bei Dir schief gelaufen? Den 3D-Test zum Antisemitismus? Den wür ich gerne genauer elaboriert bekommen. Ist das so eine ganz krasse politische Matrix-Nummer oder wie funktioniert der?
Ich versteh nur Deinen zweidimensionalen Statistikquatsch als bestandene Auszeichnung für Rassisten, da ja Deiner Aussage nach alle Palästinenser potentielle Terroristen sind.
Und zu den doppelten Standards und der Dämonisierung, ich sprach nicht von Juden, nicht von Israelis, sondern von Soldaten und Armee. Wenn Du schon wieder alle diese (im Antisemitismusvorwurf mir gegenüber) zu Juden machst und alle Juden zu diesen, dann -sind wir dann schon bei der vierten Dimension? Fragt unwissend und unverstehend Julia
Mai 25th, 2008 at 17:28
Ich versuche meistens, medienkritisch an Meldungen heranzugehen. Hier frage ich z. B. was von der einleitenden Meldung durch die Videos gedeckt ist und was bloß gesagt bzw. geschrieben wird:
Zitat von oben: “Fadel Shana’a, Kameramann der Nachrichtenagentur Reuters, starb am 16. April 2008, als ein israelischer Panzer ein Geschoss auf sein Fahrzeug abfeuerte.”
Bemerkung: Da Fahrzeug und Panzer auf keinem Video zugleich zu sehen sind, kann der Zuschauer auch nicht beurteilen, ob auf das Fahrzeug geschossen wurde.
Fortsetzung des Zitats: “Fernsehbilder zeigen deutlich, dass, das Fahrzeug mit „Press“ und „TV“ gekennzeichnet war.”
Bemerkung: Die Fernsehbilder zeigen das Auto nicht von hinten. Schließt man aus dem Ort der Brandentstehung auf einen Schuss von hinten, so bleibt als Frage, ob hinten auch TV drauf stand.
Da man nicht weiß, wo das alles stattfand (im Zeitalter von Google-Earth wäre es zum Beispiel möglich, die geographischen Koordinaten anzugeben), kann man auch nicht beurteilen, wie bewohnt die Gegend ist, was z. B. Kinder in einer Gegend zu tun haben, in der wahrscheinlich schon länger dauernde Kämpfe stattgefunden haben. Man könnte möglicherweise sogar entscheiden, von welcher Seite der Panzer das Auto hätte treffen müssen oder ob er es überhaupt treffen konnte.