ISM-Kampagne: Olivenpflücken gegen Apartheid

Im Zuge der in letzter Zeit stark zunehmenden Gewalt israelischen Siedler im besetzten Westjordanland ruft das International Solidarity Movement engagierteMenschen weltweit auf, sich der ISM Olive Harvest Campaign 2008 anzuschließen.
Der Olivenbaum ist das nationale Symbol Palästinas. Da Tausende Olivenbäume von israelischen Soldaten und Siedlern platt gewalzt, entwurzelt und abgebrannt wurden, wurde die jährliche Olivenernte zu mehr als einer bloßen Erwerbsquelle –sie wurde zu einer Form des Widerstandes. Die Olivenernte ist eine jährliche Bestätigung der historischen, geistigen und wirtschaftlichen Verbindung der Palästinenser zu ihrem Land und des Widerstandes gegen israelische Versuche dieses Land zu enteignen.
Palästinensische Gemeinschaften laden Menschen aus der ganzen Welt ein, sich ihnen in Solidarität anzuschließen und durch die Arbeit in ihren Olivenhaienen mit ihnen Widerstand zu leisten. Durch ihre Aktionen, wie gewaltlose Interventionen und Dokumentationen, leisten sie einen Beitrag das Risiko gewaltsamer Übergriffe durch israelische Armee oder Siedler zu reduzieren.
Erst vor kurzem veröffentlichte die israelische Menschenrechtsorganisation B’Tselem einen Bericht über den Anstieg der Gewalt seitens israelischer Siedler gegenüber Palästinensern. Die Gewalt konzentriert sich vor allem um die völkerrechtswidrigen Siedlungen Yitzhar und Bracha in der Region um Nablus. Auf dieser Region wird darum der Fokus der diesjährigen ISM Olive Harvest Campaign 2008 liegen.
Weitere Kampagnen:
Zusätzlich zur Olivenernte gibt es noch weitere Möglichkeiten sich am gewaltlosen „Graswurzelwiderstand“ in Palästina zu beteiligen.
ISM ist zurzeit unter anderem aktiv im Dorf Ni’lin, welches in den letzten Monaten zu einem weiteren Symbol des gewaltlosen palästinensischen Widerstandes gegen den Bau der völkerrechtswidrigen israelischen Apartheidmauer und die Enteignung palästinensischen Landes wurde. Zusammen mit der lokalen Bevölkerung und israelischen Friedensaktivisten führt ISM seit mehreren Monaten Demonstrationen durch. Israelische Versuche den Widerstand zu brechen erwiesen sich leider auch als tödlich. Zwei Jungen im Alter von 10 und 17 wurden während der Demonstrationen erschossen, Hunderte Demonstranten wurden verletzt.
Erst kürzlich erließ die israelische Armee eine Ordnung scharfe Munition auf Demonstrationen anzuwenden – es sei denn Israelis oder Ausländer sind anwesend. Eine internationale Präsenz ist deshalb notwendig, um das Recht der palästinensischen Bevölkerung auf gewaltlosen Widerstand zu schützen.
Weitere regelmäßige Demonstrationen finden unter anderem in den Orten Bi’lin, Al-Ma’sara und Al-Khader statt.
Auch im israelisch besetzten Teil Hebrons ist ISM weiterhin aktiv. Hier leben 40.000 Palästinenser unter der Willkür von 500 israelischen Siedlern und 2.500 Soldaten. ISM-Aktivisten helfen hier, dass Kinder sicher zur Schule gehen können, die Gewalt an Checkpoints reduziert wird und Ungerechtigkeit öffentlich gemacht wird.
Werde Zeuge des Leidens, der Courage und Großzügigkeit des palästinensischen Volkes unter israelischer Besatzung. Die Situation hautnah zu erfahren ist notwendig um die Realität palästinensischen Lebens unter Besatzung zu verstehen. Nur durch internationale Öffentlichkeit kann die israelische Apartheidpolitik, die schleichende ethnische Säuberung im Westjordanland sowie die Kollektivstrafen gegenüber der Bevölkerung Gazas entblößt werden.
Hast du Interesse mit ISM nach Palästina zu reisen oder benötigst weitere Informationen, schreibe an mitmachen@ism-germany.net
Weitere Infos gibt es auch unter “über ISM” und “auf nach Palästina”.





























