Ein Mädchen aus Gaza – identifiziert durch ihren Ausweis
von Haneen Zaqout, 10. Klasse der Friends School in Ramallah
Wir alle verbringen unser Leben damit herauszufinden, was uns zu denen macht, die wir sind und was uns definiert. Sind es unsere Eigenschaften, das Auftreten oder Verhalten? Es wird wohl eine Kombination aus allem sein … bei normalen Menschen. Aber für Menschen, die von dort kommen, wo ich herkomme, ist es nicht ihre Entscheidung herauszufinden, wer sie sind. Ich komme aus Gaza-Stadt in Palästina, wo das Überleben ein großer Kampf ist. Gaza zu verlassen war die schwerste Entscheidung, die ich jemals getroffen habe, zum Teil, weil ich mein altes Lebes vermisse und zum Teil wegen der Schuldgefühle.
Als ich Gaza verließ, musste ich durch diesen Checkpoint gehen. Es ist nicht irgendein Checkpoint. Es ist der Checkpoint Erez und der ist dazu da, die Menschen Gazas einzusperren, denn sobald die israelischen Soldaten einen Ausweis aus Gaza sehen, wird die Person automatisch als reiner Terrorist betrachtet. Ohne zu wissen, wer sie sind, ohne jegliche Kenntnis über was auch immer dieser Leute, entscheiden sie, dass sie Kriminelle sind. Wer hat das Recht Menschen ihre Identität wegzunehmen? Oder über sie zu urteilen aufgrund eines Stück Papiers oder der Nationalität. Wie können sie Menschen die Möglichkeit nehmen herauszufinden, wer sie wirklich sind? Ich weiß es nicht… aber während ich durch den langen Tunnel in diesem Checkpoint gehe, wird mir bewusst, dass es keine Rolle spielt wer ich bin, niemand wird mich als der der ich bin akzeptieren. In diesem Tunnel macht es keinen Unterschied, ob ich Terrorist oder eine Person bin, die sich nicht nur nach Frieden für mein Volk sondern auch für das israelische sehnt.
Ich hatte das “Privileg” Gaza zu verlassen, wovon andere nur träumen. Nicht weil sie Gaza nicht liebten, nicht zum Spaß sondern weil es so schwer ist, dort zu leben. Ein Zuhause wird zu etwas, dem du entkommen willst, anstatt es der Ort ist, zu dem man sich flüchten will, wenn das Leben zu schwierig wird – Sobald ich den Checkpoint durchquert hatte, nachdem ich wie ein Tier behandelt wurde, nachdem ich wie ein Gepäckstück „nummeriert“, von all den Durchsuchungsmaschinen kontrolliert wurde, von denen ich niemals gedacht hätte, dass ich sich jemals sehen würde. Jetzt lebe ich in Ramallah, was nur zwei Stunden von Gaza entfernt liegt. Ich verließ diesen exotischen Fleck auf der Welt mit dem Namen Gaza, aber ich denke immer noch an ihn, in jeder Sekunde des Tages. Immer noch beeinflusst mich meine Vergangenheit dort und motiviert mich die Stärke seiner Menschen.
In den Nachrichten reden sie darüber, dass es in Gaza KEIN Benzin, KEINE Nahrung und sogar KEINEN Strom gibt, aber das Fernsehen ist nur eine Informationsquelle, die das Leiden der Menschen weitervermittelt. Bedeutet dies, dass jeder außerhalb Gazas versteht, was die Menschen wirklich durchmachen? Nein, sie hören diese katastrophalen Nachrichten, fühlen sich „schlecht“ wegen der Menschen, die das durchmachen uns setzten ihr Leben fort als sei nichts gewesen. Manchmal können Menschen so tun als ob aber ich kann das nicht! Das ist der Hauptgrund, warum ich dies schreibe, denn so sehr ich auch weiß, dass Worte belanglos sein können, können sie doch auch etwas im Leben vieler Menschen verändern.
Ich hasse es, dass ich die Schuld jedesmal spüre, wenn ich ein Stück Schokolade esse, wissend, dass ein Freund oder ein kleines Kind sich so sehr nach einem Stück sehnt. Ich hasse es, dass ich, wenn mir langweilig ist, den Fernseher oder den Computer anschalten und Zeit verschwenden kann, während meine Freunde ohne Strom nichts zu tun haben. Ich hasse wie ich überall wohin und wann ich will hingehen kann, selbst außerhalb Ramallahs, während meine Freunde in ihren Wohnungen festsitzen, da es kein Benzin gibt, um wenigsten in Gaza-Stadt auszugehen. Ich hasse es neue Klamotten zu kaufen, denn meine Freunde können dies nicht. Ich hasse es, dass ich absolut und völlig hilflos bin.
