Freitagsdemo gegen die Mauer in Nil’in
Am Freitag, dem 12. Dezember demonstrierten etwa 200 Bewohner des Dorfes Nil’in gemeinsam mit 15 internationalen und israelischen Aktivisten gegen den Bau der illegalen Apartheidsmauer auf ihrem Land.

Der Gewaltgrad seitens der israelischen Armee war von Beginn an sehr hoch. Die gesamten fünfeinhalb Stunden, die der Protest andauerte, schossen sie mit scharfer Munition in die Luft. Der Beschuss nahm besonders in der letzten Stunde der Demo zu, als Soldaten in unmittelbare Nähe der Demonstranten vordrangen, und diese aus den Olivenhainen heraus zwischen die Häuser des Dorfes drängten.

Eine große Menge runder, plastikumhüllter sowie gummiummantelter Stahlkugeln und Tränengas wurde auf die Menschen geschossen, noch bevor diese sich für die Demonstration vor der lokalen Klinik versammelt hatten.
Mindestens zehn Demonstranten, einschliesslich zweier schwedischer und eines schottischen Solidaritätsaktivisten wurden von Gummi- und Plastikgeschossen getroffen. Tränengas wurde auch auf die Wohnhäuser der Einwohner abgefeuert, sodass zwei Häuser evakuiert werden mussten.
Die heutige Demonstration begann mit einem Gebet vor der Klinik. Bereits eine halbe Stunde vor dem Gebet waren neun Soldaten auf einem Hügel gegenüber der Klinik positioniert, und schossen Gas und Gummigeschosse auf Kinder, die sich in den Olivenhainen aufhielten.
Das Bürgerkomitee änderte kurzfristig die Demoroute, um das Tränengas zu umgehen, und so gelangten die Demonstranten fast bis an die in Bau befindliche Mauer, bevor sie von der Armee gestoppt wurden. Soldaten schossen scharfe Munition in die Luft und plastik- sowie gummiumhüllte Stahlkugeln auf Kopfhöhe der Demonstranten. Noch als die Menschen schon in das Dorf zurück getrieben waren, schossen Soldaten weiter mit scharfer Munition.
Ein 15-jähriger Junge wurde von einer plastikumhüllten Stahlkugel am Kopf getroffen und musste in der Klinik mit sechs Stichen verarztet werden. Ein Tränengaskanister wurde durch die Fensterscheibe in ein Wohnhaus hineingeschossen, wodurch eine ältere Frau und zwei Kinder starker Tränengasinhalation ausgesetzt wurden. In einem anderen Wohnhaus verlor eine Frau aufgrund des eingedrungenen Tränengases das Bewusstsein.
Die Bewohner von Nil’in protestieren seit Mai 2008 gegen die Konstruktion der Mauer, die, sobald fertiggestellt etwa 90 Prozent ihres Bodens annektieren wird. Im August starb der 10-jährige Ahmed durch einen tötlichen Kopfschuss aus nächster Nähe; während seiner Beerdigung wurde der 17-jährige Yousef mit einem “Gummigeschoss” in den Kopf getroffen und starb später an den Folgen.
Es gibt eine Militärrichtlinie für israelische IOF Streitkräfte welche es diesen erlaubt, scharfe Munition gegen palästinensische Demonstranten einzusetzen, sofern weder israelische noch internationale Aktivisten zugegen sind. Angesichts der eindeutig rassistischen Richtlinie sind internationale und israelische Aktivisten bei jeder bisherigen Demonstration in Nil’in dabei gewesen, um einen gewissen Grad an Sicherheit für die demonstrierenden Palästinenser zu gewährleisten.
B’Tselem’s Presseerklärung zum Einsatz von “Gummigeschossen” in Nil’in










Es ist doch bezeichnend, dass die Zionisten eine Mauer gegen Frauen, Kinder und friedliche Olivenbauern brauchen.
Die Schlagzeile könnte auch lauten:
Gewalttätige Demonstration vom Militär niedergeschlagen, Steinewerfer waren nur durch gezielte Schüsse zu stoppen.
Das die Mauer Israel nicht schützten soll, wie immer behauptet wieso wurde sie dann nicht an der grenze sondern tief in Palestiner gebiet.
Auch die langen zeit und kostenintensiven umwege zeigen eher eine geduligen landraub statt einem wunsch nach schnellmöligscht schutz
Schreibe uns deine Meinung!
Meistgelesene Artikel
Letztes Video
Letzte Fotos
Themen
Kategorien
ISM weltweit
Letzte Kommentare
Most Commented
Most Viewed
Letzte Artikel