“Er starb mit erhobenen Armen” – Der Tod von Fihme Dardouk
Am Montag, dem 19. Mai wurde Fihme Abdel Jawad Dardouk von israelischen Soldaten exekutiert. Sprecher der israelischen Armee berichten, dass der 16-jährige sich mit drei um den Bauch gebundenen Rohrbomben dem Checkpoint Huwwara im Norden Nablus näherte. Zahlreiche Augenzeugen widersprechen der Darstellung und beschreiben den Vorfall als kaltblütigen Mord.
Der Taxifahrer Jamal Hanoun beobachte aus einer Entfernung von ca. zehn Metern den Vorfall und beharrt darauf, dass Fihme „mit erhobenen Händen starb.“ Fihme habe seine Hände gehoben, nachdem ihn israelische Soldaten in Hebräisch angeschrien hätten. Der Junge, der kein Hebräisch sprechen konnte, habe die Anweisungen der Soldaten nicht verstehen können. Er hob die Hände in die Luft und rührte sich nicht von der Stelle, berichtet Jamal.
Soldaten hätten dann fünf bis sieben Schüsse auf den Jungen abgefeuert und ihn in Nacken, Gesicht, Rücken, Brust und Unterleib getroffen. Geschossen, so Jamal, hätten nicht die Wachsoldaten in den Beobachtungstürmen, sondern Soldaten, die dabei waren palästinensische Fahrzeuge zu kontrollieren.Jamal erzählt, dass andere Wartende am Checkpoint versuchten Fihme zu helfen aber von israelischen Soldaten zurück gehalten wurden. Zur selben Zeit sei ein Krankenwagen am Checkpoint angekommen, aber auch die Sanitäter wurden nicht zum sterbenden Jungen durchgelassen. Ein weiterer Augenzeuge, Samer Abu Mustafa, bestätigte den Vorfall und berichtete, dass Soldaten Sanitäter davon abhielten, Fihme zu retten.
Jamal beharrt darauf, dass Fihme keinerlei Sprengstoffe bei sich hatte. „Wala ishi“ sagte er wieder und wieder – „Nichts.“ Entgegen Gerüchten in Nablus sagt er, dass Fihme nicht einmal sichtbar ein Handy bei sich trug, sodass die Soldaten auch dieses nicht als mögliche Sprengladung hätten wahrnehmen können.Samer und Jamal berichten übereinstimmend, dass die Soldaten anschließend alle Menschen aus dem Checkpoint gejagt und sogar Schall- und Tränengasgranaten eingesetzt hätten, um den Checkpoint zu schließen. Alle israelischen Militärcheckpoints wurden im Anschluss an die Ermordung Fihmes für mindestens drei Stunden abgeriegelt.
Ein weiter Taxifahrer, Abdullah Muhammad Awarta, erzählt, dass Soldaten Fihmes Körpers mit Geräten nach Sprengstoffen abgesucht und nichts gefunden hätten.Auch erfahrene Journalisten aus Nablus widersprechen der Darstellung der israelischen Armee. Sie erklären, dass jedes Mal, wenn Sprengstoffe an einem Checkpoint gefunden werden, die israelische Armee Journalisten an den Ort bringt, sie Fotos schießen lässt, um im Anschluss eine extra Pressekonferenz abzuhalten. Nach Fihmes Tod wurde der Checkpoint völlig abgeriegelt, Journalisten wurden nicht einmal in die Nähe der Leiche gelassen.
Fihme war der einzige Sohn einer ärmlichen Familie aus Nablus. Wenige Minuten vor seinem Tod rief er seinen besorgten Vater an – er hätte den Checkpoint bereits sicher durchquert, erzählte er, als er sich auf dem Rückweg von einem Verwandtenbesuch in Ramallah befand. Am Dienstag wurde Fahmi im Westen von Nablus beerdigt. Er hinterlässt seine Eltern und sieben Schwestern.






























Mai 22nd, 2008 at 14:41
Das Palästinensische Volk wird vor unseren Augen ausgerottet!
Diese Menschen kommen aus Ihrem Trauern erst gar nicht raus schon stirbt der nächste Verwandte oder Bekannte.
Möge Ihnen Allah s.w.t. Kraft geben
Mai 23rd, 2008 at 12:27
Jemand hat Recht. Denn, der arme Junge wird nicht der Letze sein. Bald sind diejenige dran, die ihn geschickt haben. Und die, die Rohrbomben gebastelt haben. Und die, die die Materialen besorgt haben. Und die, die das Ganze geplant haben. Hab ich jemanden vergessen?