Trotzdem, ungeachtet der Situation, kann man in Gaza immer Liebe und Hoffnung finden. Man findet Menschen, die um ihr Leben kämpfen. Eine Mutter, die versucht ihr Kind zum Lächeln zu bringen, ein Vater, der die Kraft sucht, den kleinen Körper seines Kindes vor einer Rakete zu schützen. In Gaza findet man gemischte Gefühle zwischen Liebe und Hass, zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Frustration und Befriedigung. In Gaza sieht man Menschen lächeln, nachdem sie den Grenzübergang überquerten, selbst wenn es Stunden oder gar einen Tag gedauert hat dies zu tun. In Gaza findet man, was man braucht. Man findet ein Zuhause.





























Januar 10th, 2009 at 15:10
hallo, es tut mir auch sehr weh wenn ich was esse und weiß dass in Gaza die leut weder zum essen noch zum trinkrn haben . ich hoffe so sehr
Januar 10th, 2009 at 15:12
hallo, es tut mir auch sehr weh wenn ich was esse und weiß dass in Gaza die leute weder zum essen noch zum trinkrn haben . ich hoffe so sehr das der krieg aufhört. ich kann das nicht mehr sehn , wie die kinder getötet werden . allah isa3edum ya rab
Januar 11th, 2009 at 02:19
Was sollen wir tun, damit dieses Massaker endlich ein Ende findet !!!! Wir sind so machtlos gegen diese Mörderregierungen. Es ist ein Ausrotten einer Etnie und Israel und die restliche imperialistische Welt müssen sich schämen, wenn sie nochmals die das Ausschwitz Hitlers erwähnen. Sie müssen sich die Zunge abbeissen, denn Hitler war ein Weisenkind zum Vergleich zu dem, was Israel und seine Mörderfreunde dem palästinensischen Volk antun. Und müssen noch dazu zusehen !!!!
September 9th, 2009 at 12:34
Dieses Massakaer und die Misshandlung an die Palästinenser muss ein Ende haben! Gegen die Israelis sind wir machtlos.. Wie konnte so ein kleines Volk so groß und mächtih werden?! Eigentlich müssten es grad die Juden wissen, wie es einem geht, wenn man unter solchen Bedingungen wie die Paläsinenser lebt.. Aber sie wollen Land, auf dem sie sich niederlassen können- dafür muss ein ganzes armes und unschuldiges Volk leiden! Ich verstehe einfach nicht, warum die Israelis sich alles bieten können.. Keine Sanktionen.. Solbald irgendetwas gegen den Juden gesagt wird, dann heißt es gleich “Antisemitismus”.. Was soll das?! Nicht nur Juden erlitten den Genozid.. Noch heute werden die kleinen palästinensischen Kinder und die schwachen hilflosen Frauen getöten, Familien werden ausgelöscht, Generationen.. Das ist Terror und Genozid. Nicht das kleine palästinensische Kind ist der Terrorist, sondern der Israeli.. Man hat sogar Angst seine Meinung feri zu äußern, weil es keine Gerechtigkeit auf dieser versauten Welt gibt! Man wird kontrolliert, am Ende sieht man sich in Guantanamo oder wird verhört (ohne eigene Rechte), obwohl man nichts getan hat.. Ich schäme mich Europäerin zu sein, denn die ganze Welt schaut zu, obwohl z.B. Europa genug Macht hat, um Palästina zu helfen bzw. dieses “Israel” aufzuhalten.. Palästina hat kein Wasserzugang, darf nicht frei handeln (ist angewiesen auf seinen Erzfeind “Israel”), hat kein Essen.. Oh ALLAH.. Mir fehlen die Worte.. Hier kann man schön schreiben und große Wörter reden, aber auf die Straße raus gehen und demonstrieren traut sich keiner, wegen diesem System hier, das unberechenbar ist.. Selam
September 27th, 2009 at 18:55
was in Israel and was hoping to met people to talk with // just to learn normal peoples view and find out about both sides of this unbearable conflict.. I had no chance.. as a tourist travelling fast from one place to finally jerusa;em… so back in germany, I fell as “blanc’ as before.. hoping sooon some one solve this unsolvable situation to take the 5 minutes to 12 chance … Help this people please..