AI-Rundbrief: Palästinensische Gefangene in israelischer Haft
von Amnesty International
Über 650.000 Palästinenser sind seit Beginn der israelischen Besatzung mindestens einmal von Israel inhaftiert worden. Das sind mehr als 15 Prozent der palästinensischen Bevölkerung und ist weltweit ein Spitzenwert. Aktuell befinden sich rund 8.500 Palästinenserinnen und Palästinenser in israelischen Gefängnissen und Haftzentren, darunter über 300 Minderjährige d.h. unter 18-Jährige. Nach israelischem Recht können Kinder ab 12 Jahren zu Gefängnisstrafen verurteilt werden, mit 16 Jahren gelten sie als Erwachsene.
Die Haftbedingungen sind häufig unzureichend, und es wird immer wieder von Folterungen und Misshandlung in der Haft berichtet. Besuche von Familienangehörigen gelten bei den israelischen Behörden als Privileg und nicht als Recht, mit dem Ergebnis, dass es zahlreiche palästinensische Gefangene und Häftlinge gibt, die seit Jahren ihre Ehepartner und Kinder nicht mehr gesehen haben. Hierzu hat AI im März 2008 eine Kampagne gestartet.
Mit diesem Rundbrief wollen wir einen Überblick über die Situation und die rechtlichen Standards geben, die Forderungen von AMNESTY INTERNATIONAL in diesem Zusammenhang darstellen, die AMNESTY-Kampagne zum Thema Familienbesuche in der Haft und die Einzelfälle vorstellen, die AMNESTY INTERNATIONAL zu diesem Themengebiet betreut. Außerdem haben wir für diesen Rundbrief eine Chronologie der Ereignisse in Israel und den palästinensischen Gebieten von Januar 2008 bis Anfang Juli 2008 erstellt und einige Presseartikel und externe Beiträge aufgenommen.
Der Rundbrief “Palästinensische Gefangene in israelischer Haft” von Amnesty International als PDF.





























