Armee geht mit Abwasser gegen Demonstranten vor
Am Freitag, dem 8. August demonstrierten wieder hunderte Bewohner des palästinensischen Ortes Bil’in zusammen mit israelischen und ausländischen Friedensaktivisten gegen den Bau der völkerrechtswidrigen israelischen Mauer und die Enteignung palästinensischen Landes. Mehrere Menschen erkrankten, als die israelische Armee neben den üblichen Waffen, wie Tränengas und gummiummantelten Stahlgeschossen, Abwasser gegen die Demonstranten einsetzte.
Die Demonstranten versammelten sich an der Baustelle der Mauer und protestierten auch gegen die Ermordung palästinensischer Demonstranten im Nachbarort Ni’lin. Vergangene Woche wurde dort einem 10-jährigen Kind und einem 17-jährigen Jugendlichen in den Kopf geschossen.
Wie jede Woche stürmte die israelische Armee nach kurzer Zeit die Demonstration und setzte neben Tränengas- und Schallgranaten sowie gummiummantelten Stahlgeschossen auch scheinbar kontaminiertes Wasser gegen die Demonstranten ein. Mehreren Demonstranten wurde sofort übel, nachdem Soldaten sie mit Feuerwehrschläuchen bespritzten. Die Organisatoren der Demonstration kündigten an, Proben des Wassers in ein Labor zu schicken.
Dies ist das erste Mal, dass die israelische Armee mit Abwasser gegen die Demonstranten vorgeht. Bisher setzte die israelische Armee u.a. auf Demonstrationen in Bil’in folgenden Waffen ein: Scharfe Munition, verschiedene Arten gummiummantelter Stahlgeschosse, Tränengas, Wasserwerfer, mit Tränengas vermischtes Wasser, Schallgranaten, Salzbälle (kleine mit Salz gefüllte Beutel, die beim Aufprall explodieren) sowie Teebeutelgroße mit kleinen Bleikugeln gefüllte Beutel.


Quelle: Öffentliches Komitee Bil’in










Bei der Wasserknappheit wäre das doch mal eine gute Idee, kein Trinkwasser gegen Demonstranten zu verschwenden. Der Palästina-Umweltpreis geht an die IDF.
In der Aufzählung fehlen noch: Schlagstöcke, Bulldozer (ISM-Bericht), Schäferhunde (Bild oben), Armeestiefel (ISM-Bericht), abgerichtete Wildschweine (ISM-Bericht)…
tja wäre wirklich schade wenn dieses land von der Landkarte verschwände,
bei diesen Kulturleistungen und außergewöhnlichen Anstrengungen die westlichen werte auch noch dem letzten ziegenhirten begreiflich zu machen.
Diese mittelalterlich geprägte arabische Kriegskultur sollte man auf die Liste der bedrohten Völker setzen.
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