Tausende Siedler kündigen Rückkehr in den Gazastreifen an
Drei Jahre nachdem Israel seine völkerrechtswidrigen Siedlungen im Gazastreifen auflöste, versammelten sich am Mittwoch 4.000 israelische Siedler nahe dem Grenzübergang Kissufim und kündigten an, in den Gazastreifen zurückzukehren, sobald die israelische Armee wieder in die Küstenregion einmarschiere.
Der ehemalige Sprecher des religiösen Rates der aufgelösten israelischen Siedlung im Gazastreifen Gush Katif sagte „Wenn die israelische Armee nach Gaza zurückkehrt und [wir] sehen, dass sie zurückkehrt um zu bleiben, dann werden auch wir sowie viele andere
nach Gush Katif zurückkehren.
Knessetabgeordnete, die an der Versammlung teilnahmen versicherten den Anwesenden, dass diese in jeden Teil des Gazastreifens zurückkehren werden und jede Siedlung wiedererrichten werden. „Das Haus ist nicht weit weg, Hunderte Meter von hier und ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr in unserem Haus in Gush Katif sein werden“, sagte der Abgeordnete Uri Ariel.
Bis 2005 siedelte Israel ca. 8.000 Siedler im Gazastreifen an, die durch eine massive Präsenz der israelische Armee geschützt, ca. 40% des Landes besetzten.
Quelle: Ha’aretz/ Bild: Reuters via Ha’aretz






























August 7th, 2008 at 11:16
Eigentlich haben diese fanatischen Siedler keine Argumente mehr, nachdem das Konzept “Land für Frieden” im Gaza-Streifen so erfolgreich angenommen wurde. Die Hamas hat durch ihre friedliche Politik diesen Kriegstreibern eigentlich den Wind aus den Segeln genommen.
August 10th, 2008 at 11:29
@ Klaus
So so, “Land für Frieden” soll das Konzept gelautet haben?! Dies ist eine absolute und bewusste Irreführung Ihrerseits und eine gerne gepflegte Legende der proisraelischen Propaganda.
Das Konzept, das zum israelischen Abzug aus Gaza führte, hieß verschleiernd “Konvergenzplan”, s. http://de.wikipedia.org/wiki/Konvergenzplan. Dieser beinhaltet im Wesentlichen, dass Israel durch EINSEITIGE Schritte möglichst viele Palästinenser bei möglichst geringen “Gebietsverlusten” los werden wollte. Vater dieser Idee ist die sattsam bekannte, untote israelische “Friedenstaube” Ariel Sharon. Der Plan beinhaltet keineswegs nur einseitige “Gebietsaufgaben”, sondern auch die Annektierung von Teilen der besetzten Gebiete.
August 11th, 2008 at 00:03
natürlich man braucht doch “opfer” die man voran schickt um mit den panzern und Flugzeugen hinter zu kommen.
Aber dass sind natürlich “keine” menschliche Schutztschilde so bezeichnet man MEnschen die in ihren eigenen Häusern totgebombt werden weil man mit schwerster Munition angeblich Infantrie bekämpfen will.