Massive Behinderung von UN-Mitarbeitern im Westjordanland
Die palästinensische Nachrichtenagentur Ma’an News berichtete am Donnerstag über massive Behinderungen von UN-Mitarbeitern an israelischen Checkpoints. Die israelische Armee würde gewohnheitsmäßig die weltweite Immunität von Mitarbeitern der Vereinten Nationen ignorieren und sie lang andauernden Kontrollen unterziehen.
Ma’an berichtet, dass zahlreiche UN-Beamte sich bei der Nachrichtenmeldung gemeldet hätten, woraufhin die Nachrichtenagentur selbst Reporter an verschiedene Militärcheckpoints schickte. Das Ergebnis der Untersuchungen war, dass israelische Soldaten vorsichtlich die Arbeit von UN-Mitarbeitern behindern und die Autorität der Vereinten Nationen untergraben.
Obwohl die UN-Fahrzeuge mit großen UN-Logos gekennzeichnet seien, müsste diese an Militärcheckpoints oft lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Seit März 2008 müssten UN-Mitarbeiter auf dem Weg von Bethlehem nach Hebron zudem ihre Fahrzeuge verlassen, und ihre Ausweise kontrollieren lassen. Fahrzeuge der UN sollen oft sogar gründlicher als palästinensische Autos durchsucht worden seien. Im Falle von Beschwerden soll die Wartezeit zusätzlich verlängert worden sein. Die beschriebene Behandlung stelle eine Verletzung der weltweiten Immunität von Mitarbeitern der Vereinten Nationen dar. Die UN nehme nun, ebenso wie hunderttausende Palästinenser, lange Umwege in Kauf, um bestimmten Checkpoints zu umgehen.
UN-Quellen berichten, dass die Organisation allein im März auf Grund von israelischen Kontrollen mehr als 4.000 Arbeitsstunden (600 Arbeitstage) verloren habe.





























