Abschlusserklärung des “Beirut International Forum”

Den anti-imperialistischen Widerstand der Völker unterstützen und Alternativen zur Globalisierung schaffen!
Vom 16. bis zum 18. Januar 2009 fand auf Initiative und mit Unterstützung mehrerer Forschungszentren, Assoziationen, Gewerkschaften und politischen, kulturellen sowie sozialen Bewegungen das “Beirut International Forum” statt, an dem arabische und internationale Delegierte aus fünf Kontinenten und 66 Ländern teilnahmen. Das Forum erfuhr eine starke Repräsentanz Südamerikas, Asiens und des Nahen Ostens, was die Stärke eines trikontinentalen Zentrums verdeutlichte.
Zwei Themen dominierten das Forum: Einerseits der heroische Widerstand der Palästinenser in Gaza und ihr Vermögen, sich massivster Gewalt und unerhörter Grausamkeit entgegen zu stellen. Andererseits die globale Krise des Kapitalismus, die sich nicht nur um die Finanzwelt dreht, sondern auch an sozialen, kulturellen und moralischen Fronten ausgebrochen ist, und damit eine Bedrohung für die Menschlichkeit an sich darstellt.
Prinzipien und Rechte
Das Forum stellt fest:
- Alle Menschen haben das Recht auf Widerstand. Dieses Recht muss unveräußerlich sein und von der gesamten internationalen Gemeinschaft unterstützt werden und als solches durch die internationale Gesetzgebung anerkannt werden;
- Der Kampf des Widerstands kann nicht abgekoppelt betrachtet werden von dem Kampf revolutionärer und freier Individuen gegen den globalen Kapitalismus, Imperialismus, Militarismus und die Vernichtung sozialer Errungenschaften weltweit, welcher das Produkt des beharrlichen Kampfes der Arbeiterklasse ist;
- Allen Menschen steht das Recht auf Souveränität über ihre natürlichen Ressourcen zu. Das Recht auf Nahrung, Gesundheit und Bildung ist jeglichen kommerziellen Erwägungen übergeordnet;
- Jede Kultur ist in der Lage, einen Beitrag zum Allgemeinwohl zu leisten; maßgeblich dabei ist die Achtung der Natur, der Vorrang menschlicher Bedürfnisse und eine demokratische Verwaltung von Gesellschaften;
- Das Recht auf demokratische Partizipation muss nicht nur auf politischer Ebene, sondern auch auf ökonomischer von Frauen wie Männern ausgeübt werden.
- Das Recht auf kulturelle Differenziertheit und Religionsfreiheit muss ohne jegliche kulturelle oder rassische Stigmatisierung gewährleistet sein.
Kampagnen und Resolutionen
Gaza betreffend:
Die Teilnehmer des Forums erklären ihre Solidarität mit dem Widerstand der palästinensischen Bevölkerung Gazas. Sie verurteilen den Terrorismus, die Verbrechen, die Verletzungen internationalen Rechts und die Geringschätzung menschlicher Werte, die Israel über die palästinensischen Bevölkerung bringt.
Darüber hinaus wird zu folgenden Initiativen aufgerufen:
1. Einsatz strenger Sanktionen gegen den Staat Israel, insbesondere der Abbruch aller Beziehungen und Abkommen sowie ein Verbot von Waffenlieferungen an Israel;
2. Rechtliche Schritte gegen Staaten und Unternehmen, die Waffen an Israel verkaufen;
3. Druck auf die EU hin zur Beendigung aller wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Beziehungen mit Israel und aller Abkommen und Vereinbarungen mit diesem Staat;
4. Abhalten einer internationalen Konferenz, um die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegen die Bevölkerung Gazas zu verurteilen, und die Verantwortlichen für diese Handlungen sowie die 2006 im Libanon begangenen zur Rechenschaft zu ziehen;
5. Wieder Inkraftsetzung der UN-Resolution 3379, welche den Zionismus als Rassismus klassifiziert, und Verbannung Israels aus der UN;
6. Initiierung einer internationalen Kampagne für den Wideraufbau Gazas, die Aufhebung der Blockade und Freilassung politischer Gefangener.
Betreffend der Unterstützung des Widerstands und anti-imperialistischen Kampfs:
1. Die Teilnehmer des Forums drücken ihre Unterstützung für sowohl den palästinensischen wie den libanesischen Widerstand gegen die israelische Besatzung aus, wie auch für den Kampf der Iraker gegen die US-amerikanische Okkupation. Darüber hinaus befürworten sie die irakischen Anstrengungen zur Beibehaltung der territorialen Einheit.
