Die Todesstrafe für Palästinenser reicht in Israel nicht aus
von George Rishmawi
Die sofortige Bestrafung, die israelischen Beamten und Sicherheitskräften für Palästinenser, die Israelis angreifen, einfällt, ist die Zerstörung ihrer Häuser. Seit langer Zeit ist dies nun schon der Normalzustand in Israel. Hunderte wenn nicht tausende palästinensischer Häuser wurden als zusätzliche Strafe für die Familien von Palästinensern, welche Angriffe auf israelische Zivilisten oder Soldaten ausgeführt haben, zerstört.
Doch die Häuser zuzerstören reicht in manchen Fällen nicht aus. Manchmal werden die Brüder gefangen genommen und die Eltern verhaftet. Wenn er erkannt wird, was in den meisten Fällen der Fall ist, wird der Angreifer auf der Stelle exekutiert. Somit wird die Strafe auf die Familie der Person angewendet, was wiederum davon zeugt, dass die Todesstrafe allein nicht genug ist; die Familie muss ebenso leiden. Dies legt nahe, dass israelische Regierung und Offizielle der Mentalität der Vergeltung folgen, anstatt für Gerechtigkeit zu sorgen.
Im April vergangenen Jahres führte ein Bewaffneter einen Amoklauf am Campus des Virginia Tech College in den Vereinigten Staaten durch. Als er diesen beendet hatte, waren mehr als 30 Studenten und Fakultätsangehörige tot, woraufhin er sich selbst tötete. CNN beschrieb den Angriff als die „schlimmste Schießerei in der Geschichte Amerikas“. Trotzdem war die Antwort der lokalen Behörden in Virginia nicht, sein Haus zu zerstören.
Viele andere Morde passieren in Israel, trotzdem beeilen sich Offizielle nicht, zur Zerstörung ihrer Häuser aufzurufen. Israelische Siedler und Soldaten töten täglich Palästinenser, doch niemand verlangt die Zerstörung ihrer Häuser.
Als Baruch Goldstein im Februar 1994 mehr als 25 betende Palästinenser in der Abrahams-Moschee (Höhle der Patriarchen) in Hebron tötete, schafften es einige der Betenden ihn zu erreichen und ihn zu töten. Sein Grab ist nun ein Denkmal in der nahegelegenen Siedlung Kiryat Arba. Seit Haus wurde nicht zerstört, und es gab keine palästinensischen Petitionen, die nach der Zerstörung seines Hauses verlangt hätten.
In den meisten Fällen werden Israelis, die Palästinenser angreifen oder töten, freigesprochen. Es ist nicht allzu lang her, dass ein Soldat, der vorsätzlich aus sehr kurzer Entfernung mit einem gummiummantelten Stahlgeschoss einem gefesselten Palästinenser in den Fuß schoss, aus dem Gefängnis freigelassen wurde.
Palästinenser, die Israelis angreifen sind für Israel nicht die einzige Rechtfertigung palästinensische Häuser abzureißen. Der übliche Vorwand in den Gebieten unter der Rechtsprechung israelischer Behörden, ist die fehlende Baugenehmigung. Baugenehmigungen im Stadtbezirk Jerusalem werden nur sehr selten von lokalen Behörden gewährt
Palästinenser in Jerusalem riskieren ihr Wohnrecht zu verlieren, wenn sie für sieben Jahre außerhalb Jerusalems leben. Die Stadtverwaltung erhält recht einfach einen Gerichtsentscheid, das Wohnhaus zu zerstören. Dann muss die Familie einen anderen Ort zum Leben suchen, und die meisten von ihnen landen in der Westbank oder entscheiden sich hohe Mietpreise zuzahlen, um in Jerusalem zu bleiben.
Dies weist auf eine systematische israelische Politik der Hauszerstörungen hin, welche nach einer Weile in der Räumung der Palästinenser aus Jerusalem enden wird, auf eine Weise die auf Freiwilligkeit basieren zu scheint, tatsächlich aber zwangsweise erfolgt.
