15 Verletzte, 3 Gefangene als Armee Demonstration stürmt

Mindestens 15 Menschen, unter ihnen drei Ausländer, wurden verletzt, als israelische Soldaten am Donnerstag mit massiver Gewalt gegen palästinensische, israelische und ausländische Demonstranten im Ort Ni’lin vorgingen. Bereits einen Tag zuvor drangen Truppen in den Ort ein und beschossen wahllos palästinensische Wohnhäuser. Am Abend des 13. Augusts drangen acht Fahrzeuge der israelischen Armee in den Ort westlich von Ramallah ein, begannen mit Tränengas in die Wohnungen schlafender Familien zu schießen und nahmen mindestens eine Person gefangen.
Gegen Mittag versammelten sich Bewohner des Ortes, um zusammen mit ausländischen und israelischen Friedensaktivisten gegen den Bau der völkerrechtswidrigen israelischen Mauer zu protestieren. Die israelische Armee antworte mit massiver Gewalt, beschoss die Demonstranten mit Tränengas- und Schallgranaten und setzte Polizeihunde ein.
Nachdem die Demonstranten zurück ins Dorf flüchteten, drangen weitere Einheiten der Armee in den Ort ein und beschossen Bewohner und Demonstranten mit Tränengas und gummiummantelten Stahlgeschossen. Mindestens 15 Menschen wurden verwundet. Bei drei der Verwundeten handelt es sich um Ausländer. Drei Palästinenser und ein Israel wurden gefangen genommen und beschuldigt Steine geworfen zu haben, wenig später aber wieder freigelassen.
Die Demonstration war Teil des anhaltenden Kampfes der Ni’liner Bevölkerung gegen den Bau der völkerrechtswidrigen israelischen Mauer auf ihrem Land. Nach Beendigung der Bauarbeiten werden die Menschen Ni’lins lediglich noch Zugang zu 10% ihres Ackerlandes haben. Der Zugang zum Dorf wird nur noch über einen Tunnel möglich sein. Die 500 Bewohner werden so nicht nur ihrer Bewegungsfreiheit sondern vor allem ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage beraubt. In den vergangenen Monaten tötete die israelische Armee zwei 10- und 17-jährige Bewohner des Dorfes und verletzte mehrere Hundert.
































August 17th, 2008 at 09:43
Ich habe schon zig mal versucht mit ism-germany Kontakt aufzunehmen um mehr darüber zu erfahren wie man an Demonstrationen dort teilnehmen kann.Leider ist mir nur einmal geantwortet worden,mir wurde versprochen mich telefonisch zu beraten,dann kam wieder nie eine Antwort bzw. ein Anruf.