Autonomiebehörde geht gegen Hamas-Anhänger im Westjordanland vor
In verschiedenen Städten des Westjordanlandes gingen Sicherheitskräfte der palästinensischen Autonomiebehörde am Mittwoch gegen Anhänger der Hamas vor. Wie das Hamas nahestehenden Palestinian Information Center berichtet, wurden in den letzten 24 Stunden mehrere soziale Einrichtungen gestürmt und 23 Palästinenser verhaftet.
Im Ort Yatta drangen Fatah-Sicherheitskräfte unter anderem in zwei Schulen und einen Kindergarten ein, verhafteten den Generalsekräter einer islamischen Einrichtung und kündigten die Einsetzung einer neuen Fatah-loyalen Verwaltung in den Einrichtungen an.
In Jericho wurde der Hauptsitz der Wohlfahrtsorganisation Al-Islah gestürmt und zwei Mitarbeiter sowie der Direktor festgenommen. Sicherheitskräfte drangen außerdem in mehrere Wohnhäuser ein und verhafteten zahlreiche Bewohner unter dem Vorwand, dass diese der Hamas nahe stünden.
In Qalqiliya sollen Fatah-Sicherheitskräfte einen Supermarkt gestürmt und dessen Einrichtung verwüstet haben. Ohne weitere Erklärungen seien sie anschließend wieder verschwunden. Aus Qalqiliya wurde außerdem berichtet, dass Sicherheitskräfte Bilder von Widerstandskämpfern der Al-Qassam Brigaden, dem bewaffneten Flügel der Hamas, verteilten und Bewohner der Stadt aufforderten, Informationen über deren Aufenthaltsort preiszugeben.
Israel und die palästinensische Autonomiebehörde beschuldigen zahlreiche soziale Einrichtungen im Westjordanland im Kontakt zur Hamas zu stehen. In den vergangenen Wochen und Monaten stürmten israelische Truppen sowie Sicherheitskräfte der Mahmud Abbas unterstehenden Autonomiebehörde Dutzende Schulen, Waisenhäuser und medizinische Einrichtungen, nahmen zahlreiche Mitarbeiter gefangenen, wechselten wichtige Positionen aus oder schlossen die Einrichtungen dauerhaft.





