2. Die Teilnehmer deklarierten ihre Unterstützung für die Selbstbestimmung der Menschen in Afghanistan und für ihren Kampf gegen die US-amerikanische und atlantische Besatzung.
3. Die Teilnehmer sprechen ihre Bewunderung für die Unterstützung des Widerstands der Völker durch den venezulanischen Präsidenten Hugo Chavez und den bolivianischen Präsidenten Evo Morales aus. Die drücken ihre völlige Zustimmung für deren Kampf gegen die US-amerikanische Einmischung in die Angelegenheiten Südamerikas aus.
4. Sie rufen zur Aufhebung des Embargos gegen Kuba und zur Freilassung aller kubanischen politischen Gefangenen in US-Gefängnissen auf.
5. Die Teilnehmer verurteilen die Allianz zwischen den Regierungen der USA und Kolumbiens, welche vier Dekaden hindurch die kolumbianische Bevölkerung terrorisiert hat und auf eine Destabilisierung der progressiven Regime Lateinamerikas hinzuwirken versucht. Die Unterstützung für die revolutionären Bewegungen im Kampf gegen das kolumbianische Regime wird bekräftigt.
6. Sie fordern die Aufstellung einer internationalen Liga von Parlamentsmitgliedern, die sich für das Recht der Menschen auf Widerstand und Selbstbestimmung einsetzt, um für die Verteidigung von Zivilbevölkerungen relevante Abkommen wieder in Kraft zu setzen.
7. Sie drängen auf die Schaffung eines internationalen Mediennetzwerks, welches die lügnerische Propaganda betreffend Israel`s Verbrechen entlarvt.
8. Die Teilnehmer sprechen sich für die Zur-Rechenschaft-Ziehung der Verantwortlichen für Kriegsverbrechen im Libanon 2006 vor dem Kriegsverbrechertribunal aus.
9. Die Initiierung einer Kampagne zur Durchsetzung der Empfehlung des internationalen Gerichtshofes betreffend der Rassentrennung durch die Mauer in Palästina wird vorgeschlagen.
10. Aufbau eines internationalen Netzwerks mit dem Ziel der Koordination zwischen lokalen Delegationen während Konflikten und Kriegen.
11. Zurückweisung von Drohungen und Provokationen der Vereinigten Staaten gegen den Iran in Hinblick auf das Recht des Irans, sein nukleares Programm für zivile Zwecke innerhalb des internationalen rechtlichen Kontexts. Gleichermaßen die Zurückweisung von Kriegsdrohungen der USA gegen Syrien und den Sudan.
12. Ablehnung US-amerikanischer Versuche, internationale und humanitäre Gesetze unter dem Vorwand des Kriegs gegen den Terror auszuhöhlen.
Die Teilnehmer machten folgende Vorschläge als Alternativen zum kapitalistischen Markt
1. Exklusion des agrikulturellen und nahrungsbezogenen Sektors aus internationalen Verhandlungen, die die Privatisierung der Märkte ins Auge fassen (GATT, OMC…)
2. Niederringung von Abkommen und internationen Politikrichtlinien, die es Korporationen erlauben, lebende Organismen zu kontrollieren und damit die Biodiversität gefährden.
3. Einrichtung eines mediterranen gemeinsamen Marktes in Opposition zu Sarkozy’s neoliberalem Projekt (mit Ausschluss des Staates Israel), welcher auf fairem Handel zwischen Produzenten und Verbrauchern basiert. Dieses sollte in einen Prozess des Aufbaus einer erweiterten mediterranen Region eingebettet sein.
4. Kampf der exzessiven Ausbeutung durch den industriellen Fischfang zugunsten des Fischereihandwerks mittels Garantien von Sozialkostenausgleich.
5. Bewahrung des gemeinschaftlichen Vermögens und fundamentaler Lebensressourcen; Entwicklung organischer Landwirtschaft und Einsatz erneuerbarer Energiequellen.
