Israel ignoriert Waffenstillstandsangebot
Einer der führenden Hamas-Funktionäre im Gazastreifen, Mahmoud Al-Zahhar, berichtete am Mittwoch, dass seine Bewegung bisher keinerlei Antwort auf das Waffenstillstandsangebot der Hamas und aller weiteren bewaffneten Gruppen im Gazastreifen erhalten habe. Ägyptische Vermittler hatten zuvor immer wieder versucht Israel zu einem Waffenstillstand mit den palästinensischen Milizen zu bewegen.
In einer Presseerklärung sagte Al-Zahhar, dass die Hamas es weiterhin ablehne, einem Waffenstillstand, der nicht die Aufhebung der israelischen Belagerung des Gazastreifens umfasse, zuzustimmen. Israel, so der Hamas-Führer, habe gegenüber ägyptischen Vermittlern bisher nur die Bereitschaft zu einem gegenseitigen Einstellen der Kämpfe signalisiert, sei aber nicht bereit die Belagerung zu lockern.
Al-Zahhar machte die momentane Fokussierung auf die Korruptions-Vorwürfe gegenüber dem israelischen Ministerpräsident Olmert verantwortlich für die israelische Verweigerungshaltung. Ihm zufolge habe die Hamas am Sonntag mit einem israelischen Angebot gerechnet, dieses blieb allerdings aus. „Offensichtlich hatten die internen israelischen Verhältnisse Einfluss auf das Thema und bis heute haben wir keine offizielle Antwort erhalten,“ sagte Al-Zahhar.
Unter ägyptischer Vermittlung erklärten die Hamas und alle elf weiteren bewaffneten Gruppierungen im Gazastreifen Ende April ihre Bereitschaft zu einem sofortigen Einstellen aller Angriffe gegen Israel. Im Gegenzug forderten sie ein Ende der israelischen Angriffe, eine Ende der Belagerung und einen Gefangenaustausch, der auch den israelischen Soldaten Gilat Shalit umfassen sollte.
Quelle: Ma’an News





























