Tausende Bewohner Gazas demonstrieren gegen Belagerung
Nachdem die israelische Regierung am Donnerstag ein Einstellen der Aggressionen ausschloss, demonstrierten am Freitag tausende Bewohner des Gazastreifens gegen die anhaltende israelische Belagerung der Küstenregion. Proteste fanden im Norden und Süden des Gazastreifens, nahe der Grenzen zu Israel und Ägypten statt.
Im Flüchtlingslager Jabaliya demonstrierten ca 5.000 Menschen, schwenkten Hamas-Fahnen und Transparente, die zu einem Ende der Belagerung aufriefen. Der Hamas-Vertreter Yussef Al-Shrafi sagte: „Die Hamas arbeitet in einem positiven Sinne an einer Beendigung der Belagerung und einem Waffenstillstand.“
In Rafah fanden sich ca. 1.000 Menschen an der ägyptischen Grenze zusammen und riefen Ägypten zur Öffnung der Grenze auf. Das führende Hamas-Mitglied Abu Al-Sibbah sagte: „wir stellen keine Bedrohung für die ägyptische Sicherheit dar aber wir fordern unsere Brüder auf, Rafah zu öffnen und die Belagerung zu durchbrechen.“
Zuvor verlegte Ägypten hunderte Polizisten an den Grenzübergang Rafah, um einen erneuten palästinensischen Grenzdurchbruch zu verhindern.
Al-Jazeera Korrespondent bezeichnete die Proteste als Machtdemonstration der Hamas, welche „diese Grenzübergänge stürmen wird, falls die Israelis sich entscheiden sollten, ihre Einstellung nicht zu ändern und die einengende Belagerung des Gazastreifens zu beenden.“
Auf die Demonstranten, unter ihnen auch viele Frauen und Kinder, Bezug nehmend, sagte Chater: „Diese Menschen können einfach nicht glauben, dass die Welt daneben steht und sie bewusst ignoriert. Sie fühlen, dass dieser Protest zumindest ein Weg ist, ihr Leiden zu zeigen und sichtbarer zu machen.“
Quelle: Al-Jazeera





