In Rafah im südlichen Gazastreifen wurden mindestens 2.000 Häuser abgerissen, um einen Puffer im Grenzgebiet zwischen Gaza und Ägypten zu schaffen. Israel behauptet palästinensische Widerstandsgruppen würden die Häuser benutzen, um Tunnel für den Waffenschmuggel zu bauen. Die meisten dieser Menschen wurden obdachlos und schliefen mehrere Monate in Schulen. Die meisten waren bereit zu gehen, wenn sie können, und die Palästinensische Autonomiebehörde baute Ersatzwohnungen für sie.
Es ist nicht verwunderlich, dass Israel bei der Behandlung von Palästinensern doppelte Standards einsetzt. Trotzdem dürfen Menschen weltweit sich nicht dadurch täuschen lassen, wie die Dinge in den Medien zurechtgesponnen werden. Der demokratische Kandidat für die U.S.-Präsidentschaft kritisierte und verurteilte den Bulldozer-Vorfall am Dienstagnachmittag. Er sagte aber nicht über den israelischen Soldaten, der vorsätzlich auf einen gefesselten Palästinenser schoss, obwohl es Vorfall auf Band gab.
Die Täuschung, die die israelische Wahrnehmung dominiert, muss klargestellt werden, was wiederum die Darstellung Israels in den Medien verändern wird. Von Palästinensern durchgeführte Angriffe erzeugen sofort große internationale und selbst palästinensische Verurteilung, während israelische Armee- und Siedlerangriffe nicht wahrgenommen werden.
George Rishmawi ist Mitbegründer von ISM. Der Artikel erschien im englischen Original bei IMEMC.
Das Bild zeigt ein aberissenes Haus in Nablus. Quelle: EAPPI






























August 8th, 2008 at 18:09
[...] Doch die Häuser zuzerstören reicht in manchen Fällen nicht aus. Manchmal werden die Brüder gefangen genommen und die Eltern verhaftet. Wenn er erkannt wird, was in den meisten Fällen der Fall ist, wird der Angreifer auf der Stelle exekutiert. Somit wird die Strafe auf die Familie der Person angewendet, was wiederum davon zeugt, dass die Todesstrafe allein nicht genug ist; die Familie muss ebenso leiden. Dies legt nahe, dass israelische Regierung und Offizielle der Mentalität der Vergeltung folgen, anstatt für Gerechtigkeit zu sorgen . . . Weiterlesen [...]
August 10th, 2008 at 09:02
[...] und aus nächster Nähe erschossen wurde, hört man nichts von der israelischen Tradition die Existenz seiner Familie zu vernichten. Von der Entführung zweier Soldaten Israels an der Grenze zum Libanon hörte die Welt auch mehr [...]
August 11th, 2008 at 13:11
Liebe Terrorversteher,
dieser Beitrag ist ja unglaublich. Ein schräger Originaltext, der dann auch noch fehlerhaft übersetzt ist.
…”Todesstrafe”…,”wenn er erkannt wird, was in den meisten Fällen der Fall ist, wird der Angreifer auf der Stelle exekutiert.”
1.) Eine (Todes-) Strafe wird wird von einem Gericht oder einer Gerichtsersatzinstitution (Standrecht) verhängt.
2.) Es handelt sich hier um Terroristen, die getötet haben und (wie geplant) weiter töten werden, wenn man ihnen keinen Einhalt bietet.
Werden diese während eines Terroranschlags (nicht “Angriff”) identifiziert, werden sie (in akuter Nothilfe) getötet, damit sie selbst nicht (wie geplant) weiter töten können. Wird ein Terrorist gezielt getötet, geschieht dies aus dem selben Grund. Nothilfe kann hier nicht beansprucht werden, aber macht bitte Vorschläge, wie man das Ende des Tötens sonst erreichen kann, wenn sie sich nicht im Vorladungsfähigem Raum einer regulären Justiz befinden, sondern eher noch von den Machthabern unterstützt werden?
