“Unsere Herrschaft des Terrors” - Geständnisse israelischer Soldaten
Kinder werden scheinexekutiert, Ladenbesitzer „zu Brei“ geschlagen. Grundlos werfen sie Blendgranaten auf Betende und schießen auf unbewaffnete Zivilisten. Der britische Independent berichtet in einem schockierenden Artikel über die Geständnisse junger israelischer Soldaten und deren alltägliche Verbrechen in der palästinensischen Stadt Hebron.
Die Geständnisse reichen vom Gefühl der Wut und Machtlosigkeit angesichts der allgegenwärtigen Gewalt jüdischer Siedler gegenüber ihren palästinensischen Nachbarn bis zu unprovozierter Gewalt, Hausdurchsuchungen und dem Eröffnen von Feuer auf unbewaffnete Demonstranten durch die israelische Armee selbst.
Gewalt gegen Zivilisten
Ein 22 –jährigen Soldat berichtet, dass israelische Soldaten mehrmals palästinensische Taxis besetzten, den Fahrer auf der Rückbank platzierten und ihm sagten, er solle ihnen den Weg zu Orten zeigen „wo sie die Juden hassen“, um dort eine „große Schweinerei“ zu veranstalten. Wir „verlieren die menschliche Verfassung (was bedeute) ein Tier zu werden“, sagte der Soldat.
In einem anderen Fall, berichtet der Soldat, wurde er und seine Einheit zu einer Auseinandersetzung zwischen palästinensischen Familien mit der Aufforderung geschickt: „Jeden, den ihr mit Steinen oder was auch immer bewaffnet seht – es kümmert mich nicht – ihr schießt!“. Auf die Frage ob er dann wirklich auf Palästinenser geschossen hätte, antwortet der Soldat: „Klar, nicht nur die. Jeden der uns zu nahe kam (…) Im Besonderen (auf) Arme und Beine. Einige wurden auch im Unterleib getroffen.“
Misshandlung und Scheinexekutierung eines 10-jährigen
Der Soldat berichtet auch von der Misshandlung eines 10-jährigen: „Wir haben uns irgendein palästinensisches Kind in der Nähe geschnappt (…). Last uns sagen, wir schlugen ihn ein wenig. (…) Wir gaben den Jungen an unseren Kommandeur und er prügelte ihn wirklich windelweich (…) Er zeigte ihm alle Arten von Löchern auf dem Boden entlang des Weges (und) fragte ihn: ‚Willst du hier sterben? Oder hier?.’
“Wir standen genau daneben, aber taten nichts. Wir waren gleichgültig“ Die Eltern sahen es. Der Kommandeur befahl, ‘Kommt nicht näher’. Er entsicherte seine Waffe (…) Er steckte seine Waffe in den Mund des Kindes. ‚Wenn irgendwer näher kommt, töte ich ihn. Geht mir nicht auf die Nerven. Ich töte. Ich kenne keine Gnade.”
Der Artikel des Independend berichtet auch von den Aussagen des 23-jährigen Soldaten Iftach Arbel. Er beschrieb, wie die Siedler schon ihre 4-jährigen Kinder dazu erziehen, Steine auf Palästinenser zu werfen, ihre Wohnungen anzugreifen und sie zu bestehlen. Iftach Arbel bezeichnet die Siedler als das „pure Böse“. Die einzige Lösung, so Arbel, sei „die Siedler abzuziehen.“
Willkürliche Gewalt und Diebstahl
Wir “wählten zufällig auf Luftaufnahmen ein Haus aus, um Routine in Kampfhandlungen zu bekommen. (…) dann weckst du jemanden um Mitternacht auf und stellst sein ganzes Haus auf den Kopf mit allen die auf ihren Matratzen schlafen, einfach alles.“
Der Artikel zitiert einen weiteren Soldaten, der berichtet: „Wir führten alle Arten von Experimenten durch (…). Wir stellten (Palästinenser) an die Wand und taten als ob sie wir kontrollieren würden und forderten sie auf ihre Beine zu spreizen. Spreizen, spreizen, spreizen – es war ein Spiel, um zu sehen, wer am besten war. Oder wir versuchten, wer sein Atem am längsten anhalten konnte. (…) Um ihre Atemwege zu blockieren, musst du ihnen auf den Kehlkopf drücken. (…) Sieh auf die Uhr, während du es tust, bis er das Bewusstsein verliert. Derjenige, der am längsten bis zur Ohmacht braucht, gewinnt.”
Im Interview berichteten Soldaten auch über regelmäßige Diebstähle palästinensischen Eigentums. „Es gibt diesen Laden für Autozubehör. Jedes mal nahmen Soldaten eine Kassetten/ CD-Spieler, anderen Kram.“ Regelmäßig, so berichtet ein Soldat, stürmten sie den Laden und drohten dem Besitzer „alles zu zerstören.“ „Die Leute gewöhnten sich daran ihn zu bestehlen. (…) Leute in unserer Einheit verkaufte die Dinge dann zu Hause.“
Bild: IMEMC






























April 28th, 2008 at 13:37
Für mich ist der Terror der Israelis in Hebron ein Schandfleck, der nicht genügend von den internationalen Medien schärfstens angeprangert wird.
Man findet in keinen deutschen Zeitungen irgendwelche Hinweise über die brutalen Übergriffe faschistoider jüdischer Siedler auf Palästinenser, denen keinerlei Schutz geboten wird.
Es ist ein schleichender Genozid, den verbrecherische Kreise in Israel an Palästinensern vollziehen. Dass jede Art von Kritik an Israel sofort mit der Antisemitismuskeule beantwortet wird, ist für mich ein beredter Beweis dafür, wie menschenverachtend das offizielle Israel handelt. Mir tun die vielen israelischen Friedensaktivisten leid, die teilweise selber Ziel von jüdischen Siedlern werden.
Umso schlimmer finde ich es, dass offizielle Regierungskreise - befangen in ihrer vermeintlichen immerwährenden Kollektivschuld gegenüber Juden - in eine kaum nachzuvollziehende Kritikstarre verfallen und selbst gröbste und schlimmste Exzesse israelischer Soldaten und die Ermordung palästinensischer Kinder nicht verurteilt. Ganz im Gegenteil: es wird so getan, als existierten diese Verbrechen nicht. Hingegen wird von Israel erwartet, dass die Medien sich in ihren Schlagzeilen überschlagen, wenn eine Kassam-Rakete ein armes israelisches Kind verletzt. Welch eine schizophrene Welt.
Ich kann nur sagen - auch wenn es schlimm klingt - die Palästinenser sind das für Israel, was Juden für die Nazis waren: arabische Untermenschen, die sukzessive auszurotten sind (Originalton eines gewaltbereiten jüdischen Siedlers). Das kommt mir sehr bekannt vor.
Deshalb ist es beschämend, dass Deutschland Israel stets nach dem Munde redet und so tut, als ginge Terror stets von Palästina aus. Wie verlogen kann man nur sein.
Rudolf Raser
Mai 20th, 2008 at 09:16
Echt eine riesen Schweinerei… Dass die ganze Welt schon seit einigen Jahren einfach zuschaut. Wieso? Weil jeder den Amis (Amerikaner) in den Arsch kriecht. Deutschland schaut zu, da Sie ja auch Juden abschlachteten. Und nun duerfen es die Juden auch mal . . .
Echt mies! Bringt den Frieden. Wenn es sein MUSS, dann die Internationale Allianz in Anspruch nehmen.