Aufrufer:
The Center for Studies and Documentation in Beirut
International Campaign against American and Zionist Occupation (die Cairo Conference)
the National Gathering to Support the Choice of Resistance (Libanon)
The International Anti-Imperialist and Peoples’ Solidarity Forum (Calcutta- India Conference)
Stop War Campaign (London)
Unterstützer und teilnehmende Organisationen:
1. L’union de la jeunesse démocratique Lebanon
2. Parti Communiste Libanais Lebanon
3. Réseau des organisations de la jeunesse Palestinienne Palestine
4. The party of Dignity Egypt
5. The popular campaign to break the siege on Gaza
6. KIFAYA (le mouvement egyptien pour le changement) Egypt
7. Union of Democratic youth Lebanon
8. Egyptian women issues Association Egypt
9. Palestinian youth organizations network Palestine
10. Fédération des Syndicats marocains Morocco
11. AMCI (The Medi terranean agency for International cooperation Morocco
12. Arab youth council- and the walkto the arab parliament Morocco
13. Data and strategic studies center Syria
14. El Badil regroupement anti globalization Syria
15. Socialist thinking forum Jordan
16. Organisation des socialistes révolutionnaires Egypt
17. All-union Communist Party of Bolsheviks
18. ALDEA Spain
19. Paloma valverde of CEOSI Spain
20. Pamplona – Navarra Spain
21. sodepao Spain
22. Scottish Palestine solidarity campaign Scotland
23. Left Radical of Afghanistan Afghanistan
24. Left revolutionary resistance Afghanistan Afghanistan
25. Revolutionary association of the women of Afghanistan (RAWA) Afghanistan
26. The Marxism – Leninism Today Germany
27. Defend Palestine NY – committee USA
28. International action center – USA USA
29. National Council of Arab Americans USA
30. The US campaign to end the Occupation USA
31. Women for mutual security – north America USA
32. American student in AUC USA – Lebanon
33. Campaign Iran England
34. Friends of Lebanon England
35. Friends of the Earth Middle East (Eco Peace) England
36. Friendship Across frontiers England
37. Pakistan institute of labor and education research England
38. Stop the war coalition The National England
39. The youth Group: Fist-Fight imperialism stand together England
40. Troops out now coalition England
41. West African bar association England
42. Islamic Motalefeh Party Iran
43. Neda Institute Iran
44. Anti-imperialist Camp Italia
45. IAPSCC Italia
46. International Federation for peace and conciliation Italia
47. L’altra Lombardia – Sulatesta Italia
48. La Pluma Italia
49. Nino Pasti foundation Italia
50. Party CARC Italia
51. Socialist party chowdhury Bangladesh
52. Csutbc Bolivia
53. EGTKK / Bolivia
54. Global peace and justice coalition Turkey
55. Tayad (association of the solidarity and aid between prisoners families) Turkey
56. The Cultural center of IDIL Turkey
57. The East Conference Turkey
58. The Front of peoples Turkey
59. Turkish Youth Union Turkey
60. Droit des femmes pour le developpement Alger
61. Rachda Association Alger
62. AICPB –Russia Russia
63. Coordinateur national du RTAS Senegal
64. Nord Sud XXI Switzerland
65. The international student and youth Movement (ISUM) Switzerland
66. MLCP North Kurdistan
67. Democrats Against Occupation Iraq
68. Youth Aid Foundation International Ghana
69. Edition Democrate BIP France
70. Journal Democrate France
71. De Primera Mano Venezuela
72. Azequiel Zamora Venezuela
73. APORREAR Venezuela
74. NDF Philippines
75. The Cyprus peace council Cyprus
76. Soryana – cute Lebanon
77. Word Federation of Trade Unions Lebanon
78. FWB / PANAB Libya
79. Offensiv, journal for socialism and peace Germany
80. Nasyo Mauritius
81. Committee of Norway Norway
82. The party red – Norway Norway
83. Anti-imperialist Camp Austria
84. Communist Party in Nepal (CPN) Nepal
85. Lagos state university Nigeria
86. University of Ibadan Nigeria
87. All India anti-imperialist forum India
88. All India democratic youth organization India
89. All India mahila sanskritic snagathan India
90. All India united trade union congress India
91. International Council of friendship and solidarity with soviet people India
92. Socialist unity center of India India
93. Campaign Genova 2001 Greece
94. Geneva call program officer middle east Greece
95. Greek delegation; “M.A.D.I.S.A.” center for alternative Greece
information and study of the Middle East
96. “M.A.D.I.S.A.” Center for Alternative Greece
information and study of the Middle East
97. Stop the war coalition – Greece Greece
98. The Greek committee for international detente and peace (EEDYE) Greece
99. Women mutual security Greece
100. World Peace Council
Quelle: antiimpmedia.wordpress.com










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