Armee eröffnet Feuer auf gewaltose Demonstration im Gazastreifen
Bei einem friedlichen Protest von ca. 3000 Palästinensern gegen die israelische Belagerung des Gazastreifens wurden sieben Zivilisten verletzt. Augenzeugen berichteten, dass israelische Truppen unprovoziert das Feuer auf die Demonstranten eröffneten, als diese sich dem Grenzübergang Sufa näherten. Die Hamas kündigte weitere gewaltlose Proteste an, um die israelische Belagerung zu beenden.
Ein Sprecher der israelischen Armee berichtete, dass die Armee das Feuer auf die Demonstranten eröffnete, um „die Aufrührer zurückzudrängen“ und um sie davon abzuhalten, der Grenze zu nahe zu kommen. Die israelische Armee werde „mit all ihrer Stärke vorgehen, um Demonstranten davon abzuhalten sich dem Sicherheitszaun oder dem Grenzübergang zu nähern (…).“
Der Hamas-Sprecher Hammad Ar-Reqel bezeichnete die Demonstration als völlig gewaltlos und beschuldigte die israelische Armee ohne jeglichen Grund das Feuer eröffnet zu haben. Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri sagte die Aktion habe die Botschaft gehabt, dass „wir es nicht zulassen werden, dass die Belagerung anhält und alle Optionen möglich sind, um die Belagerung zu durchbrechen.“
Abu Zuhri verwies darauf, dass ägyptische Verhandlungsbemühungen und das Waffenstillstandsangebot der Hamas aufgrund der israelischen Verweigerungshaltung zu keinen Fortschritten geführt haben. „Die Hamas-Bewegung präsentierte alle Möglichkeiten, um den Erfolg der (ägyptischen) Bemühungen zu unterstützen aber Israel setzte die Ablehnung der grundlegenden Bedingungen fort.“
In den vergangenen Monaten organisierte die Hamas und andere Gruppen im Gazastreifen immer wieder gewaltlose Proteste gegen die israelische Belagerung. Mit der Unterstützung der USA und EU hält Israel die fast völlige Belagerung der Küstenregion aber weiter aufrecht. Regelmäßig weisen humanitäre Organisation auf den Mangel sämtlichen Güter des täglichen Bedarfs im Gazastreifen hin und warnen vor einer humanitären Katastrophe in der Küstenregion.
Quelle: IMEMC, Ma’an News





























