Israelische Armee und Palästinensische Sicherheitskräfte stürmen Städte im Westjordanland
Bei Angriffen der israelischen Armee und Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde auf Städte im Westjordanland wurden am Mittwoch und Donnerstag mindestens 28 Palästinenser gefangenen genommen und mehrere verwundet. Während sich die Angriffe der Autonomiebehörde gegen Hamas-Anhänger richteten, hatten die israelischen Operationen vor allem Zivilbevölkerung zum Ziel.
Hamas-Quellen zufolge nahmen Sicherheitskräfte der von Präsident Mahmoud Abbas geführten Palästinensischen Autonomiebehörde am Mittwoch mindestens 14 Mitglieder und Unterstützer der Hamas gefangen. Die Razzien ereigneten sich in den Städten Hebron, Nablus Bethlehem, Jenin und Qalqiliya.
Wenige Stunden später stürmten Einheiten der israelischen Armee die Städte Bethlehem, Jenin und Hebron. Dabei wurden mindestens 14 palästinensische Zivilisten verschleppt und drei verwundet.
In Hebron drangen zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge und Bulldozer der israelischen Armee in ein Industriegebiet ein. Israelische Soldaten beschlagnahmten mehr als 20 Fahrzeuge einer palästinensischen Baufirma und nahmen mehre Angestellte der Firma gefangen. Der Besitzer der Firma bezifferte die Schäden auf ca. eine Million Dollar.
Ebenfalls in Hebron stürmten Soldaten mehrere Wohnhäuser, wobei drei Palästinenser angeschossen und elf an unbekannte Orte verschleppt wurden. In der Stadt Jenin stürmten israelische Truppen das Wohnhaus einen 21-jährigen Palästinensers und nahmen ihn gefangen. Augenzeugen berichteten, dass das Haus im Rahmen der Operation schwer beschädigt wurde.
Bewohner Bethlehems berichten zudem über Militäroperationen, bei am frühen Morgen Dutzende israelische Soldaten zahlreiche Wohnhäuser durchsuchten. Zwei 18-jährige Palästinenser wurden im Rahmen der Operationen gefangen genommen und an unbekannte Orte gebracht.
Quellen: Ma’an News, IMEMC, Palestinian Information Center





























Juli 25th, 2008 at 10:55
Schreit das nicht zum Himmel ? Ich erinnere mich an die scheinheilige Konferenz in Berlin, die den “Palästinensern zu einem Staat verhelfen sollte.
Ich höre immer noch unsere Kanzlerin sagen, dies sei ein “Mosaiksteinchen” dazu. Jetzt sehen wir wofür das Mosaiksteinchen gut ist: Dem palästinensischen Volk das Leben immer entsetzlicher zu machen, dass sie allesamt auswandern, wie es schon viele getan haben. Dann hat Israel auch das von der UN ursprünglich als Palästina gedachte Gebiet ganz für sich. Wo soll denn auch auf diesem Gebiet noch ein Platz sein für einen Staat mit den sich weiter vergrößernden, völkerrechtswidrigen Siedlungen und den Apartheidstraßen “nur für Juden” ?
Nach wie vor: meine Hochachtung allen Mitgliedern von ISM gleich welcher Herkunft. – Ruth Asfour – Offenbach am Main
Ruth Asfour, Offenbach am Main
Juli 25th, 2008 at 20:31
Danke, Ruth! Ich schließe mich an. Jede Nachricht wird unerträglicher, obwohl man unerträglich gar nicht steigern kann! Was müssen wir tun: den Palestinensern zur Seite stehen. Zeig ihnen, dass sie nicht alleine sind! Jede kleinste Aufmerksamkeit ist eine große Hoffnung! Ich gehe ab Sonntag nach Jenin! A.
Juli 25th, 2008 at 20:43
Merkt hier eigentlich – außer ism – jemand, dass die PA
Zitat: “Bei Angriffen der israelischen Armee und Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde auf Städte im Westjordanland wurden am Mittwoch und Donnerstag mindestens 28 Palästinenser gefangenen genommen und mehrere verwundet”.
Zitat Ende!
selbst in dieses Spielchen verwickelt ist?
Wenn nicht, empfehle ich, den obigen Beitrag seitens ism nochmals intensiv durchzulesen.
@ Annette,
Du schreibst, ich zitiere: “Was müssen wir tun: den Palestinensern zur Seite stehen. Zeig ihnen, dass sie nicht alleine sind!”
Gute Idee von Dir, nur was tun, wenn der Aggressor im eigenen Lager sitzt?
Juli 26th, 2008 at 17:25
Lieber Andreas! Du wüßtest doch auch welche Deutschen du zur Seite stehen würdest! Also lass uns nicht die uralten Diskussionen führen. Es gibt genausowenig d i e Deutschen, wie d i e Palestinenser, oder d i e Israelis!. Ich weiß schon an wessen Seite ich stehe! A.