Eines von vielen Highlights des Artikels ist noch die Gleichsetzung von palästinensischen Terroristen mit kriminellen und/oder geisteskranken Amokläufern! Danke für diese Klarstellung. Die Angehörigen dieser Amokläufer feiern diese übrigens auch nicht als Helden und Märtyrer.
September 1st, 2008 at 19:09
Meine Güte diese Jammerei! Hört auf Israelis zu töten und eure Häuser bleiben stehen und ihr habt erst noch Frieden. Es kann doch nicht sein,dass ihr tötet wie ihr wollt und dann noch die andere Seite verurteilt,weil sie sich wehrt.Wenn der Ahgreifer auf der Stelle evakuiert wird,ist er gefährlich und muss gestoppt werden.Der Israeli der aus dem Gefängnis entlassen wurde,hatte auf Befehl geschossen,daher ist er nicht schuldig.
September 2nd, 2008 at 07:50
Nachtrag. Es wurde erwähnt rechtliche Schritte gegen den Komandeur des israelischen Soldaten ,einzuleiten. Wie es weiter ging weiss ich nicht.
Oktober 12th, 2008 at 15:39
Zerstörung der Häuser:
In vielen Fällen handelt es sich um Raketenangriffe, und da spielen die Häuser schon eine Rolle, als Operationsbasis. Ein Terrorist ohne Haus wird es eben schwerer haben, gut zu planen.
Gefangennahe von Familienangehörigen:
Ist es denn so weit hergeholt, im nächsten Umfeld von Terroristen nach seinen Helfershelfern zu suchen, weil die eben auch gefährlich sein können? Wenn ein begründeter Verdacht besteht, dann kann einem das in jedem Rechtsstat auch passieren.
“Israelische Siedler und Soldaten töten täglich Palästinenser, doch niemand verlangt die Zerstörung ihrer Häuser.” :
Erstens ist das Quatsch und zweitens ist die Qualität des Siedlerterrors eine andere. Es sind vereinzelte Angriffe, die nicht von großen Terrorrackets geplant und unterstützt werden. Außerdem kommen keine Raketen oder Suicide-Bombers zum Einsatz. Das ist schon was anderes.
Vergleich mit Amokläufern:
Die meisten Amokläufer sind Einzeltäter, während die “palästinensischen Widerstandskämpfer” organisiert sind und von den lokalen Rackets und oft auch von ihren Familien unterstützt werden. Der vergleich ist also einfach falsch.
“Palästinenser, die Israelis angreifen sind für Israel nicht die einzige Rechtfertigung palästinensische Häuser abzureißen. Der übliche Vorwand in den Gebieten unter der Rechtsprechung israelischer Behörden, ist die fehlende Baugenehmigung. Baugenehmigungen im Stadtbezirk Jerusalem werden nur sehr selten von lokalen Behörden gewährt”
Illegale jüdische Siedlungen werden genauso behandelt, gerade der Lieblingsfeind der Antizionisten, Sharon, hat sich in diesem Business als ziemlicher Hardlier hervorgetan. Und was ist mit dem Abzug der Siedler aus Gaza? Schion vergesssen, oder was?
“Von Palästinensern durchgeführte Angriffe erzeugen sofort große internationale und selbst palästinensische Verurteilung, während israelische Armee- und Siedlerangriffe nicht wahrgenommen werden.”
Auch das ist einfach gelogen. Wenn eine Qassam mal wieder getroffen hat oder ein Selbstmordattentäter nicht allein stirbt- Dann “verurteilen” die Palästinenser das, indem sie jubelnd auf den Straßen feiern, bis in die Nacht. Was die Wahrnehmung von Israelischen Angriffen in den internationalen Medien angeht, dann kann ich dir nur empfehlen, die auch mal zu lesen, anstatt hier solchen Unsinn zu behaupten. Die übernehmen oft kritiklos jedes “zivile Opfer”, dass ihnen Hamas o.Ä. in die Tasche lügen.